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Datenblatt image
ID 12514

MONOPOLY DEAL - CARD GAME


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Hasbro Parker [->]
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2-4

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ab 8


Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Ähnlich wie beim „großen Bruder“ Monopoly geht es bei Monopoly Deal darum, Grundstücke zu sammeln. Durch den geschickten Einsatz von Ereigniskarten und einem immer ausreichend gefülltem Konto versucht jeder Spieler als Erster, drei Grundstücksätze in unterschiedlichen Farben zu vervollständigen.

 

Regeln

Monopoly Deal besteht aus insgesamt 110 Karten. Die vier Spielablaufkarten werden aussortiert und an die Spieler verteilt. Die 106 Grundstücks-, Joker-, Ereignis-, Miete- und Geldkarten werden gemischt, jeder Spieler erhält fünf Karten auf die Hand.

Wer am Zug ist, zieht zunächst zwei Karten vom Nachziehstapel und fügt sie seinen Handkarten hinzu. Dann können bis zu drei Karten in einer beliebigen Kombination der folgenden Möglichkeiten ausgespielt werden:

  • Geld- und Ereigniskarten aufs eigene Konto legen

Um den Zahlungsverpflichtungen während des Spiels nachzukommen, wird ein entsprechend gefülltes Konto benötigt. Daher ist es eine gute Idee, Geld auf das Konto zu zahlen.

Ereigniskarten können auch als Geld genutzt werden. Der entsprechend Wert ist auf der Karte aufgedruckt. Wird eine Ereigniskarte auf das Konto gelegt, verfällt das Ereignis für den Rest des Spieles.

  • Grundstücke sammeln

Um Grundstücke zu sammeln, werden diese einfach vor dem Spieler auf den Tisch gelegt. Dabei werden Grundstücke der gleichen Farbe übereinander gelegt. Es können beliebig viele Grundstückssätze gesammelt werden. Zum Gewinnen werden aber drei vollständige Sätze benötigt. Durch die Grundstücksjoker kann es sinnvoll sein, die gesammelten Grundstücke umzustellen.

  • Ereigniskarten ausspielen

Mit den Ereigniskarten ist es möglich Geld von den Mitspieler zu fordern (z.B. Miete, Geburtsgeschenke, etc.) oder Karten von den Mitspielern zu stehlen. Es gibt aber auch Häuser und Hotels, sowie Abwehr-Karten.

Beim Bezahlen der  Mitspieler muss einiges beachtet werden:

  • Ausgespielte Karten kehren niemals in die Hand eines Spielers zurück! Karten vom Konto des Zahlenden landen auf dem Konto des Zahlungsempfängers. Grundstückskarten landen in der Grundstückssammlung des Empfängers.
  • Bezahlt wird niemals mit Karten aus der Hand! Nur Geld vom Konto und/oder ausgespielte Grundstücke stehen zur Verfügung.
  • Es gibt kein Wechselgeld!
  • Wer keine Karten vor sich liegen hat, bezahlt überhaupt nicht!

Hat der Spieler die von ihm gewünschte Anzahl an Karten (0 bis 3) ausgespielt, endet sein Zug. Wenn der Spieler noch mehr als sieben Karten in der Hand hält, steckt er die überzähligen Karten unter den Ablagestapel. Ein Spieler, der gar keine Karten mehr auf der Hand hat, zieht in seiner nächsten Runde fünf (anstatt zwei) Karten.

Gelingt es einem Spieler während seines Zuges drei Grundstückssätze in unterschiedlichen Farben zu komplettieren, hat er das Spiel sofort gewonnen.

 

Meinung

Als ich das Spiel zum ersten Mal in die Hand nahm, bewegte mich eigentlich nur eine Frage: „Darf ein Klassiker wie Monopoly, zu einem Kartenspiel verunstaltet werden?“ Nach den ersten Spielrunden lautet die Antwort: „Ja, wenn es so geschickt gemacht wird, wie bei Monopoly Deal!“

Ich war sehr erstaunt, wie gut es gelungen ist, die Mechanismen von Monopoly zu übernehmen und sie so anzupassen, dass ein gutes Spiel daraus geworden ist. Ich finde alle Straßen und Bahnhöfe wieder, und auch auf Elektrizitäts- bzw. Wasserwerk brauche ich nicht zu verzichten. Ich kann Häuser und Hotels bauen, Miete kassieren, über LOS ziehen, und selbst das Geburtstagsgeschenk ist erhalten geblieben. Fast alles, was Monopoly hergibt, gibt es auch bei Monopoly Deal! Und trotzdem ist es ein völlig anderes Spiel!

Natürlich spielt das Kartenglück eine gewisse Rolle, aber ist das bei Würfeln anders? Und eigentlich lässt sich aus fast jeder Kartenhand noch etwas Vernünftiges machen. Einige Ereigniskarten erscheinen sehr mächtig zu sein, so z.B. die Übernahme-Karte. Habe ich zwei davon auf der Hand, kann ich damit alleine schon fast das Spiel gewinnen. Aber eben nur fast -und die Mitspieler können sich auch verteidigen.

Die Spielregeln sind erfreulich kurz, wenn auch nicht in augenfreundlicher Schriftgröße gedruckt. Aber es ist alles ausführlich erklärt und mit Beispielen versehen. Die Packung ist nicht sonderlich groß, so dass  Monopoly Deal gut zu transportieren ist. Zum Unterwegsspielen wird eine mittelgroße Spielfläche benötigt.

Eine Spielrunde dauert etwa 20 Minuten. Somit ist Monopoly Deal ein schönes Spiel für Zwischendurch oder für eine Serie von Spielen, um den besten Grundstückssammler zu ermitteln. Die Spielkarten haben Standardgröße und das Wesentliche ist gut zu erkennen. Auch die Grundstücksfarben sind gut zu unterscheiden. Lediglich bei den Ereigniskarten ist die Schrift etwas klein geraten.

Die Altergrenze ab 8 Jahren erscheint mir etwas optimistisch gewählt, vermutlich wäre ab 10 (wenn nicht sogar ab 12!) die realistischere Angabe gewesen.

 

Fazit

Monopoly Deal ist die Umsetzung des Brettspielklassikers in ein Kartenspiel. Erfahrene Monopoly-Spieler fühlen sich gleich zu Hause, müssen dann aber feststellen, dass Monopoly Deal ein ganz anderes, aber ein dennoch gutes Spiel ist. Dafür sorgen u.a. einfache und kurze Regeln, klare Spielabläufe und die vielen Möglichkeiten, die sich auch durch die Doppelfunktion (Ereignis und Geld) der Karten ergeben. Zwar sind langfristige Strategien nur schwer zu finden bzw. umzusetzen, aber die kurzfristigen taktischen Möglichkeiten erlauben erhebliche Einflussnahme auf das Spiel, sodass Glück schnell zum untergeordneten Faktor wird. So macht das Spielen wirklich Spaß.

 


2009-12-06, Andreas Horn (ahoernchen)



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Bewertungen
8ahoernchen
03.11.2009
Monopoly mal ganz anders, aber trotzdem gut

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