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ID 14241

AKTIENRAUSCH


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Jahrgang: 2011

Verlag: Isensee Verlag [->]
Autor: Florian Isensee
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f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Wer bereits viel Geld besitzt, dem fällt die Kapitalmehrung leicht. Deshalb starten die Spieler auch bereits mit 6 Millionen "Isendollar" Bargeld, das sie größtenteils risikoarm in sechs börsennotierte Unternehmen investieren und über satte Dividendenzahlungen schnell vervielfachen. Schließlich muss ja auch das Schweizer Bankkonto damit gefüttert werden…

Regeln

Es werden abwechselnd sogenannte „Aktienrunden“ und „Dividendenrunden“ gespielt. In den Aktienrunden kommt jeder drei Mal an die Reihe und kann entweder eine Aktie zum jeweiligen Kurs erwerben oder beliebig viele Aktien einer Sorte abstoßen, wodurch der Kurs automatisch sinkt. Sobald alle Anteilsscheine eines Unternehmens verteilt sind, steigt ihr Kurswert dagegen ebenfalls automatisch. Zur Auswahl stehen übrigens die großen Konzerne Kalo Cola, DMW (Deutsche Motorenwerke), Äppel, Bank Rott, Eoff AG und Kickers Essen.

In einer Dividendenrunde legen die Spieler abwechselnd Dividendenkarten auf die Ablagefelder der Unternehmen, wobei eine aufsteigende Reihenfolge der Kartenwerte eingehalten werden muss. Die Präsidenten der Gesellschaften (=Mehrheitseigner) verteilen diese Karten dann unter den Aktionären und streichen selbst noch eine Extraprämie ein. Da diese Karten gleichzeitig als Banknoten fungieren, kommt dem Verteilmechanismus eine wichtige Bedeutung zu. Insbesondere, da auch das Handlimit von 8 Millionen eingehalten werden muss. Auf das Konto darf zwar jederzeit eingezahlt werden, jedoch beträgt der Transaktionssteuersatz satte 50%. (Gleiches gilt für das Abheben von beliebigen Summen.) Es gewinnt, wer als Erster 25 Millionen Isendollar auf seinem Schweizer Konto angesammelt hat.

Meinung

Wer die Eisenbahnspiele der 18XX-Reihe kennt, dem fällt der Einstieg in Aktienrausch leicht. Denn während sich bei 18XX Aktien- und Betriebsrunden abwechseln, sind es hier Dividendenrunden, die an die Stelle der operativen Tätigkeiten Schienenbau und Routenplanung treten. Der Zweck ist identisch: Geld verteilen. Viel Geld. Das dann sogleich wieder reinvestiert werden kann, um noch schneller noch reicher zu werden. Doch damit nicht genug, denn auch das Handeln mit den Anteilsscheinen weist erstaunliche Ähnlichkeiten auf. So gibt es doppelte Shares (Präsidentenaktien) für die Mehrheitseigner, und auch die Einschränkungen bei Erwerb und Abstoßen von Aktien sind gleich. Allerdings fehlen die vielen regeltechnischen Spitzfindigkeiten, die im Eisenbahngeschäft zu interessanten Situationen führen können. In finanzielle Schwierigkeiten können die Unternehmen hier nämlich nicht geraten.

Das Verteilen der Karten in den Dividendenrunden gestattet weniger Einfluss als erwartet, da die reihenfolgenbedingten Einschränkungen etwas behindern und die Mitspieler auch ständig dazwischenfunken. Und dabei muss auch noch jedes Mal abgewogen werden, ob hohe Karten frühzeitig zum Verkürzen der Stapel verwendet, oder doch besser noch längere ausgehoben werden (um sie später noch spielen zu können). An dieser Stelle zeigt sich, dass die wichtigste Stellschraube das Präsidentenamt ist, denn der Mehrheitseigner profitiert bei jeder Ausschüttung am meisten.

Dass Aktienrausch eigentlich viel mehr ist als ein kleines Kartenspiel, sollte bereits beim Auspacken auffallen. Denn es gibt einen (äußerst dünnen) Spielplan, der mehrfach geknickt nur mühsam Platz in der Pappschachtel findet. Und der entsprechend Falten wirft, wenn er ausgebreitet wird. Am eigentlichen Kartenmaterial ist jedoch nichts auszusetzen.

Fazit

Der Fiskus schlägt zu. Von wegen steuerfrei! 50% beträgt der saftige Abschlag bei Aktienrausch, dem kleinen Aktien-Kartenspiel mit hinein gequetschtem Poster-Spielplan. Hier wird nicht spekuliert, sondern einfach nur investiert und abkassiert. Das ist ein wenig wie 18XX ohne Eisenbahn –etwas trocken, aber mit allen Reizen der Kurzmanipulationen.


2012-05-07, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
01.05.2012
Abstriche beim Material müssen jedoch gemacht werden

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