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Datenblatt image
ID 18498

HELDEN VON TERRINOTH


cover
andere Namen: Heroes of Terrinoth
Jahrgang: 2019

Verlag: Fantasy Flight Games [->]
Autor: Brady Sadler, Adam Sadler
Grafik: Sebastián Koziner

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1-4

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30-60

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 7.2 von 10
punkte

Score gesamt: 58.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Angesiedelt in der Welt von Descent, Runewars und Runebound erleben 1-4 wagemutige Helden acht Abenteuer im legendären Land Terrinoth.

Regeln

Zunächst einigen sich die Spieler auf ein Szenario und bauen dieses anhand der Beschreibung vom entsprechenden Questbogen auf. Der Aufbau beinhaltet die Bildung verschiedener Kartendecks (Gegner, Orte, Erkundungen) sowie die Wahl der eigenen Helden. Jeder Held startet mit seinem Basiskartendeck, bestehend aus vier Aktionskarten. Im Verlauf einer Partie können diese Karten verbessert bzw. aufgelevelt werden.

Helden von Terrinoth verläuft über mehre Runden, die immer in vier Phasen unterteilt sind. In der Heldenphase führen die Spieler reihum eine Aktion aus. Als Optionen kann der aktive Held ein oder ggf. mehrere Monster bekämpfen, Erkundungen durchführen, einen Mitspieler unterstützen oder sich erholen und damit erschöpfte Karten wieder spielbereit machen. Für alle Optionen wird mit weißen Würfeln gewürfelt. Zusätzlich muss der Spieler aber auch einen schwarzen Würfel pro Gegner im Kampf werfen. Die Würfel zeigen verschiedene Symbole (Erfolg, Konter, Verteidigung usw.), die sogleich abgehandelt werden. Durch die Abgabe von Erfolgsmarkern werden Erfolge hinzugefügt. Durch Erfolge bei der Erkundung werden Fortschrittsmarker auf den aktiven Ort platziert. Besiegte Monster werden abgelegt.

Nach der Heldenphase kommt die Gegnerphase in der die Helden auf die Fresse kriegen geschädigt werden. In der anschließenden Gefahrenphase wird der Gefahrenmarker weitergeschoben und eventuelle Vorkommnisse abgehandelt. Den Abschluss einer Runde bildet die Reisephase. Liegen genügend Fortschrittsmarker auf dem aktuellen Ort, wird dieser abgelegt und der nächste Ort wird aufgedeckt. Mit jeder Ortsaufdeckung erscheinen neue Monster.

Das Ziel eines Abenteuers ist auf dem Questbogen angegeben. In der Regel müssen alle Orte erkundet sein und ggf. bestimmte Endbosse (= Erzfeinde) besiegt werden. Wenn die Gruppe ihr Ziel erfüllt, hat sie das Abenteuer gemeinsam als Team gewonnen. Werden die Spieler von den Monstern besiegt, verlieren sie das Szenarium.

Meinung

Obwohl Helden von Terrinoth vieles richtig macht, hat diese Veröffentlichung ein gravierendes Problem: Es steht im Schatten der Vorbilder. Zum einen spielt Helden von Terrinoth im Descent Universum und wird von vielen Spielern als „Descent Light Kartenspiel“ wahrgenommen. Ob das nun berechtigt ist oder nicht, spielt letztendlich keine Rolle. Die Illustrationen, die Charaktere, viele Erzfreinde wie Splig … alles erinnert an Descent. Aber die abgeschwächte Kartenmechanik kommt an das epische Flair der Brettspielvorlage nicht heran. Gleiches gilt für das andere Kernelement der Fortschrittsmarker auf den Orten, das von Arkham Horror (dritte Edition, Kartenspiel) oder vom Herr der Ringe Kartenspiel bekannt ist. Fantasy Flight Games reitet dieses Spielprinzip irgendwie zu Tode, denn es kommt gefühlt in jeder zweiten Verlagsveröffentlichung vor. Aber eine Kopie ist selten so gut wie eine Vorlage, und so ist Arkham bzw. HdR LCG deutlich origineller und vor allem atmosphärischer als Helden von Terrinoth. Die Symbiose der genannten Vorlagen ist zwar gut gemeint und sogar recht gut umgesetzt, aber sowohl Descent als auch Arkham und HdR werfen zu große Schatten. Und aus diesem Schatten kann Helden von Terrinoth nicht heraustreten.

Keine Frage, diese Vergleiche sind teilweise verdammt unfair, weil Terrinoth „nur“ ein kurzweiliges Kartenspiel ist, das in einer Stunde locker runtergespielt werden kann. Trotzdem haben bekennende Descent / Arkham Fans unbewusst größere Ansprüche. Aber um jetzt nicht falsch verstanden zu werden - Helden von Terrinoth ist definitiv kein schlechtes Spiel. Im Gegenteil. Eigentlich macht die Absolvierung eines Abenteuers durchaus Spaß, aber es fehlt die ganz große Begeisterung, die sich bei den „großen“ FFG Veröffentlichungen regelmäßig einstellt.

Fazit

Wer kurze Dungeon Crawler ohne Dungeon im Kartenformat sucht, sollte Helden von Terrinoth ruhig eine Chance geben und sich ein eigenes Bild machen. Den Interessenten muss aber klar sein, dass Descent & Co. weitaus mehr zu bieten haben.


2020-05-04, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6.5heavywolf
09.04.2020
8Waldelfchen
20.05.2020

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