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Datenblatt image
ID 12649

ALBION


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Amigo [->]
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
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2-4

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60-90

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 54.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Als Gesandte des römischen Kaisers siedeln zwei bis vier Spieler in Albion, wie Britannien vor der Ankunft der Römer genannt wurde. Wer als Erster drei Siedlungen der höchsten Ausbaustufe errichtet hat, gewinnt das Spiel.

Regeln

Zu Beginn wird der Spielplan ausgelegt, und eine bestimmte Anzahl Pikten-Krieger verdeckt auf die vorgesehenen Bereiche verteilt, wobei die Pikten friedlich oder feindlich gesinnt sein können. Außerdem erhält jeder Spieler das Spielmaterial in seiner Farbe, das aus folgenden Komponenten besteht: vier Siedler, drei Legionäre, einen Bewegungsmarker sowie vier verschiedene Gebäudetypen á drei Stufen. Lediglich für den Gebäudetyp „Siedlung“, der für den Gewinn des Spiels entscheidend ist, gibt es vier Stufen.

Ziel des Spiels ist die Erbauung von drei Siedlungen der vierten Ausbaustufe. Um dies realisieren zu können, müssen zunächst ideale Voraussetzungen geschaffen werden, für die jedoch weitere Gebäudetypen notwendig sind.

Grundsätzlich stehen dem aktiven Spieler zwei Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung: A: „Bewegen und Bauen“ oder B: „Rohstoffe nehmen“. Der Spielplan besteht aus sieben dunkelgrünen Flächen, auf die man Siedlungen, Kastelle oder Befestigungen bauen kann. Weiterhin gibt es vier verschiedene Rohstofffelder, auf denen passende Rohstoffbetriebe errichtet werden können.

Wählt ein Spieler nun die Aktion „Bewegen und Bauen“, so darf er mit seinen Spielfiguren (Siedler und ggf. Legionäre) auf ein Feld seiner Wahl ziehen und dort ein Gebäude bauen. Für die Bewegung hat er genau so viele Bewegungspunkte zur Verfügung, wie er Bewegungsmarker vor sich liegen hat. Jedes errichtete Gebäude bringt unterschiedliche Vorteile mit sich, z.B. weitere Bewegungsmarker, weitere Siedler oder Legionäre, Erhöhung der Verteidigungswerte oder ein kostenloses Aufwerten eines bereits bestehenden Gebäudes. Bei einem Gebäudebau in einem dunkelgrünen Feld wird allerdings ein verdeckt liegender Pikte aufgedeckt, der zusammen mit seinen Kumpels einen Angriff startet. Jeder Spieler, der ein Gebäude in diesem Feld errichtet hat, muss sich nun gegen die Gefahr behaupten. Zum Schutz dienen die Befestigungen sowie dort vorhandene Legionäre. Wird dem Angriff standgehalten, darf der aktive Spieler ein Gebäude bauen. Ist die Verteidigungsstärke aber schwächer als die Angriffstärke der Pikten, muss ein Gebäude abgerissen werden, bzw. der aktive Spieler darf nicht bauen. Auch dann nicht, wenn die erforderlichen Rohstoffe bereits abgegeben wurden. Der Bau eines Gebäudes der Stufe 1 kostet einen beliebigen Rohstoff, ein Gebäude der Stufe 2 kostet zwei unterschiedliche Rohstoffe, beim Gebäudetyp 3 muss man drei unterschiedliche Rohstoffe abgeben, und bei einer Siedlung der vierten Stufe werden vier unterschiedliche Rohstoffe fällig. Hat ein Mitspieler in diesem Feld bereits ein höherwertiges Gebäude stehen, darf er sich als Tribut einen Rohstoff vom abgebenden Bauherrn aussuchen. Demzufolge sollten also die eigenen Rohstoffbetriebe in den dazugehörigen Rohstofffeldern platziert worden sein, um somit eine möglichst hohe Ausbeute bei der Aktion „Rohstoffe nehmen“ erzielen zu können. Bei dieser Aktion erhält ein Spieler ausschließlich Rohstoffe von seinen bereits bestehenden Rohstoffbetrieben. Das Bewegen von Figuren oder ein Gebäudebau ist allerdings hier nicht möglich.
 
Als Spieler baut man also sukzessive sein „Imperium“ aus, um irgendwann alle drei Siedlungen der höchsten Stufe gebaut zu haben und damit das Spiel zu gewinnen.

Meinung

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Albion ist ein übersichtlich gestaltetes Spiel, bei dem auch die Regeln sehr gut erläutert sind. Das Spielmaterial besteht aus extrem stabiler Pappe, deren Motive auch grafisch ausgesprochen ansehnlich sind. Ein besonderes Lob gebührt dabei den Rohstoffen, die nicht etwa wie bei anderen Spielen die üblichen Holzsteinchen sind. Vielmehr haben sich die Designer an den realistischen Motiven orientiert, sodass die Rohstoffe wirklich wie Fisch, Holz, Stein und Gold aussehen.

Hinsichtlich der Zielgruppe richtet sich Albion an Taktikspieler, die Spaß an einer wohlüberlegten Aufbaustrategie haben. Aber damit kommen wir auch zu den Kritikpunkten, die nicht verschwiegen werden sollten. Zum einen ist der statische Spielplan zu bemängeln, der eigentlich relativ wenig Abwechslung bietet. Lediglich die aufzudeckenden Pikten sind anfangs ein unbekannter Faktor, aber selbst dieser relativiert sich sehr schnell, da jeder erfahrene Stratege sofort seine Verteidigungsstärke durch den Bau einer weiteren Befestigung erhöht. Da auch der „worst case“ halbwegs erahnt und berechnet werden kann, ist ein schnelles Anpassen an die Gegebenheiten (z. B. durch Updaten der Befestigungen) möglich.

Genau das führt uns nun zum Hauptkritikpunkt an Albion, nämlich den immensen Vorteil des Startspielers. Sofern sich dieser nämlich keinen Bock leistet und die Aktionen der Mitspieler immer im Auge behält, ist er grundsätzlich einen Zug im Vorteil. Daran ändert auch die Tributabgabe nichts, denn ohne Errichtung aller Rohstoffbetriebe wird man Albion wahrscheinlich nicht gewinnen können. Bereits nach dem zweiten oder dritten Spiel dürften erfahrene Taktikfüchse die optimale Strategie herausgefunden haben, so dass an dieser in der Regel auch bei weiteren Spielen festgehalten wird. Demzufolge wiederholt sich der Spielablauf fast immer, sodass sich auf Dauer keine allzu große Herausforderung in Folgerunden einstellen will.

Allerdings ist diese Kritik auch aus Sicht eines „alten Hasen“ geschrieben worden, der jahrelange Erfahrung mit Strategiespielen hat. Für Gelegenheitsspieler, denen ein mittlerer Komplexitätsfaktor völlig ausreicht, ist Albion sicherlich sehr empfehlenswert.

Fazit

Nimmt man die Fußball-Bundesliga als Maßstab, so würde Albion locker in den UI-Cup Rängen landen, aber für die Teilnahme an der Europa-League oder gar der Champions-League reicht es leider nicht ganz aus


2010-03-22, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6heavywolf
11.03.2010
Gutes Strategiespiel, das allerdings nicht ganz an die Klasse von Agricola, Caylus etc. heranreicht
4UliWolter
11.05.2014

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