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Datenblatt image
ID 11590

RACE FOR THE GALAXY


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Jahrgang: 2007

Verlag: Rio Grande Games [->]
Autor: Thomas Lehmann
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2-4

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45

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Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: gering
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 8.6 von 10
punkte

Score gesamt: 155.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die Spieler bauen Zivilisationen auf, indem sie fremde Welten besiedeln und technische sowie gesellschaftliche Fortschritte machen.

Regeln

Jede Runde gliedert sich in fünf Schritte:

  1. Karten ziehen (Erkundung)
  2. Entwicklungskarten ausspielen (Entwicklung)
  3. Planetenkarten ausspielen (Planeten besiedeln/erobern)
  4. Waren verkaufen (Verbrauchen)
  5. Waren produzieren (Produzieren)

Es werden jedoch nur die Schritte durchlaufen, die von den Spielern zuvor geheim aus ihren jeweils neun Aktionskarten ausgewählt wurden. Die gewählte Karte eines jeden Spielers aktiviert nicht nur diese Phase, sondern gibt ihm auch einen speziellen Bonus in dieser –beispielsweise reduzierte Kosten beim Ausspielen einer Planetenkarte.

Karten erfüllen in Race for the Galaxy eine Mehrfachfunktion. Einerseits handelt es sich um nützliche Planeten oder Errungenschaften, die erworben werden wollen, und andererseits sind sie auch gleichzeitig die Währung. Verdeckt auf einen Planeten gelegt stellen sie ein Produktionsgut dar.

In der Erkundungsphase dürfen mehrere Karten nachgezogen und ein Teil davon behalten werden. Das Ausspielen von Entwicklungs- oder Planetenkarten muss in den meisten Fällen mit solchen Karten bezahlt werden. Durch den Produktionsschritt darf ein eigener Planet eine Ware produzieren –solange dort nicht bereits eine auf Halde liegt. Sogenannte „Windfall“-Welten starten bereits mit einer fertigen Ware wenn sie besiedelt werden, können aber später nicht mehr produzieren. 

Beim Verkauf der Waren muss grundsätzlich unterschieden werden, ob diese gegen weitere Handkarten (gegen einen warenartabhängigen Festpreis) oder Siegpunkte eingetauscht werden sollen. Insbesondere in ersterem Fall kann es leicht zum Überschreiten des Handkartenlimit kommen.

In allen Phasen können besondere Eigenschaften der ausliegenden Planeten und Errungenschaften die Standardregeln (meist zu Gunsten) des jeweiligen Spielers verändern. Das Spiel endet, sobald entweder ein Spieler 12 Karten ausliegen hat oder insgesamt 12*Spielerzahl Siegpunkte vergeben

Meinung

Race for the Galaxy wird gerne und schnell mit San Juan verglichen, der Puerto Rico Kartenspielvariante. Und das ist im Prinzip auch richtig, denn der Mechanismus ist weitgehend der gleiche. Es gibt jedoch auch Unterschiede, und dies nicht nur beim spacigen Thema oder dem Namen des Verlags. Race for the Galaxy ist nämlich bunter, schneller und komplexer als es San Juan jemals sein könnte. 

„Schneller“ allerdings nur im subjektiven Sinn. So wie „gefühlte Temperaturen“. Denn trotz vergleichbarer Spielzeit scheint Race for the Galaxy tatsächlich enorm schnell vorbei zu sein. Meist gerade in dem Moment, als sich gerade so etwas wie eine Strategie abzeichnen könnte. Dieser Eindruck entsteht, weil das Race eben auch komplexer als San Juan ist und noch mehr erfolgversprechende Strategien erlaubt. 

Wer sich durch die nicht gerade intuitiv nutzbaren Symboldarstellungen der Karten gekämpft hat, erkennt multiple Handlungsmöglichkeiten bei vielen Karten. Da ist eine Mine eben nicht nur dazu da, um einen Rohstoff zu produzieren, sondern kann in einer anderen Phase auch einen ganz anderen Nutzen bringen. Das ist praktisch und macht das Spiel flexibler –aber eben auch unübersichtlicher.

Und noch ein gravierender Unterschied zum genannten Vorgänger: Bei Race for the Galaxy kann jeder Spieler in jeder Runde jede Aktion wählen, da jeder über einen entsprechenden Aktionskartensatz verfügt. Folglich gibt es keine Abhängigkeiten zur Aktionswahl der Mitspieler, bei der die Zugreihenfolge eine großartige Rolle spielen könnte. Auf der anderen Seite lässt sich somit aber auch den Mitspielern weniger ins Handwerk pfuschen.

Besonders erfreulich ist die weitere Vermarktung mittels Erweiterungssets. Bleibt nur zu hoffen, dass diese auf dem gleichen hohen Qualitätsniveau wie das Grundspiel liegen werden.

Fazit

Race for the Galaxy verschleppt den San Juan Kartenmechanismus ins Weltall. Alles wird bunter, komplexer und „spaciger“. Der Spielspaß des Vorgängers bleibt erhalten, sodass dieses Rennen um die Gunst der Spieler zumindest bei Science Fiction Freunden ganz klar für die ganze Galaxis entschieden wird.


2009-06-06, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6niggi
01.06.2009
8cp
02.06.2009
abwechslungsreicher und schneller als San Juan
7Michael
09.06.2009
9Cyberian
09.06.2009
Spitzenspiel!
9.5bkalies
10.09.2009
Ich habe mich erst gegen dieses Spiel gewehrt - wegen der Pictogramme. Als ich es aber dann einmal gespielt hatte, zog es mich in seinen Bann!
9Dreizack
20.01.2010
Klassespiel!
9MichaelKroeger
29.01.2010
Spitzenspiel! Die Piktogramme sind f?r manche Spieler gew?hnungsbed?rftig. Spielinteressenten sollten sich hiervon jedoch nicht abschrecken lassen. Nach 2-3 Spielrunden geht das Spiel locker von der Hand.
10Susanne1
21.01.2011
Eins meiner Lieblingsspiele! Aber erst, wenn man sich ?berwunden hat, sich durch die Anleitung zu k?mpfen. Es lohnt sich, denn nach ein paar Spielrunden sind die Pictogramme sehr selbsterkl?rend. Jede Partie ist anders. Auch zu zweit sehr gut spielbar.
8.5iceteddi
07.04.2011
10hothoterich
28.08.2013

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