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ID 12630

RA - THE DICE GAME


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: abacusspiele [->]
Rio Grande Games [->]
Autor: Reiner Knizia
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2-4

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45

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ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: sehr gering
Interaktion: gering
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 6.2 von 10
punkte

Score gesamt: 62.4% von 100
score
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Rezension

Ziel

1500 Jahre ägyptischer Geschichte werden im Zeitraffer durchspielt Die Spieler würfeln um Ruhm, Bevölkerung und Monumente – und letztlich somit um Siegpunkte.

Regeln

Reihum werden fünf farbige Würfel geworfen und ausgewertet. Sonnensymbole werden sofort auf die Sonnenleiste gelegt, der Rest darf bis zu zwei Mal erneut geworfen werden. Für jeden „Pharao“ wird der eigene Pharao-Marker um ein Feld vorwärts bewegt, jede „Galeere“ sorgt für Bewegung im Nil-Bereich. Für drei Galeeren darf stattdessen auch ein sogenannter „Hochwasser“-Stein hinzugesetzt werden. Dieser wird für die Wertungen benötigt. In den Zivilisationsbereich darf überhaupt erst ein Stein gesetzt werden, wenn drei Mal „Zivilisation“ erwürfelt wurde. Für vier Wurferfolge sind es allerdings gleich zwei und für fünf Treffer sogar drei Steine. Allerdings gibt es auch nur fünf Felder zu besetzen, auf denen nicht einmal alle Spieler Platz finden.

Den meisten Platz beanspruchen die Monumente für sich. Acht Spalten a fünf Zeilen bieten reichlich Bauraum für Pyramiden & Co. Bei einem „Monument“ darf auf ein freies Feld der entsprechenden Farbe ein Marker gesetzt werden, für jeweils zwei weitere Wurfergebnisse ein weiteres. Das sechste Symbol ist der Ankh, der als Joker fungiert.

Während ein oder zwei Sonnensymbole praktisch nicht genutzt werden können und stattdessen zu einem Fortschritt auf der Sonnenleiste führen, sorgen drei Sonnen für drei Siegpunkte. Wer vier oder gar fünf Sonnen fabriziert, darf das ägyptische Volk von einer Katastrophe heimsuchen lassen. Er darf wahlweise Pharao-Steine der Mitspieler zurücksetzen oder Hochwasser-, Monument- oder Zivilisations-Steine entfernen.

Insgesamt werden drei Epochen gespielt. Eine Epoche endet, sobald die Ra-Figur das Ende der Sonnenleiste erreicht. Dann gibt es auch Punkte für die einzelnen Errungenschaften: für größten Fortschritt auf der Pharao-Leiste, für die Landwirtschaft wenn zumindest ein Hochwasserstein vorhanden ist und für die Anzahl Zivilisationsmarker. Zusätzlich werden am Spielende die Monumente gewertet, bei denen sowohl Reihen- als auch Spaltenzahl eine Rolle spielt.

Meinung

Ra war das erste Spiel von Alea, mit dem eine großartige Autorenreihe der Ravensburger Vielspielermarke begonnen wurde. Zehn Jahre später nun der kleine Würfelspiel-Ableger –in einer Zeit, in der Würfelspiele gerade wieder in Mode sind und mit bekannten Namen Kasse gemacht werden soll. Ra, Reiner Knizia, Ägypten –taugt das wirklich etwas? Oder handelt es sich dabei nur um einen müden Abklatsch des Alea-Klassikers?

Rein optisch wirkt das Ra-Würfelspiel zunächst einmal noch abstrakter als der Vorgänger. Bunte Holzwürfelchen werden auf symbolschwangere Felder des Spielplans gesetzt und mit eine handvoll Würfel geworfen. Sonst passiert nicht viel –keine attraktiv gestalteten Plättchen, die gesammelt werden müssen, keine kunstvoll gestalteten Plastikminiaturen, keine Spielkarten. Alles konzentriert sich auf die Würfel, die hier nicht nur Mittel zum Zweck sind, sondern Motor, Karosserie und Lenkrad in einem –oder vielmehr Kamel, Pyramide und Pharao. Dies erleichtert das Spielverständnis enorm, auch für diejenigen Mitspieler, die sich die einzelnen Wertungsmechanismen nicht gleich nach der ersten Erklärung einprägen konnten. Da es ausreichend Übersichtstafeln gibt, sind etwaige Fragen jedoch stets schnell geklärt.

Ab und zu lohnt es sich, auf Katastrophen zu spekulieren und die geliebten Mitspieler ein wenig zu schädigen. Ansonsten muss primär aus dem Geworfenen das Beste gemacht werden. Wer seine Würfel optimal nutzt, kann sich signifikante Vorteile erwirtschaften: Alle fünf Zivilisationsfelder zu besetzen bringt reichlich Punkte –am besten gleich mehrere in einem Zug. Die Galeerenwertung ist in der ersten Epoche noch nicht wichtig, bei fortgeschrittenem Stand und höheren Punktzahlen dagegen schon. Bei den Monumenten ergeben sich immer wieder gute Gelegenheiten, Lücken in Spalten zu füllen um so am Ende noch mal einen ordentlichen Bonus zu bekommen. Bei der Pharaoleiste gilt dagegen das, was auch sonst beachtet werden sollte: Das eigene Verhalten muss dem der Mitspieler angepasst werden. Prügeln sich diese förmlich darum, beim Pharao in Führung zu liegen, ist es besser angebracht, sich auf andere Gebiete zu konzentrieren und Pharao-Würfel konsequent neu zu werfen.

Fazit

Ra – The Dice Game macht überraschend viel Spaß, ist thematisch akzeptabel und hat trotz ähnlich hohem Zufallsanteil wie der Vorgänger Ra einen geringern Ärgerfaktor. Statt Karten aufzudecken und hauptsächlich gegen die Mitspieler zu sammeln, heißt der Feind hier „Würfel“ –und der ist eben irgendwie neutraler. Dafür gibt es einen höheren Entscheidungsgrad bei der Ergebniskorrektur, sodass auch Vielspieler dieses Würfelspiel für sich entdecken können.

Ra – The Dice Game unterscheidet sich nicht nur hinreichend von Ra, sondern ist auch eine der besten Würfelspielumsetzungen der letzten Zeit. Reiner Knizia sei (D)Ankh!


2010-04-26, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
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h?bsche W?rfel
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