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Datenblatt image
ID 15753

TZOLKIN: THE MAYAN CALENDAR


cover
Jahrgang: 2012

Verlag: Czech Games Edition [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Simone Luciani, Daniele Tascini
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2-4

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90-180

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 8.8 von 10
punkte

Score gesamt: 61.6% von 100
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Rezension

Ziel

Nachdem die Welt im letzten Dezember nun doch nicht untergegangen ist, wird der Maya-Kalender bei Tzolk´in spielerisch umgesetzt. Wer baut seine Kultur am besten aus und gewinnt am Ende mit den meisten Siegpunkten das Spiel?

Regeln

Der zusammengesetzte Spielplan zeigt einen Maya-Kalender, der durch ein Tzolk´in-Getriebe dargestellt wird. Dieses besteht aus einem Zahnrad, welches mit fünf kleineren Zahnrädern verbunden ist. Die kleineren Zahnräder repräsentieren fünf Orte, an denen diverse Aktionen durchgeführt werden.

Zu Beginn erhält jeder Spieler vier Startvermögens-Plättchen, von denen jeweils zwei ausgewählt werden. Weiterhin erhalten die Spieler drei Arbeiter ihrer Farbe. Drei weitere Arbeiterfiguren stehen Jedem als Nachschub zur Verfügung und können im Laufe des Spiels angeworben werden. Mais gilt einerseits als Währung und andererseits als Nahrungsmittel für die Ernährung der Arbeiter an den vier Erntefesten. Rohstoffe sind Holz, Steine und Gold. Diese können zum Bau von Gebäuden und Monumenten eingesetzt werden, außerdem sind sie notwenig um auf den Technologie-Feldern weiterzuziehen. Last not least gibt es noch Kristallschädel, die auf Chichen Itza abgelegt werden können, um damit Siegpunkte und/oder unterschiedliche Vorteile zu erbringen.

Der aktive Spieler entscheidet zu Beginn seines Zugs, ob er Arbeiter einsetzen oder zurücknehmen möchte. Zum Einsetzen, das meistens mit Kosten verbunden ist, platziert er einen oder mehrere Arbeiterfiguren auf das niedrigste Feld eines kleineren Zahnrads/Ortes. Jedes Rad-Feld bringt Rohstoffe oder Vorteile, die aber erst beim Zurücknehmen der Arbeiter aktiv werden. Nachdem jeder Spieler seine Arbeiter eingesetzt oder zurückgenommen hat, wird das große Tzolk´in-Zahnrad eine Kerbe weitergedreht. Dadurch bewegen sich auch alle anderen Zahnräder und befördern die darauf sitzenden Figuren ein Feld weiter. Ein Arbeiter kann auch auf das statische Startspieler-Feld gesetzt werden. In diesem Fall wird der betroffene Spieler in der nächsten Runde zum Startspieler und erhält außerdem alle Maisplättchen, die sich dort angesammelt haben. Einmalig kann er das Tzolk´in-Rad auch um zwei Kerben drehen.

Auf der rechten Seite des Spielplans befinden sich drei Tempel, vier Technologie-Spalten sowie die Felder für ausliegende Gebäude und Monumente. Das Aufsteigen in den Tempeln bringt zu jedem Erntefest Rohstoffe oder Siegpunkte. Werden die Marker auf den Technologie-Feldern weitergezogen, stehen dem entsprechenden Spieler diverse Boni bei passenden Aktionen zur Verfügung. Erreicht ein Arbeiter das zweite bzw. vierte Feld von Tikal, kann der Spieler ein Gebäude oder Monument gegen Abgabe entsprechender Kosten bauen.

Das Spiel endet, sobald das Tzolk´in-Rad einmal vollständig gedreht wurde (also 360 Grad). Nun erfolgt das letzte Erntefest und der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Jahrelang bildeten moderne Vielspieler-Klassiker wie Puerto Rico, Caylus oder Agricola die Speerspitze anspruchsvoller Strategiespiele, doch speziell in den letzten paar Jahren wurden immer mehr Superspiele veröffentlicht, die in diese Phalanx vorstoßen konnten. Tzolk´in gehört ebenfalls in diese Top-Kategorie. Tzolk´in – Der Maya Kalender ist ein überragendes Spiel, das mit dem Zahnrad-Mechanismus sogar innovative und originelle Neu-Ideen eingeführt hat. Natürlich handelt es sich nach wie vor um Workerplacement-Prinzipien, aber durch die ständige Weiterdrehung und die damit verbundenen steigenden Rohstoffe/Vorteile sorgen neue Elemente für grandiosen Spielspaß, der seinesgleichen sucht.

In den ersten ein bis zwei Partien wirkt Tzolk´in noch extrem komplex und oftmals muss auch die Anleitung zu Hilfe genommen werden, um die Bedeutung der unterschiedlichen Symbole nachzulesen. Doch spätestens nach der dritten Partie haben erfahrende Vielspieler die Symbolik verinnerlicht, und dann spielt sich Tzolk´in flüssig und problemlos. Selbstverständlich ist das Spiel auch dann noch anspruchsvoll und komplex, aber die anfangs gefühlte Verunsicherung ist völlig verschwunden. Dann wissen die Spieler, woran sie sind und wie am besten vorzugehen ist. Dies wiederum soll nicht bedeuten, dass es nur einen goldenen Weg gibt, der zum Sieg führt. Im Gegenteil – Tzolk´in erlaubt unterschiedliche Strategien, die allesamt gewinnbringend sein können. Allerdings hat sich in den Testrunden herauskristallisiert, dass vor allem hohe Stufen in den Tempeln von großem Vorteil sind. Aber auch das Platzieren der Kristallschädel bringt viele Siegpunkte, genauso wie der Bau mächtiger Gebäude und Monumente. Insofern lohnt sich ab und zu auch der Einsatz von Arbeitern auf teueren Feldern, sofern absehbar ist, dass der Ertrag in der nächsten Runde diese Investition rechtfertigt.

Auch optisch und hinsichtlich der Aufmachung kann Tzolk´in vollends überzeugen. Die Zahnräder sind schnell zusammengebaut, die Spielanleitung lässt keine Fragen offen und das Material ist hervorragend verarbeitet und erfreut das Auge. Lediglich die Kristallschädel hätten vielleicht aus hochwertigerem Glas sein können anstatt aus Plastik, aber dem Spielspaß macht das natürlich keinen Abbruch.

Unter dem Strich bleibt zu bilanzieren, dass Tzolk´in ein tolles Spiel ist, das anspruchsvollen Vielspielern hundertprozentig weiterempfohlen werden kann.

Fazit

Klasse Spiel! Wer Workerplacement-Spiele mit Anspruch und Niveau mag, ist hier goldrichtig aufgehoben. Exzellenter Spielspaß, schöne Optik, innovative Mechanismen und ein hoher Wiederspielreiz … Spielerherz, was willst du mehr.


2013-01-28, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8Hassan
17.01.2013
10heavywolf
18.01.2013
Super Spiel
9Fridulin67
19.03.2013
7RogueTrader
03.05.2013
9MarkusB
09.05.2013
7.5Dreizack
03.07.2013
9Lunaplena
28.08.2013
strategisches Denken erforderlich
9.5Karysa
22.02.2014
Sehr komplex, immer anders, Langzeitspielspaß garantiert!
10Triskelion
28.10.2014
Macht Spaß und ist wirklich herausfordernd. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele.

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