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Datenblatt image
ID 18172

ETHNOS


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Asmodee [->]
Autor: Paolo Mori
Grafik: John Howe

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2-6

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45-60

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Auf der sagenumwobenen Insel Ethnos kämpfen verschiedene Völker um die Vorherrschaft -so zumindest der erste Eindruck, den das fantasyschlachtartige Cover und die Hintergrundstory vermitteln. Doch hinter der optischen Fassade verbirgt sich ein eher gewöhnliches Sammeln von Kartensets -mit ein paar kleinen Besonderheiten, selbstverständlich.

Regeln

Reihum wählen die Spieler, ob sie eine Karte aus der offenen Auslage auf die Hand nehmen, oder ein Kartenset auslegen wollen. Letzteres muss aus Karten derselben Farbe oder mit den gleichen Illustrationen ("Völker") bestehen. In eine der verwendeten Farben darf man dann einen Einflussmarker legen -sofern das Set aus mehr Karten besteht, als man vorher dort schon Marker hatte. Danach wird noch der Völkereffekt der gewählten Farbkarte ausgeführt und die restlichen Handkarten abgeworfen.

Einige Völker verwenden eigene Tableaus, auf denen Punkte gesammelt und zu bestimmten Zeiten Boni generiert werden, wie beispielsweise zusätzliche Einflussmarker. Manche Effekte beziehen sich aber auch einfach nur auf die Handkarten. Nachdem die dritte Drachenkarte aufgedeckt wurde, endet ein Zeitalter mit einer Wertung der Mehrheiten in den sechs Regionen und der gesammelten Sets ("Kampfverbände"), die umso wertvoller sind, je mehr Karten sie umfassen. Nach dem dritten Zeitalter endet die Partie.

Meinung

Da hat ein übereifriger Redakteur wohl gedacht: "Oh, das ist ja wie Rommé, wie langweilig, das muss man interessanter machen..." -mit dem vorliegendem Ergebnis, einer enormen Diskrepanz zwischen Anspruch, Mechanismus und Aufmachung. Wer das Cover sieht, denkt sofort an Miniaturschlachten, wie sie für den Verlag Cool Mini Or Not (CMON) üblich sind. Ein Blick auf das Backcover unterstützt diesen Eindruck sogar, schließlich gibt es einen Spielplan mit Gebieten und Grenzen. Ein strategisch-taktisch-kompliziertes Freakspiel für Nerds und übermütige Heranwachsende also? Mitnichten! Die Karte ist überflüssig, die Grenzen sind nur künstlerische Freiheit. Mehr als das Sammeln von Kartensets passiert hier kaum, auch wenn die Sonderfähigkeiten der vielen Völker (Elben, Zwerge, Halblinge, Geflügelte, Riesen, Orks, Meerwesen, Minotauren, Trolle, Skelette, Zauberer, Zentauren) ganz nett sind und für etwas Abwechslung sorgen. Eigentlich geht es aber nur um Mehrheiten in sechs Kartenfarben, die man sich zusammen sammeln muss. Trickreich wird es trotzdem, denn die Entscheidung, auf welche Farben man sich konzentriert, ist nicht immer einfach. Wo lohnt es sich? Wo ist mit weniger Konkurrenz/Widerstand zu rechnen? Und wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausspielen, um nicht zu viele Karten abwerfen zu müssen?

Fazit

Bei Ethnos sorgt die graphische Gestaltung dafür, dass sich die eigentliche Zielgruppe nicht für das Spiel interessiert -was schade ist. Ethnos ist nämlich nicht viel mehr als ein aufgepeppes Rommé, und somit ein gutes Familienspiel, das nicht viel anspruchsvoller ist, als das bekannte Kartenvorbild.


2018-06-08, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
03.06.2018
Selten hat die Grafik so wenig zum Spiel gepasst wie hier ;-)

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