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Datenblatt image
ID 14309

CONEY ISLAND


cover
Jahrgang: 2011

Verlag: Argentum [->]
Autor: Michael Schacht
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2-4

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60-90

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ab 12


Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 5.8 von 10
punkte

Score gesamt: 55.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Auf Coney Island soll der größte Vergnügungspark der Welt entstehen. Und da vor dem Vergnügen bekanntlich die Arbeit kommt, liegt es an den Spielern diesen aufzubauen. Baugebiete müssen vorbereitet, Achterbahnen und Karussells errichtet werden. Die einzelnen Schausteller-Familien operieren dabei immer nach demselben Prinzip: Wer zuerst kommt…

Regeln

Bei den 24 Feldern des Spielplans handelt es sich um brachliegendes Gebiet, das zunächst mit Baufeld-Tafeln abgedeckt werden muss. Die einzelnen Baufelder werden dann von Schausteller-Plättchen der Spieler besetzt, die schließlich durch die fertigen Fahrgeschäfte ersetzt werden. Wer am Zug ist, darf alles machen: Eine Tafel auslegen (kostet Punkte oder Rohstoffe), einen Schausteller einsetzen (kostet Rohstoffe) und eine Attraktion platzieren (kostet Rohstoffe). Allerdings alles nur jeweils ein Mal.

Kernelement sind die neun Schausteller-Plättchen, die beim Überbauen durch Attraktionen zurück zum Spieler wandern und bis zu drei Siegpunkte liefern. Ob ein, zwei oder drei Punkte, hängt von der Reihe ab, aus der sie stammen. Diese Reihe bestimmt auch die Menge der für sie benötigten Rohstoffe (die es wiederum in den Sorten rot und weiß gibt) sowie Menge und Art des Einkommens, das sich mit jedem eingesetzten Plättchen erhöht.

Zusätzlich lassen sich noch fünf Nebenaktions-Plättchen erwerben, die pro Zug Sonderfähigkeiten liefern: Rohstoffe/Geld/Punkte tauschen oder eine Zeitung (1 bis 3 Punkte) kaufen. Ist das gewünschte Plättchen bereits vergeben, wird es dem Mitspieler einfach weggenommen. Am grundsätzlichen und permanenten Handlimit von 5 Rohstoffen und 5 Geld ändern sie jedoch nichts.

Coney Island endet sobald ein Spieler 60 Punkte erreicht, fast alle Bauprojekte abgeschlossen, sämtliche Zeitungen ausverkauft oder alle Baufelder platziert sind. Erst jetzt werden die Punkte der Zeitungen aufgedeckt und angerechnet, noch auf dem Spielplan befindliche Schausteller sorgen für Abzug. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Meinung

Coney Island entstand als Nachfolger von Hansa Teutonica und verwendet den gleichen Kernmechanismus: Anpassung des Einkommens/der Handlungsmöglichkeiten in Abhängigkeit der eingesetzten Spielsteine. Das war’s dann aber auch schon an Ähnlichkeiten, denn Argentums Vergnügungspark hat sich von seinem Vorbild weit entfernt: optisch attraktiver und in den taktischen Möglichkeiten nicht leicht durchschaubar.

Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die Konsequenzen der durchgeführten Handlungen im Moment der Durchführung noch nicht hundertprozentig abschätzbar sind. Das Rohstoff-Einkommen wird beispielsweise aus einem Beutel gezogen und passt in seiner Farbkombination nur selten zu den eigenen Plänen, sodass bestimmte Nebenaktionen notwendig werden. Diese sind auf Dauer teuer, wenn die Plättchen häufig ihre Besitzer wechseln, extrem empfehlenswert dagegen wenn die Mitspieler an einem kein Interesse zeigen.

Zu Beginn lautet das Ziel ohnehin nur, möglichst schnell möglichst viele Schausteller auf den Plan zu bewegen und damit das Einkommen zu erhöhen. Doch der richtige Zeitpunkt zum Einsammeln ihrer Siegpunkte sollte nicht verpasst werden, denn die Fahrgeschäfte sind nur begrenzt verfügbar und haben klare Einschränkungen hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit (Felderzahl/-anordnung, Anzahl beteiligter Spieler). Da auch die Schausteller der Mitspieler überbaut werden dürfen, können einzelne Plättchen isoliert werden, was den Gegnern garantierten Punktabzug am Ende beschert. Doch mit solchen Aktionen wird auch das Einkommen der Anderen beeinflusst, sodass sich gezielt gegen einzelne Mitspieler vorgehen lässt. Wer dagegen viele Zeitungen erwirbt, kann seine gesammelten Punkte häufig verheimlichen, denn die Bedeutung dieser Papiere wird meist weit unterschätzt.

„Coney Island“ ist übrigens eine Halbinsel New York Citys, die vor allem durch seine großen Vergnügungsparks und die angrenzende Hochhaussiedlung russischer Einwanderer bekannt ist. Im Gegensatz zum echten Vorbild gehört ein Riesenrad allerdings nicht zum Spielumfang.

Fazit

Der Aufbau des Vergnügungsparks mutet eigentümlich an, da das Thema aufgesetzt wirkt und beliebig austauschbar ist. Die Umsetzung ist jedoch nicht ohne Reiz, im Gegenteil. Coney Island fühlt sich zwar nach der ersten Partie noch fremd und umständlich an, offenbart mit der Zeit aber einen gewissen taktischen Reiz. Und dieser sorgt dafür, dass Coney Island auch langfristig interessant bleibt –auch ohne Riesenrad.


2012-01-09, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5cp
12.11.2011
interessante Mechanismen, jedoch schwer planbar
5MarkusB
12.05.2013

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