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ID 13141

MONOPOLY REVOLUTION


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Hasbro Parker [->]
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2-6

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 5.3 von 10
punkte

Score gesamt: 54.7% von 100
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Rezension

Ziel

Mit Monopoly Revolution schreitet das bekannte Gesellschaftsspiel durch einen elektronischen Kartenleser ins Zeitalter des bargeldlosen Bezahlens voran. Nach wie vor geht es aber um Straßen, Mieten, Häuser, Hotels und natürlich in erster Linie ums große Geld. Denn wer seine Bankkarte komplett geplündert hat, ist bankrott und somit aus dem Spiel.

Regeln

Monopoly Revolution enthält zur Abwechslung mal einen runden Spielplan, in dessen Zentrum der elektronische Kartenleser zu platzieren ist. Jeder Spieler erhält eine Bankkarte und eine Figur, die auf das Feld los gestellt wird.

Wer an der Reihe ist, würfelt, zieht die entsprechende Anzahl Felder weiter und führt die jeweilige Aktion durch. Wie bei Monopoly üblich gibt es Straßen, Bahnhöfe, Versorgungswerke und natürlich auch die klassischen Felder wie Frei Parken, Gefängnis usw. Neu sind jedoch die so genannten Zonenfelder. Wer auf einem solchen landet, darf entweder für eine bestimmte Spielplanzone –von welchen es vier verschiedene gibt– ein Ereignis auslösen, oder auch zum nächsten freien Grundstück springen und dieses versteigern lassen. Falls auf diese Weise ein Ereignis ausgelöst wird, betrifft dies alle Spieler, die sich in der gewählten Zone befinden. Sind bereits alle Grundstücke verkauft, darf auch ein Deal erzwungen werden. Durch diesen darf der aktive Spieler ein eigenes gegen ein Grundstück eines Mitspielers tauschen. Jedoch nur solche, die zu keiner bereits vollständigen Gruppe gehören. Verfügt ein Spieler bereits über alle Straßen einer Farbe, so darf er in seinem Zug natürlich auch Häuser bzw. Hotels kaufen, um seine Miteinnahmen zu steigern.

Alle Zahlungen bzw. Ereignisse werden über den Bankkartenleser abgewickelt. Dieser gibt nämlich nicht nur Töne und Musik von sich, nein, er verfügt auch über zwei Schlitze für die Bankkarten der Spieler. Stehen nun Zahlungen an, wird die Karte einfach in den entsprechenden Schlitz gesteckt, und der Betrag eingegeben. Dieser wird dann der Bankkarte entweder gutgeschrieben bzw. abgezogen. Bei einem Geldwechsel zwischen zwei Spielern (z. B. Miteinahmen kassieren), werden einfach beide Bankkarten gleichzeitig verwendet, so dass auf einer ab- und auf der anderen zugebucht wird. Eine Korrektur von Falscheingaben, das Löschen von alten Spielständen oder auch das Verändern der Lautstärke ist natürlich möglich. Zudem verfügt der Kartenleser über eine Stoppuhr für die Auktionen und spuckt bei Bedarf bzw. auch irgendwann während der Partie Zufallsereignisse aus.

Kreist über einem Spieler der Pleitegeier, so kann er Hypotheken aufnehmen, oder auch Straßen und Häuser bzw. Hotels verkaufen. Hilft dies alles nichts mehr, und der Betreffende kann eine notwendige Zahlung über seine Bankkarte nicht mehr vornehmen, so ist er ausgeschieden. Nur wer bis zuletzt übrig bleibt -also nicht bankrott geht-, hat die Partie gewonnen. Um die Spieldauer zu verkürzen, kann auch nur solange gespielt werden, bis der erste Kandidat die Segel gestrichen, sprich keine Moneten mehr hat. Es gewinnt dann der bis dato reichste Spieler.

Meinung

Egal ob Kartenlesegerät, Soundeffekte oder auch die Gestaltung des Spielplans bzw. der Figuren, Monopoly Revolution wirkt moderner als alle bisherigen Ausgaben des bekannten Gesellschaftsspiels. Um das Auge zu erfreuen eignen sich andere Monopoly-Varianten sicherlich besser, dafür sind in der Revolution-Ausgabe viele auf Dauer lästige Kleinarbeiten nicht mehr zu erledigen. Aufgrund der Bankkarten läuft der komplette Zahlungsverkehr elektronisch ab, und selbst die Ereignisse spuckt das Lesegerät aus. Und wer die Sound- bzw. Musikeffekte auf Dauer nicht ertragen kann, der stellt einfach die Lautstärke so niedrig, dass das Gerät nur noch Piepstöne von sich gibt.

Hinsichtlich der Spielregeln halten mit der Deal-Option und den Zonenfeldern ebenfalls zwei kleine aber durchaus vernünftige Neuerungen Einzug. Da durch die Zonenfelder immer auf noch freie Grundstücke vorgesprungen werden kann –welche dann versteigert werden-, sind schneller alle Grundstücke an den Mann gebracht. Ist dieser Zustand erreicht, lassen sich zudem durch die Deal-Aktionen auch Grundstücke von den Gegnern ertauschen, die diese nicht abgeben wollen, die einem aber für eine komplette Straße noch dringend gefehlt haben. Somit stellt die Deal-Aktion ein mächtiges und zugleich auch gemeines Werkzeug dar, mit dem die Gegner schön geärgert werden können. Beispielsweise tut ein Tausch von Schloss- gegen Badstraße schon ziemlich weh, und hat ein Spieler erstmal alle Straßen einer Gruppe beisammen, so sind ihm diese auch nicht mehr zu entreißen.

Sind die Teilnehmer mit dem einfach zu bedienenden Bankkartenleser vertraut, stellt dieser ebenfalls eine schöne Neuerung dar. Denn damit sind die verschiedenen Geldgeschäfte zwar nicht unbedingt schneller, auf alle Fälle aber bequemer auszuführen. Abschließende Nullen müssen natürlich nicht eingegeben werden, sondern können durch zwei Buchstaben (M für Million und K für Kilo) ersetzt werden. Einen kleinen Nachteil hat das Gerät jedoch. Da das Display nämlich recht klein ist, muss beim Ablesen von Ereignissen immer gewartet werden, bis der ganze Text auf der Anzeige durchgelaufen ist, damit das Ereignis auch richtig ausgeführt wird. Die guten alten Ereigniskarten sind hier besser, da bei diesen oftmals auf den ersten Blick zu sehen ist, um welches Ereignis es sich handelt. Ansonsten funktioniert das Kartenlesegerät in Verbindung mit den Bankkarten aber tadellos.

Die zufälligen Ereignisse, die zu verschiedenen Zeiten während der Partie vom Bankkartenleser ausgespuckt werden, stören etwas den Spielfluss, sorgen im Gegenzug aber auch für etwas Abwechslung. Denn niemand weiß genau, wann wieder ein positives oder negatives Ereignis zuschlägt und wen es beim nächsten Mal trifft.

Monopoly Revolution eignet sich für Erwachsene wie auch Kinder gleichermaßen, wobei Kids von den Soundeffekten und den elektronischen Bankkarten sicherlich noch etwas mehr angetan sein werden. Das Batterien einlegen –welche nicht im Lieferumfang enthalten sind- und das Erklären des Kartenlesers sollten jedoch die Erwachsenen übernehmen.

Im Endeffekt sind die Neuerungen dieser Monopoly-Ausgabe natürlich alles Gimmicks, auf die auch verzichtet werden kann. Wer also schon die ein oder andere Monopoly-Schachtel daheim stehen hat, die alten Geldscheine liebt, und auf Elektronik, Soundeffekte bzw. Musik getrost verzichten kann, der muss diese moderne, preislich doch etwas höher angesiedelte Ausgabe nicht unbedingt besitzen.

Fazit

Monopoly-Fans, die auf Sounduntermalung und bargeldloses Bezahlen abfahren, sind bei Revolution genau richtig. Keine Geldscheine mehr, kein lästiges Geld wechseln, keine Ereigniskarten mischen, kein Geld zählen, sondern nur Kontostand ablesen und bei Geldtransfers ein bisschen tippen. Um über diese Annehmlichkeiten verfügen zu können, muss der Monopoly-Spieler im Vergleich zu anderen Monopoly-Varianten jedoch bereit sein, für die hier vorliegende Ausgabe etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Aber Modernisierung hat schließlich seinen Preis.


2010-12-16, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
6markus
07.12.2010
Das elektronische Kartenleseger?t ist ganz nett und bequem. Der Preis ist zur Zeit jedoch noch recht happig.
6arkadia
07.12.2010
Das Kartenleseger?t ist eine nette Idee und sicher bequem, aber schneller ist man mit dem Bezahlen auch nicht als mit dem vorher ?blichen Papiergeld.
4cp
22.12.2010
Monopoly mag ich ja -aber die Elektronik st?rt irgendwie.

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