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Datenblatt image
ID 17876

SKYJO


cover
Jahrgang: 2015

Verlag: Magilano [->]
Autor: Alexander Bernhardt
Grafik: Alexander Bernhardt

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2-8

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15-45

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Bei Skyjo erhält jeder Spieler ein Dutzend Zahlenkarten , die er im Laufe der Partie optimieren möchte -denn die abgebildeten Werte sind Minuspunkte. Dummerweise sind zu Beginn die Informationen über die verteilten Karten sehr begrenzt...

Regeln

Die 150 Karten zeigen Werte von -2 bis +12, die jeweils 10x vorkommen. Jeder Spieler erhält eine verdeckte Auslage von 4x3 Stück, von denen zwei beliebige gleich aufgedeckt werden dürfen. 
 
Reihum entscheidet man sich, ob man die oberste Karte des Ablagestapels gegen eine eigene Karte tauscht, oder lieber eine vom Nachziehstapel nimmt. Diese kann man entweder ebenfalls tauschen, darf sie aber auch ablehnen und gleich wieder abwerfen. In diesem Fall muss dann eine eigene Karte aufgedeckt werden. Jedes Mal, wenn eine Spalte identische Werte zeigt (also z.B. drei 8en), wird sie komplett entfernt. 
 
Sobald ein Spieler seine letzte Karte aufdeckt, sind alle anderen nur noch ein mal an der Reihe. Jeder erhält so viele Punkte angeschrieben, wie es der Summe aller seiner Karten entspricht. Wer beendet hat, bekommt diese Punkte allerdings verdoppelt, wenn er nicht die wenigsten erzielt hat. Es werden so viele Durchgänge gespielt, bis jemand 100 Punkte erreicht. (Gewonnen hat natürlich derjenige mit den wenigsten.)

Meinung

Optisch ist Skyjo zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Die Kartenrückseiten sind knallbunt (Marke Augenkrebs), aber wenigstens mit einem hübschen Muster hinterlegt. Die Vorderseiten sind da schon besser gelungen: klare Ziffern, farblich mittels Ampelprinzip gut unterstützt und mit hellen Schattierungen hervorgehoben. Nach ein paar Partien gewöhnt man sich an die Farbenpracht.
 
Spieltechnisch überrascht Skyjo dagegen im positiven Sinne. Die knappen Regeln zwingen immer wieder zu kleinen Entscheidungen, die den Verlauf einer Partie in Summe erheblich beeinflussen. Dies beginnt im Prinzip schon mit der Wahl der beiden zu Beginn aufzudeckenden Karten, die entweder in derselben Spalte sein können, oder eben auch nicht. Es ist nämlich nicht damit getan, kleine grüne Karten zu sammeln (oder noch besser blaue Werte von -2 bis 0) und rote abzuwerfen. Wer erfolgreich sein will, sollte auch versuchen, vollständige Dreierreihen zu erzielen, um diese komplett loswerden zu können. Dafür müssen jedoch Informationen über das eigene Blatt gesammelt werden, und zwar je früher, desto besser.
 
Es kann daher auch Sinn machen, gelbe oder rote Werte zusammeln, wenn man die Hoffnung hegt, diese Reihen komplettieren zu können. Wer allerdings bei seinem linken Nachbarn bereits zwei 12er liegen sieht, wird kaum freiwillig eine solche 12 abwerfen, sondern lieber den Mitspieler auf Gedeih und Verderb seinem Nachziehglück überlassen. Es sei denn, zwingende Gründe sprechen dafür, diese Nebenwirkung hinzunehmen -zum Beispiel indem man selbst drei Karten entsorgen kann. Manchmal ergeben sich sogar Kettenreaktionen, wenn mehrere Spieler dieselbe Zahl sammeln.
 
Die wahrscheinlich wichtigste Überlegung besteht jedoch im Abwägen des letzten Zuges, sprich: Schluss machen (und die letzte Karte aufdecken) oder nicht. Mit einer einstelligen Punktezahl hat man nicht nur gute Chancen, wirklich der Beste zu sein, sondern auch ein nur geringes Risiko, falls wirklich jemand noch weniger haben sollte. Da die letzte Karte aber nicht bekannt ist, muss hier immer etwas gepokert werden -mal mehr, mal weniger. Hardcore-Turnierspieler gucken bei Skyjo übrigens in die Röhre, denn durch die hohe Kartenzahl wird das Mitzählen schwierig, wenn nicht gar komplett sinnlos.

Fazit

Skyjo ist zwar so bunt wie Uno, erfordert jedoch mehr Entscheidungen und ist spannend bis zum Schluss. Zum jetzigen Zeitpunkt kann das Kartenspiel leider nur über Amazon bestellt werden. Als optimale Spielerzahl dürfte 4-5 anzusetzen sein, um die individuelle Wartezeit zwischen den einzelnen Zügen zu begrenzen.


2017-04-19, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
31.03.2017
locker, leicht und trotzdem unterhaltsam

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