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Datenblatt image
ID 11311

MEDICI


cover
Jahrgang: 1995

Verlag: abacusspiele [->]
Amigo [->]
Autor: Reiner Knizia
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3-6

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60

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Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 72.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

Regeln

Meinung

Die folgende Rezension erschien in ähnlicher Form beim Reich der Spiele.

Es ist immer wieder schön, wenn ein alter Klassiker neu aufgelegt wird. So auch bei Reiner Knizias Medici, das es 1995 in seiner Amigo-Ausgabe bereits auf die Auswahlliste zum "Spiel des Jahres" schaffte. Besonders erfreulich: Der amerikanische Verlag Rio Grande hat dem Spiel eine zweisprachige Regel beigelegt, um auch den deutschsprachigen Raum abzudecken. Diese ist zwar nicht besonders übersichtlich, doch ist der Spielablauf auch nicht besonders komplex und erfordert bestenfalls in den ersten Runden ein kurzes Nachschlagen.

Ansonsten ist Medici ein lupenreines Versteigerungsspiel, in dem später möglichst wertvolle Waren möglichst günstig erworben werden. In jeder Runde können die Spieler bis zu fünf Waren kaufen, die in den entsprechenden Lagerräumen ihrer Schiffe platziert werden. Da reihum pro Spieler immer nur bis zu drei Warenplättchen zur Versteigerung aufgedeckt werden dürfen, kann es durchaus ein paar Runden dauern, bis der Schiffsrumpf gefüllt ist. Die Crux an der Versteigerung ist: Bei jedem Warenangebot darf jeder Spieler reihum nur ein einziges Gebot abgeben. Wer sich nicht gut genug überlegt, welchen Wert die offerierten Waren für ihn haben, wird sich ganz schnell wundern, welche Mitspieler ihn plötzlich noch überbieten!

Der Wert der Waren ist zwar gut ablesbar auf die Plättchen aufgedruckt, jedoch gilt es die Mehrheitenwertungen am Durchgangsende zu beachten. Für die wertvollsten Schiffsladungen insgesamt erhalten die besten Händler einen dicken Punktebonus, der beim Ersteigern der Waren unbedingt im Auge behalten werden muss und fast immer unterschätzt wird.

Nicht ganz so mächtig, aber immer noch wichtig, sind die Boni für die einzelnen Warensorten. Derer gibt es nämlich fünf, und Bonuspunkte erhalten stets nur die beiden Spieler, die im Laufe des Spiels jeweils die meisten Warenplättchen ergattert haben. Da die erworbenen Warenmengen auf dem Spielplan festgehalten werden, entwickelt sich im Laufe der zu einer Partie gehörenden drei Durchgänge langsam aber sicher eine Strategie, auf welche Warensorten man setzen sollte, um dort etwaige Mehrheiten zu erhalten oder zu festigen.

Idealerweise kauft man natürlich nur die wertvollen Plättchen der richtigen Farben - aber darauf kann man sich leider nun wirklich nicht verlassen. Abgesehen vom immer währenden Erwerbsrisiko des nur-einmal-bieten-dürfens und der Ungewissheit, welche Waren wohl in welcher Kombination angeboten werden (und wann!) gibt es zwei Dinge, die jede Strategie über den Haufen werfen können: Zum einen dürfen ja nicht mehr als 5 Waren pro Spieler erworben werden. Wer sein Schiff bereits vollgeladen hat, darf somit an weiteren Versteigerungen auch gar nicht teilnehmen. Der Spieler, der sein Schiff als Letzter füllen muss, darf die fehlenden Plättchen kostenlos(!) nachziehen. Manchmal ist dies eine wirklich günstige Alternative, besonders wenn man auch noch Glück hat und wertvolle Waren nachzieht. (Glück deshalb, da nie alle Warenplättchen im Spiel sind und ein Mitzählen der bereits versteigerten Waren somit leider nicht ganz funktioniert.)

Das andere Hindernis besteht in der Anzahl der Waren grundsätzlich. Eine Warenauslage, auf die niemand bietet, wird nämlich entfernt und steht im laufenden Durchgang nicht weiter zur Verfügung. Passiert dies häufiger, reicht die Warenanzahl am Ende nicht mehr, um die Schiffe aller Spieler zu füllen. Manchmal ist es also besser, auch billigere Waren zu kaufen, um am Ende nicht ganz mit leeren Händen dazustehen.

Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich verschiedene Spiele ablaufen können. Natürlich spielt im ersten Durchgang der Bonus für die fünf Warenmehrheiten noch keine Rolle, sodass man sich voll und ganz auf die wertvollen Einzelplättchen konzentrieren kann, während die Prioritäten zu Spielende eher bei den einzelnen Mehrheiten liegen sollten. Wenn sich jedoch mehrere Spieler immer wieder gegenseitig derart hoch überbieten, dass ihre Gewinne kaum über den Kaufpreisen liegen, helfen aber auch die besten Strategien nichts. Dann ist geschickte Taktik gefragt - und ein gutes Gespür für die Mitspieler.

Wer vor der Wahl zwischen der alten und der neuen Auflage steht, kann leider keine eindeutige Empfehlung bekommen. Denn während bei der alten Amigo-Ausgabe anstelle der Schiffe und Warenplättchen noch mit relativ schnell abgenutzen Karten gespielt wurde, mangelt es der optisch gefälligeren Rio-Grande-Version doch deutlich an Übersicht auf dem Spielplan. Die Holzmarker sind hier einfach etwas zu groß für die kleinen Felder - das wurde bei Amigo besser gelöst.

Freunde von Versteigerungsmechanismen werden mit Medici auf jeden Fall bestens bedient. Ein paar Spiele "Einarbeitungszeit" sollte man aber schon einplanen, bis man sich an den ungewohnten Mechanismus gewöhnt hat.

Fazit


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
26.04.2009
6niggi
26.04.2009
8kathrin
26.04.2009
7rolf.gerhard
16.08.2009

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