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Datenblatt image
ID 11481

PANDEMIE


cover
Jahrgang: 2008

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Matt Leacock, Thomas Lehmann
 
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2-4

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45

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ab 12


Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: hoch
Interaktion: sehr hoch
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 8.3 von 10
punkte

Score gesamt: 77.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Regeln

Bereits bei Spielbeginn liegen auf neun der 48 Städten Seuchenwürfel, die die Intensität der jeweiligen Krankheit repräsentieren. Die Weltkarte ist in vier Regionen aufgeteilt - in jedem Gebiet taucht nur genau eine dieser vier Seuchen auf. Während die Spieler versuchen, die Krankheiten einzudämmen und Gegenmittel zu entwickeln, kommt es immer wieder zu neuen Ausbrüchen und Ansteckungen. Wenn es den Spielern gelingt, gemeinsam gegen alle vier Krankheiten Gegenmittel zu entwickeln bevor eine der drei Niederlagenbedingungen eintritt, haben sie das Spiel gewonnen.

Jedem Spieler wird zu Beginn einer von fünf verschiedenen Charakteren zugelost. Diese haben besondere Fähigkeiten, mit denen die normalen Aktionen effizienter durchgeführt werden können. Insgesamt vier Aktionen dürfen pro Zug durchgeführt werden, bevor zwei Spielerkarten nachgezogen und Ansteckungskarten aufgedeckt werden. Beide Kartentypen bestehen aus einem Satz Städte - für jede Stadt auf dem Spielplan genau eine Karte. Die Aktionen im Einzelnen:

  • Bewegung: Die Bewegung zu einem beliebigen Ziel erfordert wahlweise das Ausspielen der Ziel- oder Ausgangsstadt-Karte. Zu einer benachbarten Stadt sowie von einem Forschungslabor zu einem anderen dagegen nicht.
  • Forschungslabor errichten: Gegen Abgabe der aktuellen Stadtkarte wird dort ein Forschungslabor errichtet.
  • Gegenmittel entdecken: Befindet sich in der aktuellen Stadt ein Forschungslabor, kann gegen Abgabe von fünf gleichfarbigen Spielerkarten ein Gegenmittel zu der entsprechenden Seuche entwickelt werden. Auch danach kann es jedoch noch zu weiteren Infektionen kommen, solange nicht alle Steine vom Brett entfernt wurden und die Seuche somit als ausgerottet gilt.
  • Seuche bekämpfen: Ein Seuchenstein am Aufenthaltsort wird entfernt. Gibt es bereits ein Gegenmittel, werden dort alle Steine entfernt.
  • Karte übergeben: Befinden sich zwei Spieler am selben Ort, kann die Spielerkarte derselbigen Lokalität übergeben werden.

Die Charaktere haben folgende Sondereigenschaften:

  • Der Wissenschaftler benötigt nur vier gleichfarbige Karten zur Entwicklung eines Gegenmittels.
  • Der Arzt entfernt bei der Seuchenbekämpfung immer alle Steine. Gibt es ein Gegenmittel, kostet ihn dies keine Aktion.
  • Dem Forscher ist es möglich, jede Stadtkarte an einem Mitspieler zu übergeben.
  • Den Betriebsexperten kostet das Errichten eines Forschungslabors keine Handkarte.
  • Der Dispatcher kann mit seinen Aktionen auch Mitspieler-Figuren bewegen. Zudem kann er eine beliebige Spielfigur zu einem Mitspieler versetzen.

Die Anzahl der am Ende eines jeden Zuges aufgedeckten Ansteckungskarten hängt von der Infektionsrate ab. Zu Beginn sind es nur zwei Karten, mit jeder der im Spielerkartenstapel versteckten Epidemien steigt diese jedoch auf bis zu vier. Eine solche Epidemie fügt nicht nur eine neue Stadt der akuten Problemliste hinzu, sondern mischt auch den Ansteckungs-Ablagestapel auf den Nachziehstapel. Dies hat zur Folge, dass immer wieder die gleichen Städte gezogen und mit einem zusätzlichen Seuchenstein bedacht werden. Müßte ein vierter Würfel platziert werden, kommt es stattdessen zu einem Ausbruch und alle benachbarten Ortschaften erhalten einen neuen Holzklotz. Kettenreaktionen -also multiple Ausbrüche in nur einem Zug- sind möglich.

Nach acht Ausbrüchen haben die Spieler verloren. Gleiches gilt, wenn der Spielerkarten-Nachziehstapel aufgebraucht sind oder die Seuchenwürfel einer Farbe nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind. Gelingt es dagegen, zuvor alle vier Gegenmittel zu entdecken, haben die Spieler gewonnen.

Meinung

Pandemie wird hauptsächlich durch die Verteilung der Karten gesteuert. Im "normalen" Spiel mit 5 Epidemiekarten haben die Spieler ungefähr eine 50:50-Chance zu gewinnen. Vorausgesetzt, die Spezialfähigkeiten der Charaktere werden sinnvoll genutzt und alle Aktionen werden zwischen den Mitspielern abgestimmt. Trotzdem kann es passieren, dass ein Spiel bereits nach 15 Minuten verloren ist - ohne dass die Spieler eine Chance hatten dies zu verhindern. So geschehen in einem Testspiel, bei dem die zweite Epidemie früh kam und durch wiederholte Kettenreaktionen schnell den achten Ausbruch erzeugt hat.

Die Hauptaufgabe der Spieler, das Sammeln von gleichfarbigen Karten zur Gegenmittelforschung, ist dank des Handlimits von nur sieben Karten keine leichte Aufgabe und dauert eine Weile. Versuche, die zuerst erfolgreich bekämpfte Krankheit auf der Weltkarte vollständig auszumerzen um in Folge keine neuen Infektionen dieser Farbe mehr fürchten zu müssen, haben sich als weitestgehend sinnlos erwiesen. Zum einen handelt es sich dabei um eine Sissyphos-Arbeit -zumal niemand weiss, welche Ansteckungskarten als nächstes gezogen werden- und zum anderen dauert es ohnehin recht lange, bis aus einer ehemals sauberen Stadt ein Infektionsherd wird. Vier Epidemien, um genau zu sein - meistens also überhaupt nicht mehr im Spiel!

Wichtiger ist die Bekämpfung der Seuchensteine, die bereits von Anfang an im Spiel sind. Da der Seuchen-Ablagestapel angesehen werden darf, läßt sich häufig gut abschätzen, welche Krisengebiete dringender sind als andere. Spätestens wenn in einer Stadt drei Würfel liegen, sollten sich die Spieler zumindest Gedanken um eine Bekämpfung machen. Gut, wenn ein Arzt dabei ist, der diese Aufgabe effizient erledigen kann.

Ein ganz anderer Punkt, der nicht unterschätzt werden darf, sind die Handkarten. Diese sind meist ziemlich blöd zwischen den Spielern verteilt und am Ende immer knapp. Klar, ein Forscher kann hilfreich sein. Wichtiger ist jedoch für alle Spieler die weitesgehende Vermeidung des Abwerfens. Jede kostenpflivchtige Reise sollte gut bedacht sein und wenn möglich anders gelöst werden. Sei es durch Mitspieler oder den Einsatz von Forschungslabors.

Durch die Variierung der teilnehmenden Charaktere und der verschiedenen globalen Seuchenprobleme läuft jedes Spiel anders. Die Seuchen werden durch große, farbige Holzsteine übersichtlich dargestellt. Dank des klaren Ablaufs und Übersichtskarten für alle Mitspieler liegt die Einstiegshürde relativ niedrig. Die Herausforderung, es auch nach einer Niederlage noch einmal zu probieren, ist dagegen groß und sorgt für einen hohen Wiederspielreiz. Wer sich vom eigenwilligen Thema nicht abschrecken läßt, erhält mit Pandemie deshalb eines der besten kooperativen Spiele aller Zeiten.

Fazit


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
26.04.2009
7.5niggi
01.05.2009
9borny1
03.05.2009
6Cyberian
13.05.2009
Macht ein paar Mal Spa?, muss ich aber nicht mehr oft spielen, da zu simpel, fast schon abstrakt.
8jens
19.09.2009
7.5KeksinaDosn
27.10.2009
9SerialGriller
04.11.2009
9donvanone
04.11.2009
Besonders gut finde ich, dass man sich den Schwierigkeitsgrad selber einstellen kann und sich so immer neue Herausforderungen basteln kann
9sandokan
17.12.2009
Ich mag es sehr gerne, solang gemeinsam gespielt wird, mit den richtigen Personen 9 Punkte, mit der faslchen Spielrunde kanns sehr leiden, aber man kennt ja seine Pappenheimer, darum 9.
8games15
17.11.2009
Ein "herzerfrischendes kooperatives Spiel - super f?r zwischendurch - sowohl f?r Einsteiger als auch Vielspieler geeignet
8.5drfunk
25.11.2009
6Kelly86
29.11.2009
10Daniel_ms
10.01.2010
ich liebe dieses spiel.einfach, anspruchsvoll, spannend, fesselnd, langzeitspass!!!!!!!!! KAUFTIPP
7Dreizack
21.01.2010
10sunflowerfisher
28.01.2010
Kooperativ und stark
9MichaelKroeger
29.01.2010
Richtig gutes Kooperationsspiel. Es spielt sich fordernd, so einfach aus dem Bauch spielen funktioniert nicht. Nachteil: Ist nur ein Gr?bler/Stratege in der Spielrunde, werden die ?brigen Mitspieler zu Mitl?ufern (und werden gespielt).
9Blindfisch
01.02.2010
9alguenter.mkraemer
24.02.2010
Da ich ein Fan von kooperativen Spielen bin, gehe ich mal nah an die H?chstnote, weil alle Mechanismen toll verzahnt sind und die Schwierigkeitsstufen eine echte Herausforderung darstllen.
10Kopernikus
02.11.2010
8.5sebastian.wenzel
07.02.2011
Nur durch st?ndige Absprachen und ein koordiniertes Vorgehen gewinnen die Spieler Pandemie zusammen. Der Schwierigkeitsgrad l?sst sich durch die Zahl der eingesetzten Epedemie-Karten beeinflussen. Der Gl?cksfaktor h?lt sich in Grenzen.
6RogueTrader
10.12.2011
Hat denselben Nachteil wie all die anderen Kooperationsspiele, im Laufe der ersten Runden kristallisiert sich ein Anf?hrer heraus der die Marschrute vorgibt und der Rest folgt nunmehr bereitwillig (zum Wohl des Gemeinschaftsgef?hls)...selbstst?ndiges Denken und Handeln unerw?nscht. Nicht mein Fall
9.5Frobon
24.01.2012
Endlich ein vern?nftiges Kooperations-Spiel mit komplexerem Spielmechanismus, gegen die Spieler angehen. Kooperation in verschiedenen Stufen m?glich, um Anf?hrer-Bildung zu schm?lern, aber je mehr, desto erfolgreicher nat?rlich. Ausstattung erstklassig! Eins, meiner absoluten Lieblings-Spiele!!
8JoergBoerg
20.02.2013
Hängt natürlich stark von der Gruppe ab, aber das Spiel ist schon stimmig und nicht einfach zu schaffen
9.5flulalu
01.04.2013
6.5MarkusB
16.05.2013
9PewPewPeng
03.10.2014
Da es ein einfaches und kurzweiliges Kooperationsspiel ist, eignet es sich sehr gut als Einstieg für neue Spieler.

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