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Datenblatt image
ID 12743

STRADA ROMANA


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Ghenos Games [->]
Autor: Walter Obert
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2-5

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45

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ab 8


Material: einfach
Komplexität: gering
Kommunikation: sehr gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: geringf5
Bewertung angespielt: 5.2 von 10
punkte

Score gesamt: 55.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

Bereits in der antiken Römerzeit stellte der Verkehr zwischen den Städten Rom und Ostia Portus ein großes Problem dar. Doch auf den Strassen gibt es jede Menge Märkte, die diverse Waren bringen. Wer kann die Wagen am gewinnbringendsten durch die engen Gassen manövrieren?

Regeln

Der Spielplan wird in die Mitte gelegt und beliebig mit Warenplättchen und Warenmarkern aufgefüllt. Weiterhin werden die zehn Wagen in zufälliger Anordnung auf die Startfelder der Städte Rom und Ostia Portus verteilt. Von den zehn größeren Wagenplättchen wird eines willkürlich aussortiert; die übrigen neun Plättchen bilden einen verdeckten Stapel. Schließlich erhält jeder Spieler noch sein Startkapital, das sich nach der ausgewürfelten Spielerreihenfolge richtet.

Dem aktiven Spieler steht jeweils eine von drei Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

A) Er bewegt einen oder mehrere Wagen.
B) Er sucht sich ein Wagenplättchen vom verdeckten Stapel aus.
C) Er passt und erhält ein Gold.

Entscheidet sich der Spieler für die Wagenbewegung, so muss er in seinem Zug immer drei Felder vorrücken. Die Bewegungen können aber auch auf verschiedene Wagen verteilt werden, da diese ja keinem bestimmten Spieler gehören. Durch kostenpflichtige Sonderaktionen kann ggf. auch vier Felder vorgerückt oder seitlich bzw. diagonal gezogen werden (ansonsten ist nur geradliniges Ziehen erlaubt). Wenn ein Wagen seine Bewegung auf einem Feld beendet, das an ein Warenplättchen oder einen Warenmarker angrenzt, darf der Spieler sich dieses Plättchen bzw. den Marker nehmen. Gleichfarbige Warenplättchen/Warenmarker bilden einen Vertrag, der am Ende Siegpunkte einbringt.

Wählt der Spieler ein Wagenplättchen aus, kann er im weiteren Verlauf auf einen Sieger wetten, d.h. auf einen Wagen setzen, der sein Ziel erreicht. Gewonnene Wetten bringen am Schluss ebenfalls Siegpunkte.

Die dritte Möglichkeit ist selbsterklärend. Der Spieler verzichtet auf einen Zug und bekommt dafür ein Gold, das er dann für Sonderaktionen einsetzen kann. Alternativ können fünf Gold auch sofort in einen Siegpunkt eingetauscht werden.

Das Spiel ist beendet, sobald der vierte Wagen am Ziel angekommen ist (also die Strecke Rom – Ostia Portus oder umgekehrt geschafft hat). Nun werden die Siegpunkte für Wagenplättchen (erfolgreiche Wetten) und Verträge ermittelt. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Strada Romana fällt zweifellos unter die Kategorie „Strategie/Taktik-Spiele“, aber der Anspruch ist weitaus niedriger angesiedelt als bei Glen More, Agricola, Puerto Rico etc. Demzufolge richtet sich das Spiel eher an sehr gemäßigte Taktiker, die nicht allzu lange über einen Zug nachgrübeln wollen. Auch Kinder kommen mit Strada Romana zurecht, allerdings ist die Herstellerempfehlung ab acht Jahren vielleicht ein bisschen zu tief angesetzt. Kids ab zehn Jahren werden das Spielprinzip aber schon gut verstehen und auch eine realistische Chance gegen erwachsene Mitspieler haben.

Da der aktive Spieler immer nur aus drei Aktionen wählen kann, ist der Spielmechanismus schnell verinnerlicht und unkompliziert umzusetzen. Am Anfang ist es zweifelsohne empfehlenswert, sich zunächst das Warenplättchen mit den meisten Warenmarkern auf dem Spielplan zu nehmen, um auf diese Weise den eigenen Goldvorrat zu erhöhen. Schwieriger ist dann aber die Entscheidung, was mit dem Gold gemacht wird. Fünf Gold gleich in einen Siegpunkt tauschen oder die Kohle horten, um später diverse Sonderaktionen kaufen zu können? Die Testrunden haben gezeigt, dass letztere Entscheidung empfehlenswerter ist, denn irgendwann kommt es zwangsläufig zu einem Stau. Und genau dann ist ein erklecklicher Goldvorrat eine erhebliche Hilfe, um seine Favoriten die anderen Wagen überholen zu lassen.

Das Spielmaterial ist hübsch gestaltet und optisch ansprechend. Warenplättchen, Marker, Gold und Siegpunkte sind aus Holz, und die Wagen sowie Wagenplättchen aus solider Pappe. Alles in allem gibt es am Material also wenig auszusetzen. Auch die Spielregel ist gut geschrieben und leicht verständlich. Innerhalb von vier Seiten wird das Spiel umfassend erklärt und es bleiben keine Fragen offen.

Soweit hört sich alles sehr positiv an, aber das Spielgefühl hinterlässt dennoch einen leicht faden Eindruck. Um es mal so auszudrücken: Strada Romana ist einfach unspektakulär. Sicherlich ist das Spiel nicht schlecht, aber alle Tester waren sich einig, dass es lediglich „ganz nett“ ist. Was fehlt, sind Überraschungsmomente und manchmal auch schwierige Entscheidungen. So dümpelt alles irgendwie ohne echte Highlights vor sich hin. Wem das genügt, der ist mit Strada Romana recht gut bedient. Wer jedoch komplexe und tiefgehende Strategiespiele bevorzugt, sollte lieber auf Klassiker wie Caylus, Agricola, Puerto Rico usw. ausweichen.

Fazit

Nettes Taktikspielchen, das aber etwas zu seicht rüberkommt. Alle, die einfache Strategiespiele mögen, können sich mit Strada Romana anfreunden. Wer hingegen ein höheres spielerisches Niveau bevorzugt, dem wird das Spiel höchstens mittelmäßig erscheinen.


2010-09-03, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
5donvanone
04.11.2009
Das Thema passt nicht (man kann erst Anfragen besorgen und danach das Angebot? Und warum wettet man auf die Pferde?) und auch der Rest ?berzeugt nicht wirklich
6arkadia
25.04.2010
Optisch sehr sch?n, das Spiel an sich leider eher etwas durchnittlich
5.5markus
25.04.2010
Da h?tte man mehr draus machen k?nnen
4.5heavywolf
09.08.2010

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