Folge angespielt auf Facebook Folge angespielt auf Twitter Folge angespielt auf YouTube angespielt RSS-Feed

   
Datenblatt image
ID 18500

SPACE GATE ODYSSEY


cover
Jahrgang: 2019

Verlag: Ludonaute [->]
Autor: Cédric Lefebvre
Grafik: Vincent Dutrait

image
2-4

image
90

image
ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
Hier bestellen:
Spiele-Offensive.de - Deutschlands größtes Sortiment aus Gesellschaftsspielen




Rezension

Ziel

Auf zu neuen Ufern Planeten! Ganze acht Stück sollen besiedelt werden, doch leider sind die dafür benötigten Raumstationen noch nicht fertig. Entsendet eure besten Ingenieure, um den Aufbau voran zu treiben und die neuen Lebensräume schneller zu besiedeln, als eure Konkurrenz!

Regeln

Die Steuerung der gesamten Mission erfolgt über den "Kontrollraum". Dieser besteht aus fünf Stationen, die verschiedene Aufgaben erfüllen. An jeder Station können beliebig viele Forscher und Roboter aller Spieler stehen. Wer an der Reihe ist, versetzt einen Mitarbeiter an einen anderen Platz, wodurch alle Spieler die entsprechende Aktion ausführen dürfen -und zwar so oft, wie sie dort Figuren stehen haben. An der weißen Station erhält man neue Module, die an die eigene Raumstation angedockt werden, zwischen 1 und 4 Ausgänge besitzen und zunächst als inaktiv gelten -bis sie von einem Mitarbeiter erstmalig betreten werden, der sich dann in Luft auflöst.

Manche Module besorgen bei Aktivierung einen neuen Ingenieur oder Roboter, manche sind Luftschleusen oder gar Teleporter ("Raumtore") zu drei aktuellen Zielplaneten. Sobald alle Teleporter-Plätze eines Moduls besetzt sind, werden diese auf den entsprechenden Planeten gebeamt. Dort werden sie irgendwie platziert und gewertet, auf jedem Planeten auf eine andere Art und Weise. Erst wenn dieser komplett besiedelt ist, wandern die Figuren zurück in den Vorrat. Manche Planetenfelder ermöglichen zudem, die Wertigkeit einzelner Modulfarben bei der Endwertung zu beeinflussen.

Der Nachschub an Figuren wird über die gelbe Station geregelt, mit der Luftschleusen aufgefüllt werden dürfen. Die blaue ("Wasser"), rote ("Energie") und grüne ("Natur") Station dienen dazu, Mitarbeiter in die entsprechend farbigen Nachbarmodule zu bewegen. 4 Ingenieure und 1 Roboter generieren so beispielsweise 5 Bewegungspunkte auf/in blaue (benachbarte) Module, die beliebig verteilt werden können. Die Partie endet, sobald der letzte (fünfte) Planet vollständig besiedelt wurde.

Meinung

Stargate Odyssey 2002 Odyssey in Space Gate Space Babes Odyssey Space Gate Odyssey -jetzt haben wir's. Ganz schön unübersichtlich da draußen. Aber keine Sorge, das gibt sich bald! Auch wenn es bisweilen ein gewisses Gedränge bei den schicken, halbtransparenten Ingenieuren gibt, bleibt ihre Anzahl stets gut erkennbar. Auch der Modulvorrat ist wohlgeordnet in einem neunteiligen Papp-Halter untergebracht, der ein wenig wie ein dreifaches Siegertreppchen aussieht. Bei Zusammenstecken muss man zwar etwas aufpassen, dafür ist das fertige Konstrukt dann aber auch ausreichend stabil. Für die Unterbringung in der Schachtel ist diese Lösung allerdings nur suboptimal, denn hier fehlen Ziptüten für die vertikale Lagerung.

Dass das Material selbst nicht ganz so schick aussieht wie das Cover, dürfte schlichtweg praktische Gründe haben, denn bei einem derartigen Optimierspiel ist die Übersichtlichkeit ein ganz wesentliches Kriterium. Dass sich die Designer dennoch austoben konnten, zeigt sich an den abwechslungsreichen Wertungsmechanismen der Exoplaneten -und sogar deren Namen selbst: Turing, Rusell, Dirac, Fermi, Planck, Collins, Süßkind, Bose, Hawking. (Wer weiß, welche Grundgesetze der Physik dort wohl auf den Kopf gestellt werden... und was ist eigentlich aus Newton geworden?)

Doch zurück zur Übersichtlichkeit: Sie ist die Grundvoraussetzung für ein Verständnis der eigenen Raumstation, ohne das eine Optimierung der Anschlüsse und Laufwege eher schwierig wäre. Und diese Laufwege sind oft der Knackpunkt: Je kürzer die Distanz zwischen Raumschleusen und Beamern, desto schneller lassen sich die Siedler "durchschleusen", d.h. desto weniger Aktionspunkte sind nötig und desto weniger Figuren müssen in der Station zwischengeparkt werden. Aber damit nicht genug, denn die Beamer sind ihren Planeten fest zugeordnet, sodass man zusätzlich gezwungen ist, den Bevölkerungsstrom ein wenig zu kanalisieren. Verteilt man seine Figuren nämlich einfach nur nach dem Zufallsprinzip, ist der individuelle Vorrat früher oder später leer. Sich auf maximal zwei Planeten gleichzeitig zu konzentrieren und rechtzeitig eine Besiedlung abschließen zu können, sind daher gute Strategien. Eine zweite Empfehlung: Die Bewegungen sind schneller, wenn Module derselben Farbe angrenzend errichtet werden, und nicht wie in der Anleitung illustriert bunt durcheinander. Zudem ist eine dritte Farbe nicht einmal notwendig.

Fazit

Ein Wettrennen zum Mond? Das ist doch sowas von gestern! Die neuen Reiseziele sind viel weiter entfernt, der Weg dorthin aber gar nicht so beschwerlich. Von einer "Odyssey" kann jedenfalls kaum die Rede sein, vielmehr von einem Wettstreit um die beste Raumstation. Das Optimieren der Wege ist dabei eher spannende Puzzelei als Verwaltungsarbeit, und eine kleine Downtime gibt es nur selten. So macht die Raumfahrerei richtig Spaß -und das auch noch ganz ohne Raumschiffe.


2019-07-23, Carsten Pinnow (cp)



[+] Bildergalerie




Bewertungen
7cp
08.07.2019
spannendes Planeten-Besiedlungsprogramm

Bewertung abgeben

Um dieses Spiel bewerten zu können, musst Du eingeloggt sein. Für Deine Bewertung erhäst Du Playback-Punkte.
 
Diese Seite wurde insgesamt 997 mal aufgerufen. Mehr Rezensionen auf unseren Partnerseiten:
partnerpartner partner
    












     

TwfkaL - The website formerly known as Ludoversum