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ID 18413

AZUL: DIE BUNTGLASFENSTER VON SINTRA


cover
andere Namen: Azul: Stained Glass of Sintra
Jahrgang: 2018

Verlag: Plan B Games [->]
Autor: Michael Kiesling
Grafik: Chris Quilliams

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2-4

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30-45

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Glasermeister der Welt, schaut auf diese Stadt: Sintra! Nachdem die Fliesen nun gelegt sind, stehen Kathedralenfenster Palastfenster an. Die Buntglasfenster von Sintra, im Volksmund auch "Azul 2" genannt, stellt ebenso wie das Spiel des Jahres 2018 die vertrauten Manufakturplättchen und eigene Spieltableaus bereit. Letztere unterscheiden sich jedoch erheblich von denen des beliebten Azul...

Regeln

Die Bereitstellung von Steinen durch die Manufakturen bzw. das abwechselnde Nehmen der Buntglassteine erfolgt nach dem identischen Prinzip wie bei Azul. Die Steine unterscheiden sich zwar optisch voneinander, jedoch sind es hier ebenso 5 verschiedene Farben, die gesammelt werden können. Die Spielertableaus bestehen hier jedoch aus einem Wertungsteil und 8 verschiedenen Sammelstreifen (beidseitig bedruckt), die (gemischt) nebeneinander angelegt werden. Eine Glaserfigur markiert den Streifen, auf den die eingesammelten Steine gelegt werden können. Die erforderlichen Farben sind dabei vorgegeben. Es darf aber auch ein Streifen rechts vom Glaser gewählt werden; er läuft dann entsprechend weiter. Um ihn jedoch ganz nach links zurück zu setzen, ist ein einmaliges Aussetzen notwendig.

Jedes Mal, wenn ein Streifen vollständig belegt ist, wird einer seine Steine auf ein darunter liegendes Feld des Wertungstableaus gelegt und der Rest entfernt. Außerdem gibt es dafür Punkte -und zusätzlich für alle rechts davon befindlichen Reihen, die ebenfalls schon einmal gewertet wurden (erkennbar an den Steinen auf dem Wertungsbereich). Minuspunkte gibt es zwischendurch dafür keine. Stattdessen gibt es eine separate Bruchglasleiste für nicht verwendete Glassteine, die erst am Spielende ausgewertet wird.

Meinung

Die Buntglasfenster von Sintra präsentieren sich mit einem Cover, das auch ein Azul-Farbfehldruck sein könnte. Das Innenleben erinnert dagegen eher an Sagrada, mit seinen vielen bunten Glasperlen Elementen. Damit endet der Vergleich aber auch schon, denn es fehlen sowohl die Würfel (Sagrada), als auch die Leichtigkeit des Fliesenleger-Daseins, mit der uns Azul beeindruckt hat. Selbst optisch und haptisch liegt Sintra eine Klasse unter seinem Vorgänger. Die "Glassteine" sehen aus wie britische Lutschbonbons -und fühlen sich auch so an. Man ist versucht, sie in den Mund zu stecken, statt sich an ihrem Äußeren zu erfreuen. Dafür lassen sich sie aber ausgezeichnet greifen.

Wo man sie dann aber platziert, ist nicht so schnell entschieden wie bei Azul. Wer möglichst selten aussetzen will, versucht meist, genau die Steine zu sammeln, die an der aktuellen Position des Glasers benötigt werden. Doch was ist, wenn es für eine andere Reihe weiter rechts einen oder gar zwei Steine mehr im aktuellen Angebot gibt? Dann muss abgewägt werden, ob sich die Bewegung lohnt, wie groß das Interesse der Mitspieler an besagten Steinen ist, wie viele Steine dieser Farbe überhaupt verfügbar sind und wie groß der Sprung wäre, den der Glaser machen müsste.

Interessanterweise belohnen die Bonuspunkte bei den Wertungen aber gerade eben das Gegenteil, nämlich erst weiter rechts zu punkten, und danach weiter links. Die beste Punkteausbeute ergibt sich somit theoretisch, indem zunächst möglichst schnell ein paar Reihen in der rechten Hälfte gefüllt und danach in der linken Hälfte weitergemacht wird. In der Praxis halten einen beschriebene situationsbedingte Umstände zwar immer wieder vom mutmaßlichen Wunschzug ab, für gewiefte Taktiker gibt es hier jedoch reichlich Tüftelpotential.

Fazit

Anstelle von Fliesen sind nun zwar Gläser an der Reihe, die Punkteberechnung ist jedoch deutlich undurchsichtiger und erfordert mehr Planung. War Azul noch ein tolles Familienspiel, wendet sich Die Buntglasfenster von Sintra somit eindeutig an erfahrene Spieler, die komplexere Vorgänge bevorzugen.


2019-02-26, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
11.01.2019
nicht schlecht, doch ohne die Eleganz des Vorgängers

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