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Datenblatt image
ID 17881

TIEFE TASCHEN


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: Fobs Games [->]
Autor: Fabian Zimmermann
Grafik: Christian Opperer, Gregor Zolynski

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4-8

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20-50

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
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Rezension

Ziel

In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle von korrupten Politikern, die sich gerne mal Geld von er Staatskasse in die eigene Tasche abzweigen. Verantwortlich für die Verteilung der Gelder ist der Präsident, doch dieser wird unter Umständen schnell von unzufriedenen Kollegen abgewählt. Man kann es halt nicht jedem recht machen …

Regeln

Jeder Spieler erhält fünf Aktionskarten, zwei Bestechungsmarker und einen Schnüffler seiner Farbe. Das Startkapital jeden Spielers in Höhe von neun Millionen wird als verdeckter Stapel abgelegt. Die restlichen Geldkarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Der aktuelle Präsident deckt spielerzahlabhängig Geldkarten vom Nachziehstapel auf und verteilt diese Scheine nach Belieben unter allen Spielern (sich selbst eingeschlossen).

Nun wählt jeder Spieler eine seiner Aktionskarten aus und legt sie verdeckt vor sich ab. In dieser Phase sind auch Bestechungen erlaubt. Anschließend werden die Aktionskarten reihum aufgedeckt und sofort ausgeführt. Mittels der Aktionen können die Spieler der Geldverteilung der ersten Phase zustimmen oder sie ablehnen. Weiterhin können sie in die Staatskasse greifen (Geldkarte vom Nachziehstapel ziehen), einen Konkurrenten erpressen oder eine Erpressung abwehren. Wird die Verteilung des aktuellen Präsidenten von der Mehrheit abgelehnt, muss der Präsident zurücktreten und sein Nachfolger verteilt das Geld neu (Phase 2). Das Spiel endet mit dem Aufdecken der Karte Staatsbankrott. Der Spieler mit dem meisten Geld hat dann gewonnen.

Meinung

Hinsichtlich des Themas und auch des groben Mechanismus erinnert Tiefe Taschen frappierend an den Klassiker Junta. Allerdings ist Tiefe Taschen eher eine Art Junta Light, weil die Struktur, der Ablauf und die Optionen wesentlich einfacher und limitierter sind. Diese Verschlankung tut dem Spiel gut, denn dadurch verläuft Tiefe Taschen flüssiger und ist deutlich kurzweiliger als Junta.

Genau wie bei Junta müssen die Protagonisten bei Tiefe Tasschen aber unbedingt ein Faible für diese Art von Spiel haben. Und das bedeutet eine exzessive Vorliebe für ausgiebige Kommunikation und Konkurrenteneinschätzungen. Da in der dritten Phase (Verhandeln und Aktionen planen) ausgiebige Bestechungen und Verhandlungsgespräche stattfinden, kann sich das Spiel manchmal in die Länge ziehen. Das kommt ganz auf die Teilnehmer an bzw. wie viel Zeit sie sich für diese Phase nehmen.

Der Spaßfaktor hängt wiederum ganz von den Vorlieben der Spieler ab. Wenn eine Spielerrunde Freude am Diskutieren, Verhandeln, Bestechen und Erpressen hat, kommen diese Spieler mit Tiefe Taschen sicherlich auf ihre Kosten (genau wie bei Junta). Sind die Spieler jedoch eher introvertiert und bevorzugen ein stilles vor sich Hinoptimieren, sind sie bei Tiefe Taschen definitiv fehl am Platz.

Fazit

Die Leser dieser Rezension können sich in der Regel am besten selbst einschätzen, und wer ein Freund des geschilderten Spielprinzips ist, dürfte an Tiefe Taschen durchaus seinen Spaß haben. Gleiches gilt für Spieler, die Junta grundsätzlich gerne mögen, aber denen der Klassiker ein bisschen zu langatmig und zu aufgebläht ist. Auch diese Personen sollten mit Tiefe Taschen (aka Junta Light) glücklich werden.


2017-07-13, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
08.06.2017

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