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Datenblatt image
ID 17918

BOSS MONSTER


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Johnny O'Neal, Chris O'Neal
Grafik: Beau Buckley, Francisco Coda, Katrina Guillermo, Kyle Merri

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2-4

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30-60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

In Boss Monster schlüpfen zwei bis vier Spieler in die Rolle eines Monsters, das möglichst viele Helden in den eigenen Dungeon locken will, um sie dort zu töten. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn wenn ein Abenteurer bis zum Boss Monster vordringt, erleidet man schmerzhafte Wunden.

Regeln

Jeder Spieler erhält zunächst ein Boss Monster sowie fünf Raum- und zwei Zauberspruchkarten. Von diesem Startkapital muss Jeder zwei Karten abgeben. Die Spieler legen ihren Boss offen vor sich aus. Jedes Boss Monster hat eine individuelle Sonderfähigkeit und einen Erfahrungswert (= XP-Wert). Die Spielerreihenfolge richtet sich während der gesamten Partie immer nach diesem XP-Wert.

Boss Monster verläuft über mehrere Runden, die in fünf Phasen untergliedert sind. Zunächst werden immer neue Helden aufgedeckt und in die Stadt platziert (= Bereich neben dem Heldenkartenstapel). Außerdem zieht jeder Spieler eine neue Raumkarte vom Raumkartenstapel nach. In der folgenden Bauphase darf jeder Spieler eine Raumkarte auslegen und damit seinen Dungeon ausbauen. Die Räume beinhalten verschiedene Symbole, mit denen die unterschiedlichen Heldentypen angelockt werden. Räume können auch aufgewertet werden, außerdem dürfen maximal fünf Stück im Dungeon ausliegen. In der Anlockphase bewegen sich die Helden zu den Dungeons, die für sie am verführerischsten sind. In der darauf folgenden Abenteuerphase erleiden die Helden pro Raum Verletzungen. Sind keine Lebenspunkte mehr übrig, stirbt der Held und wandert als Seele (= Siegpunkt) in den Besitz des entsprechenden Spielers. Erreicht der Held hingegen das Boss Monster, fügt er diesem eine (oder zwei) Wunden zu. Nachdem alle Heldenbewegungen abgehandelt sind, beginnt die nächste Runde.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler mindestens zehn Helden getötet hat bzw. zehn Seelen besitzt. Dieser Spieler hat dann gewonnen. Aber Vorsicht: Spieler mit fünf Wunden scheiden immer sofort aus dem Spiel aus.

Meinung

Yeah … back to the future 80s. Oder in die 90er … je nachdem, wann die typische 8-Bit Grafik in Mode war. Genau diese Optik ist nämlich ein Kernstück von Boss Monster, und damit ist die Veröffentlichung neben dem spielerischen Vergnügen zusätzlich ein nostalgischer Trip in die Vergangenheit. Und diese Kombination aus Spielspaß und Vintage-Feeling macht Boss Monster charmant und verleiht dem Ganzen ein besonderes Retro-Flair.

Trotz 24seitigem Regelwerk (keine Angst … nur im DIN A 6 Format) ist Boss Monster ein einfaches und leicht zugängliches Kartenspiel, das nahezu jedem Spielertyp Spaß macht. Kindern gefällt das Ganze ebenso wie erwachsenen Gelegenheitsspielern, und selbst gestandene Vielspieler könnten ihre Freude an dem Spiel haben, wenn sie in den 80ern oder 90ern aufgewachsen sind und den Stil dieser Zeit immer noch mögen.

Allerdings sollte sich jeder Spieler darüber im Klaren sein, dass Boss Monster extrem glückslastig ist. Ob beim Ziehen von Raumkarten oder dem Aufdecken von neuen Helden – Fortuna lässt immer grüßen. Macht aber nichts, denn Boss Monster ist ein echtes Funspiel, bei dem es nicht primär ums Gewinnen geht. Dieses Spiel will einfach nur unterhalten und Spaß machen, und genau das macht es auch. Aufgrund der Optik und der Adaption eines eigentlich antiquierten PC-Spiel-Mechanismus lässt sich Boss Monster fast schon als „kultig“ bezeichnen. Zumindest aus Sicht eines 80er Jahre Kindes ;-)

Fazit

Trotz der bisherigen Lobeshymne muss bei der Bewertung ein bisschen auf die Euphoriebremse getreten werden. Denn so charmant Boss Monster auch rüberkommt – spielerisch ist das Ganze doch relativ limitiert. Wen das nicht stört bekommt aber ein richtig gutes und witziges Kartenspiel geboten, das sich bewusst von den moderneren Veröffentlichungen der Gegenwart unterscheidet.


2017-08-16, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
30.07.2017

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