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Datenblatt image
ID 17698

DOLORES


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: lui-même [->]
Autor: Bruno Faidutti, Eric M. Lang
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2-4

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10-20

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die HMS Dolores ist an den Klippen zerschellt -dank eines irreführenden Leuchtfeuers von euch. Wohl denn, liebe Strandpiraten, die Flut hat bereits den Großteil der Ladung an Land geschwemmt. Beeilt euch, und teilt euch die wertvolle Fracht auf! Egal wie.

Regeln

Vom Stapel der Strandgutkarten werden jedes Mal vier Stück aufgedeckt, um die sich zwei benachbarte Spieler streiten dürfen. Dies geschieht mittels einer Stein-Schere-Papier-Variante: Friede (offene Hand, wie "Papier"), Krieg (Faust, wie "Stein") und erste Wahl (Daumen hoch). Entscheiden sich beide Parteien für die friedliche Lösung, erhält jeder einfach die beiden auf seiner Seite liegenden Karten. Wählt einer dagegen den Krieg, erhält er alles. Zieht jedoch auch der andere den Krieg vor, bekommt niemand etwas.
 
Wer allerdings den Daumen reckt, darf sich genau eine der vier Karten aussuchen. Der Gegner erhält dann entweder alle anderen Karten (bei Krieg) oder zumindest alle verbliebenen auf seiner Seite (Friede). Zwei mal Daumen hoch zwingt beide dagegen, eine komplette gesammelte Farbreihe wieder abzuwerfen. Verschiedene Sonderkarten sorgen für zusätzliche Abwechslung: Manche müssen sofort eingesetzt, andere dürfen für eine spätere Verwendung aufgehoben werden -um Auslagen oder Handzeichen zu verändern, oder das Strandgut für den Gegner sogar verdeckt auszulegen.
 
Auf diese Weise werden Karten gesammelt, bis der Sonnenaufgang aufgedeckt wird. Bei der folgenden Abrechnung zählen alle Kartenwerte der stärksten Farbe(n), sowie die der schwächsten Farbe(n).

Meinung

Stein-Schere-Papier als ernsthafte Grundlage für ein brauchbares Spiel? Da gehört schon etwas Besonderes dazu -in diesem Fall die Verknüpfung mit dem Gefangenendilemma. Zu Beginn einer Partie plätschert alles noch ein wenig vor sich hin. Mal verträgt man sich, mal ärgert man den Nachbarn. Die spielentscheidenden Momente folgen erst später. Es geht nämlich nicht darum, sich auf eine einzelne Farbe zu beschränken und in dieser möglichst viele Punkte zu sammeln, sondern vor allem um das Mangelmanagement, d.h. um die Optimierung der Farben mit den wenigsten Karten. Wer beispielsweise in vier Farben Kartenwerte von jeweils 2 Punkten sammeln konnte, erhält alleine dafür schon 4*2 = 8 Punkte. 
 
Anfangs sammelt man noch locker vor sich hin und nimmt, was man bekommen kann. Relativ schnell stellt sich heraus, welche Farbe dominant wird und auf die man sich für den ersten Teil der Wertung konzentrieren kann. Doch dies sehen natürlich auch die Mitspieler, die bei den Duellen dann entsprechend reagieren (können), um ein zu umfangreiches Sammeln zu verhindern. Mit den Karten der schwächsten Farben wird dies jedoch deutlich komplizierter, da jedes Mal viele Verteilungsvarianten durchgerechnet werden können und jede einzelne Karte einen Einfluss auf die Wertung haben wird. Manchmal ist es sogar hilfreich, mittels Doppel-Daumen eine Reihe abgeben zu dürfen, um beispielsweise eine einzelne 1 zu entsorgen und somit die 2er Farben wertungsreif zu machen.
 
Völlig unplanbar sind hingegen die Sonderkarten, mit denen man auch später eingreifen kann. Manche sind in den passenden Situationen ziemlich nützlich, bei anderen treten diese Situationen in der aktuellen Partie gar nicht auf. Trotzdem fühlt es sich gut an, eine solche Geheimwaffe in der Hinterhand zu haben. Am Ende dominiert dennoch die Berechenbarkeit, sodass eine Partie üblicherweise knapp ausgeht.

Fazit

Stein-Schere-Papier (Schnick-Schnack-Schnuck) kann auch Spaß machen und sogar spannend sein. Jedenfalls dann, wenn man es so geschickt verpackt, wie bei Dolores. Auf die Strandgutsuche begibt man sich idealerweise zu dritt oder viert.


2016-12-21, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
20.10.2016
kurzweilig und unterhaltsam

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