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Datenblatt image
ID 18409

NYCTOPHOBIA


cover
Jahrgang: 2018

Verlag: Asmodee [->]
Autor: Catherine Stippell
Grafik: Peter Wocken

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3-5

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30-45

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f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
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Rezension

Ziel

In Nyctophobia versucht eine Gruppe Teenager einem wahnsinnigen Killer zu entkommen. Dabei muss sich das Team jedoch ganz auf den eigenen Tastsinn verlassen, denn die Spieler tragen abgedunkelte Brillen und können während der gesamten Partie nichts sehen.

Regeln

Zunächst einigen sich die Spieler, wer die Rolle des Jägers übernimmt. Dieser kann sich dann zwischen dem Charakter eines irren Axtmörders oder einer bösartigen Magierin entscheiden. Die Gruppenmitglieder setzen ihre Dunkelbrillen auf und der Jäger bereit das Spielfeld gemäß dem ausgewählten Szenario vor. Dazu werden Baumreihen in die Vertiefungen der Spielplanfelder gesetzt und bilden nun den Wald, aus dem die Gruppe entkommen muss.

Ist ein Gruppenmitglied am Zug, kann es die angrenzenden Felder zur eigenen Spielplanposition ertasten und darf sich bis zu zwei Felder bewegen. Weiterhin stehen dem aktiven Gruppenspieler verschiedene Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung (einen Stein werfen, sich verstecken, um Hilfe rufen). Jeder Gruppencharakter verfügt über zwei Lebenspunkte. Der Jäger zieht in seinem Zug zwei Aktionskarten und führt eine davon aus. Zumeist bewegt sich der Killer auf gemachte Geräusche zu, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Sobald der Jäger neben einem Opfer steht fügt er diesem einen Schaden zu. Der Gejagte zieht sich dann zwei Felder zurück und darf sich verstecken.

Das Spiel endet, sobald ein Gruppenmitglied stirbt (Lebenspunkte aufgebraucht). In diesem Fall hat der Jäger sofort gewonnen. Erreicht jedoch ein Gruppenmitglied das rettende Auto und setzt einen Hilferuf ab, gewinnt das Team, sofern die Mitstreiter noch eine finale Runde im Wald überleben.

Meinung

Horrorfilme wie Freitag, der 13. oder Halloween erfreuen sich seit Jahrzehnten ungebrochener Beliebtheit, und dieses Slasher-Prinzip setzt Nyctophobia nun spielerisch um. Das innovative und originelle Kernelement ist natürlich die „Blindheit“ der gejagten Gruppenmitglieder, die sich neben ihrem Tastsinn auch auf die Kommunikation untereinander verlassen müssen.

Die zugrunde liegende Idee ist wirklich klasse, aber um Nyctophobia genießen zu können, sollten unbedingt einige Voraussetzungen erfüllt werden. Der wichtigste Faktor ist die Besetzung des Jägers. Dieser spielt nämlich nicht nur seine Rolle, sondern fungiert gleichzeitig als Spielleiter (gibt Anweisungen/Informationen etc.). Wer als Jäger ausschließlich gewinnen will, ist fehl am Platz. Viel wichtiger ist das ganze Drumherum. Um Stimmung und Atmosphäre aufkommen zu lassen muss der Spielleiter manchmal die Gejagten verhöhnen, gruselige Geräusche machen, einem Opfer irre ins Ohr kichern usw. Nur dann haben auch die Gruppenmitglieder Spaß. Außerdem sollte der Jäger zumindest beim ersten Mal die Rolle des Axtmörders wählen, weil die Magierin teilweise viel zu stark ist.

Jetzt noch ein Wort zum Material: Nyctophobia ist definitiv kein Augenschmaus, aber das würde ja auch vermutlich dem Thema entgegenwirken. Die Komponenten sind zweckdienlich gestaltet, wobei die Brillen ein Problem darstellen. Natürlich sind die „Gläser“ undurchsichtig, aber jeder Brillenträger weiß, dass man eigentlich immer ein bisschen an der Seite herausschauen kann. Eine Art Schlafmaske wäre bei Nyctophobia definitiv sinnvoller gewesen, um wirklich völlige Dunkelheit herbeizuführen.

Fazit

Wer sich atmosphärisch auf das Spiel einlässt, kommt mit Sicherheit auf seine Kosten. Aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Spielspaß mit der Rolle des Spielleiters steht und fällt. Mit einem guten Jäger/Spielleiter kann Nyctophobia als experimentelles Spiel zweifellos weiterempfohlen werden, aber ein schlechter Spielleiter, der als Ehrgeizling nur auf den eigenen Vorteil aus ist, zerstört das Spielgefühl total.


2019-05-13, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
15.04.2019

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