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Datenblatt image
ID 15711

SWORDFISH


cover
Jahrgang: 2012

Verlag: Ghenos Games [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Pierluigi Frumusa, Davide Rizzi
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2-6

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75

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Als Hochseefischer verdingen sich die Spieler in der Flämischen Kappe. Diese Meeresregion ist für seine üppigen Fischgründe berühmt, aber das Wetter ist unberechenbar und kann sogar Schiffe zum kentern bringen. Wer rüstet sein Schiff mit der besten Mannschaft aus und wird neuer Schwertfischkönig?

Regeln

Nachdem der Spielplan ausgelegt wurde, erhalten die Spieler eine Vorratskarte, eine Spielertafel, vier Kapitäne & Mannschaftsfiguren sowie vier Sprit- und Köderplättchen. Da die Siegpunkte gleichzeitig auch die Währung darstellen, beginnen alle Spieler mit 20 Siegpunkten. Nun werden noch zufällig Wetterkarten gezogen und verdeckt neben den Planplan gelegt. In jeder Runde wird ein Plättchen aufgedeckt und die Wettertabelle angepasst. Swordfish verläuft über 15 Spielrunden, die in sechs Phasen unterteilt sind.

Kauf (Kapitäne & Mannschaften anheuern, Schiffe pachten, Sprit und Köder kaufen)
Bewegung (Schiffe bewegen)
Wetter (Wetterbedingungen prüfen und anpassen)
Fischfang ((Fische und/oder Köder fangen)
Verkauf (Fische im Hafen verkaufen und Schiffe zurückgeben)
Rundenende (neue Spielerreihenfolge bestimmen)

In der Kaufphase kann jeder Spieler einen Hafen auswählen, dort Kapitäne anheuern und ein Schiff pachten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Köder und Sprit für die Schiffe zu erwerben. Schiffe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Je teuerer ein Schiff ist, desto mehr Vorteile bietet es (Geschwindigkeit, Ladekapazität, Wetterresistenz). Jeder Anker, jede Boje und jeder Hafen zählt als ein Feld für die Bewegung. Einige Bojen können nur bei vermehrter Spielerzahl genutzt werden und sind entsprechend markiert. In der Wetterphase wird die Resistenz der gepachteten Schiffe mit der Wettertabelle verglichen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Abdriften mit der Folge, dass in der nächsten Phase nicht gefischt werden darf. Für den Fischfang ist die Farbe der Boje ausschlaggebend. Bis zu drei Plättchen können aus dem entsprechenden farbigen Beutel gezogen werden. Da die Ladekapazität der Schiffe limitiert ist, können kleinere Fische auch wieder in den Beutel zurückgelegt werden. Sofern ein beladenes Schiff in der Bewegungsphase in einen Hafen zurückgekehrt ist, kann die Ladung in der Verkaufsphase veräußert werden. Die Höhe des Erlöses ist von Hafen zu Hafen unterschiedlich und kann der Preistabelle entnommen werden. Am Ende einer Spielrunde wird der nächste Durchgang vorbereitet. Der Spieler mit den wenigsten Siegpunkten ist dann neuer Startspieler. Swordfish endet nach der 15. Runde. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Swordfish „leidet“ unter einem Phänomen, das manchmal auch bei Filmen oder Musik-CDs zutage tritt. Und zwar hat man als Spieler konstant das Gefühl, dass der Autor bzw. der Verlag alles richtig gemacht hat, aber trotzdem will der letzte Funke nicht so recht überspringen. So ging es zumindest den Testspielern, die allerdings nicht konkret sagen konnten, woran dieser Eindruck liegt. Um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: Alle fanden das Spiel gut, die Mechanismen funktionieren und das Thema wurde hervorragend umgesetzt. Dennoch waren die Tester geschlossen der Meinung, dass der allerletzte Kick fehlt, welcher ein Spiel zu etwas ganz Besonderen macht und in die oberste Liga katapultiert. Swordfish hat diesen Sprung nicht geschafft, aber nichtsdestotrotz langt es sicherlich für das gehobene Mittelfeld.

Zweifellos sind die südlichen Häfen (Portsmouth und Glouchester) am erfolgversprechendsten. Dort kosten die Kapitäne wenig, trotzdem bringen die Häfen beim Fischverkauf die meisten Siegpunkte. Logischerweise stürzen sich also alle Spieler auf diese Örtlichkeiten. Zumindest am Anfang sollte kein Sprit für zusätzliche Bewegungen ausgegeben werden. Die Minimalgeschwindigkeit reicht aus, um in die nahegelegenen Fischgründe zu ziehen. Der Fischfang ist natürlich relativ glücksabhängig, was den Spielspaß aber nicht schmälert. Diesbezüglich erinnert der Mechanismus ein bisschen an Jenseits von Theben, wo ebenfalls Plättchen aus einem farblich passenden Beutel gezogen werden. Bei der Auswahl des zu pachtenden Schiffs sollte übrigens nicht gegeizt werden. Allein die erhöhte Wetterresistenz rechtfertigt größere Ausgaben, aber auch die Ladekapazität ist extrem wichtig. Sofern ein Spieler Glück beim ersten Fischfang hatte und entsprechend viele Siegpunkte beim Verkauf erhalten hat, sollte er in den nächsten Runden ruhig mehrere Schiffe pachten, um einen Multiplikatoreffekt zu erzielen. Gelingt dies, ergibt sich jedoch folgende Gefahr: Ist ein Spieler erstmal deutlich in Führung, so wird er das Spiel höchstwahrscheinlich gewinnen, es sei denn, er hat später extrem viel Pech beim Fischfang.

Optisch ist Swordfish gelungen. Der Spielplan setzt das Thema gut um, und auch die Spielanleitung ist verständlich und sehr gut strukturiert. Die empfohlene Altersangabe von 14 Jahren ist jedoch ein bisschen zu hoch gesetzt. Wäre Swordfish originär bei einem deutschen Verlag erschienen, wäre die Altersempfehlung wahrscheinlich ab 12 Jahren angesetzt worden. Swordfish richtet sich primär an Vielspieler, aber auch ambitionierte Gelegenheitsspieler sollten mit dem Spiel gut zurechtkommen.

Fazit

Trotz der genannten Kritikpunkte ist Swordfish sicherlich ein gutes Spiel, das zumindest zum Antesten weiterempfohlen werden kann. Allerdings ist das Spiel kein „Überflieger“, und wer hochkomplexe Strategiespiele sucht, wird mit anderen Spielen besser bedient.


2013-08-08, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
31.07.2013

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