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Datenblatt image
ID 12920

MISTER X: FLUCHT DURCH EUROPA


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Ravensburger [->]
Autor: Gabriele Mari
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2-6

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45-60

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ab 10


Material: mittelmässig
Komplexität: gering
Kommunikation: hoch
Interaktion: hoch
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 6.1 von 10
punkte

Score gesamt: 56.2% von 100
score
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Rezension

Ziel

Mister X ist in geheimer Mission unterwegs, quer durch Europa. Fünf Detektive versuchen seine Spuren zu entdecken, ihm den Weg abzuschneiden und ihn schließlich zu stellen.

 

Regeln

Der Spielplan zeigt jede Menge Großstädte, die durch ein Wegenetz miteinander verbunden sind. Je nach Farbe handelt es sich dabei um eine Flugstrecke, eine Bahnlinie oder eine Straße. Mister X startet in einer Stadt am Rand Europas und muss eine mehrerer möglicher Zielorte auf der anderen Seite erreichen. Für jeden der drei Schwierigkeitslevels gibt es eine Auswahl von sechs möglichen Start- und Zielpunkten. Während ein Spieler die Rolle des „Mister X“ übernimmt, müssen die anderen ihn als Detektive verfolgen und stellen, bevor er sein Ziel erreicht. Die Züge von Mister X und den Detektiven wechseln sich ab, sodass sich die Ermittler in Ruhe beraten können.

Mister X stehen für seine Aktionen stets acht Reisetickets zur Verfügung, den Detektiv-Spielern je nach Teilnehmerzahl fünf bis neun. Jedes Ticket zeigt eines der drei Fortbewegungsmittel, sowie eine von vier möglichen Sonderaktionen. Zwei davon dürfen nur die Ermittler nutzen, die zwei anderen der Verfolgte. Dieser wählt eines davon aus und begibt sich zum nächsten angrenzenden Feld. Natürlich ist sein Aufenthaltsort seinen Kontrahenten zunächst unbekannt!

Auf einer Ticketleiste legt er das genutzte Plättchen ab und notiert sich auf einem speziellen Zettel hinter seinem Sichtschirm die Nummer der neuen Stadt. Zu seinen möglichen Sonderzügen zählt der geheime Zug mit unbekanntem Verkehrsmittel, sowie der Doppelzug. In beiden Fällen müssen drei Tickets mit dem gleichen Sonderaktionssymbol abgegeben werden –sie werden sogar aus dem Spiel entfernt.

Ähnlich verhält es sich mit den Detektiven. Sie können sich entweder mit einem passenden Ticket zur nächsten Stadt begeben, oder eine Sonderaktion nutzen. Für drei bis fünf mal „Nachforschung“ muss Mister X seine Position vor zwei bis vier Zügen mit kleinen Positionsringen auf dem Spielplan markieren. Ein „Sondereinsatz“ erlaubt eine zusätzliche Bewegung, je nach Ticketzahl mit Auto, Bahn oder Flugzeug.

Nachdem alle Ermittler ihre Bewegung durchgeführt haben, erfolgt ein Positionscheck: Befindet sich einer der Detektivfiguren in einer Stadt, die der geheimnisvolle Unbekannte in den letzten fünf Runden besucht hat, wird dieser Ort ebenfalls markiert. Gelingt es den Verfolgern Mister X einzuholen, haben sie sofort gewonnen. Erreicht der Verfolgte jedoch sein Ziel, gewinnt Mister X.

 

Meinung

Mister X – Flucht durch Europa ist eine veränderte Neuauflage von Scotland Yard. Geändert wurde nicht nur das Material, sondern auch die Regeln. Zunächst sticht die Karte ins Auge, die ein wirres Liniennetz auf düsterem Hintergrund in Europa zeigt. Es fehlt ein wenig an Atmosphäre, die Scotland Yard mit seinem London-Stadtplan an den Tag legte. Dafür liegt ein höchst nützliches Käppchen bei, mit dem der Mister-X-Spieler seine Augenbewegungen beim Überlegen ausgezeichnet verbergen kann. Die Verfolgung der letzten fünf Aufenthaltsorte hinter seinem Sichtschirm ist pfiffig gelöst –allerdings nicht unbedingt gut, denn der Zettel verrutscht ständig. Die Tickets sind nur noch halb so groß geraten, was bei dem Informationsgehalt auch ausreicht.

Der Schwierigkeitslevel bezieht sich offenbar ausschließlich auf Mister X und die Anzahl seiner möglichen Bewegungen zu Spielbeginn. Doch auch die Anzahl Mitspieler hat einen Einfluss, denn je weniger Spieler teilnehmen, desto mehr Detektive müssen pro Spieler geführt werden. Gleichzeitig reduziert sich aber auch die Summe aller für die Detektivspieler verfügbaren Tickets! Und damit wird es immer schwieriger, Sonderaktionen nutzen zu können, je weniger Spieler Mister X jagen. Und selbst wenn, sind diese unter Umständen eingeschränkt. Neben drei Tickets für nur eine Sonderaktion müssen schließlich auch noch die normalen Bewegungen durchgeführt werden können!

Insgesamt spielt sich Mister X so auch dauerhaft irgendwie anders als seinerzeit Scotland Yard. Während in London mehrere Züge lang Rätselraten über den Verbleib des Agenten herrschte, gibt es bei der neuen Agentenjagd praktisch in jedem Zug die Möglichkeit, dem Flüchtigen auf die Spur zu kommen. Die Jagd wird somit flüssiger. Eine weitere gute Beigabe sind die gelben und roten Ermittlungschips, die bei Diskussionen und Vermutungen prima helfen können.

 

 

Fazit

Zwar ist Mister X – Flucht durch Europa eine Quasi-Neuauflage von Scotland Yard, jedoch gibt es erhebliche Unterschiede. Der Spielfluss ist deutlich verbessert, das beiliegende Material umfangreich. Für drei bis fünf (-am besten vier!-) Spieler bieten sich hier spannende Verfolgungsjagden quer durch Europa. Den Charme des Klassikers erreicht die Flucht durch Europa allerdings nicht.

 


2010-02-11, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5niggi
11.01.2010
Zu zweit nicht so gut, lieber mit mehreren Spielern!
6cp
12.01.2010
H?sslicher als Scotland Yard :)
6.5markus
09.12.2010
je mehr Spieler, desto besser
6.5arkadia
10.12.2010
5MarkusB
16.05.2013

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