Folge angespielt auf Facebook Folge angespielt auf Twitter Folge angespielt auf YouTube angespielt RSS-Feed

   
Datenblatt image
ID 11117

KAMISADO


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Burley [->]
HUCH! [->]
Autor: Peter Burley
image
2-2

image
20

image
ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: gering
Interaktion: sehr hoch
Einfluss: sehr hochf5
Bewertung angespielt: 7.4 von 10
punkte

Score gesamt: 74.2% von 100
score
Hier bestellen:
Spiele-Offensive.de - Deutschlands größtes Sortiment aus Gesellschaftsspielen




Rezension

Ziel

Die Spieler versuchen in mehreren Partien, mit einem ihrer „Drachentürme“ die Grundlinie des Gegners zu erreichen.

 

Regeln

Der Spielplan zeigt 8x8 farbige Felder –ähnlich denen eines Schachbretts, nur eben bunt. Praktischerweise sind auch die Spielerfarben hier weiß und schwarz, nur mit dem Unterschied, dass bei Kamisado schwarz beginnt.

Jeder Spieler verfügt über acht Türmchen, die zunächst auf der Grundlinie positioniert werden. Jedem Turm ist eine Farbe zugeordnet, die mit den acht Farben des Spielplanes korrespondiert. Abwechselnd werden nun Züge durchgeführt, die immer geradlinig vorwärts oder schräg vorwärts erfolgen, ohne dabei andere Türme zu überspringen. Die Bewegungsreichweite ist in der ersten Partie für alle Steine unlimitiert.

Durch jeden Zug wird bestimmt, welchen Stein der Gegner als nächstes bewegen muss. Landet ein Turm beispielsweise auf einem roten Feld, muss die Gegenseite als nächstes seinen roten Turm einsetzen. Eine Partie endet, sobald es einem Spieler gelingt die Grundlinie des Gegenübers zu erreichen.

Wird keine Einzelpartie gespielt, müssen mehrere Partien gewonnen werden, bei einem „Marathon“-Spiel sogar 15. In diesen Fällen kommen weitere Regeln ins Spiel, bei denen die erfolgreichen Türme zu „Sumos“ mutieren, ggf. sogar zu Doppel- oder gar Dreifach-Sumos. Die Bewegungsreichweite dieser Sumosteine wird dabei sukzessive eingeschränkt, dafür erhalten sie die Fähigkeit, anstelle eines normalen Zuges einen „Sumo-Stoss“ durchzuführen. Bei diesem können Steine, die sich direkt vor den Sumos befinden, um ein Feld zurückgeschoben werden. Dies wird dann gleichzeitig als Folgbewegung des Gegners gewertet, sodass dieser praktisch aussetzen muss.

 

Meinung

Kamisado zeigt sehr schnell, dass einige Übung nötig ist, um wenigstens zwei Züge im Voraus zu planen und den Gegner zu bestimmten Bewegungen zu zwingen. Denn steht ein eigener Turm erst einmal kurz vor dem Ziel, blockiert seine Farbe praktisch sämtliche entsprechenden Felder auf dem Spielplan für den Gegner. Der Trick besteht also darin, den Gegner einen Turm bewegen zu lassen, der nur noch auf solche Farben ziehen kann. Und das erfordert eben einiges an Planung und Übung.

Interessanterweise kann es passieren, dass eine Folgepartie bereits nach nur einem Zug eines Spielers endet. Dazu muss der eröffnende Spieler einen Turm direkt vor den Randturm des Gegners postieren, der als nächstes an die Reihe kommt und auf der einfarbigen Diagonalen vorgezogen muss, wodurch der zuerst bewegte Turm erneut an die Reihe kommt. Zugegeben, das klingt seltsam und selten – und doch kam es in unseren Testpartien tatsächlich vor!

Doch keine Angst, bei der Startaufstellung ist dies nicht möglich, da die Türme den gleichfarbigen Feldern zugeordnet werden. Durch „ungeschicktes“ Spielen kann es bei Folgepartien aber eben doch zu solchen Situationen kommen.

Davon einmal abgesehen verläuft Kamisado so, wie es sich für ein anspruchsvolles abstraktes Spiel gehört. Es bietet viel taktisches Potential und lädt zum Grübeln ein, lässt sich aber dank seiner einfachen Regeln genauso gut schnell und zügig spielen. Das i-Tüpfelchen stellen die Türme dar: groß, handlich, attraktiv und sogar mit einem Filzboden versehen. „Camisado“ kommt übrigens aus dem Spanischen und bedeutet soviel wie „Angriff im Morgengrauen“.

 

Fazit

Das ausgezeichnete Material adelt dieses abstrakte Strategiespiel, das ganz ohne jede Glückskomponente auskommt und in vielerlei Hinsicht an Schach erinnert. In dieser Kategorie gehört Kamisado zum Besten, was in den letzten Jahren entwickelt wurde.

 


2010-02-16, Carsten Pinnow (cp)



[+] Bildergalerie




Bewertungen
7.5sandokan
16.02.2010
Auf den Bildern zeigt sich, dass scheinbar an den Figuren gearbeitet wurde. Diese sehen schon deutlich besser aus als in der Version von Burley Games. Ich mag die Spielmechanik.
6cp
13.02.2010
Die Figuren sind klasse, das Spiel bietet viel Tiefgang.
6.5niggi
13.02.2010
8.5Eniseg87
29.10.2010
7.5iceteddi
25.03.2011
7.5Schelmfried
07.07.2011
8MarkusB
09.05.2013

Bewertung abgeben

Um dieses Spiel bewerten zu können, musst Du eingeloggt sein. Für Deine Bewertung erhäst Du Playback-Punkte.
 
Diese Seite wurde insgesamt 9810 mal aufgerufen. Mehr Rezensionen auf unseren Partnerseiten:
partnerpartner partner
    












     

TwfkaL - The website formerly known as Ludoversum