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ID 13037

MEIN NAME IST ELCH


cover
andere Namen: Bunny Bunny Moose Moose
Jahrgang: 2009

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3-6

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20

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ab 9


f5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 55.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

Mein Name ist Hase Elch ist ein Party-Spiel für drei bis sechs Spieler ab neun Jahren, bei dem es darum geht, die ausgelegten Punktekarten so gut zu analysieren, dass man bei der Wertung möglichst viele Punkte mit den richtigen Gesten bekommt. Da als Hase und als Elch gepunktet werden kann, muss besonders taktisch gespielt werden, denn nach einer bestimmten Anzahl von Runden gewinnt nicht der, der die meisten Punkte hat, sondern dessen zweite Figur am weitesten vorne steht.

Regeln

Mein Name ist Hase Elch besteht im Wesentlichen aus Karten. Da wären die 111 Punktekarten in den unterschiedlichsten Sorten. Dann die 15 Karten, die die „Fährte“ bilden. Auf der Fährte wird der Spielstand mittels der 12 Spielfiguren (Hasen und Elche aus Holz in je sechs verschiedenen Farben) festgehalten. Schließlich gibt es noch 6 Spielerkarten, die die Farbe des Spielers markieren und einen beidseitig bedruckten Gedichtbogen, dessen Bedeutung etwas weiter unten erklärt wird.

Die Vorbereitung ist erstaunlich kurz (wenn das „Verstehen“ der Regeln nicht dazu gerechnet wird). Die „Fährte“ auslegen, Spielfarbe aussuchen, Spielfiguren platzieren, Punktekarten mischen, ersten Vorleser bestimmen und los geht’s.

Der Vorleser liest das auf dem Gedichtbogen abgedruckte Gedicht vor und dreht dabei für jede Zeile eine Punktekarte um. Die Punktekarten zeigen Elchschaufeln und Hasenohren in den tollsten Variationen. Da gibt es offene oder geschlossene Schaufeln, die nach oben oder nach unten zeigen. Und es gibt gerade und geknickte Hasenohren, die oben oder seitlich sind. Dazu kommen noch diverse Sonderkarten. Die Spieler versuchen anhand der ausliegenden Punktekarten die günstige Kombination quasi pantomimisch zu zeigen. Rechte und linke Hand dürfen dabei unterschiedliche Varianten darstellen, aber beide müssen zum gleichen Tier gehören! Sowohl das Tier als auch die Variante können beliebig oft gewechselt werden, bis der Vorleser den Jäger ausspielt. Nun müssen alle ihre Geste beibehalten und der Vorleser nimmt anhand der Punktekarten und der Gesten die Wertungen vor. Dann rutscht jeder einen Platz im Uhrzeigersinn weiter und die nächste Runde mit einem neuen Vorleser beginnt. Das Spiel endet nachdem jeder zweimal Vorleser war.

Ein paar Tipps:

  • Der Vorleser sollte weder zu langsam noch zu schnell vorlesen und vielleicht den Rhythmus ab und zu wechseln,
  • die Spieler sollten sich bemühen, ihre gewünschte Variante eindeutig darzustellen. Im Zweifelsfall gibt es nämlich Minuspunkte.
  • Und immer daran denken, die zweite Spielfigur entscheidet über den Gewinner! Mit einer Spielfigur vorpreschen ist also vielleicht nur die „zweitbeste“ Taktik.

Meinung

Die Reaktionen in unserer Spielrunde waren sehr gemischt. Einig waren wir uns aber darüber, dass die Regeln für den Anfang zu kompliziert sind. Immer wieder kamen während des Vortrags der Regeln Zwischenfragen, wie denn dieses oder jenes zu verstehen sei oder wie denn nochmal die Elchschaufel vom Hasenohr, das geknickte vom geraden Ohr usw. zu unterscheiden ist. Was bedeutet die rausgesteckte Zunge oder wie sind die „mehrdeutigen Karten“ zu erkennen? Wir haben uns dann für eine Proberunde (in Zeitlupe!) entschieden, was ganz hilfreich war, denn auch die Wertungen gingen uns nicht gleich ganz flüssig von der Hand.

Gemischt war dann die Meinung über die Spielanlage:

  • Mancher fand das alles einfach nur witzig, machte abwechselnd irgendetwas mit den Händen, verstand dann auch nach der dritten Ermahnung, dass er mit beiden Händen immer das gleiche Tier darstellen muss, lachte die ganze Zeit und war erstaunt (oder erbost) über seine Wertung.
  • Ein anderer studierte konzentriert die Punktekarten und versuchte stets die beste Wertung zu erzielen. Er ärgerte sich über jeden verschenkten Punkt und war böse, wenn er durch „albernes Kichern“ der anderen abgelenkt wurde.
  • Dann gab es die, die das alles doof fand und sich nicht merken konnte oder wollte, was welche Handhaltung bedeutete. Schon nach der ersten Runde wollte sie aufhören bzw. nur weiterspielen „wenn ihr endlich aufhört zu lachen“.
  • Einige versuchten es mit dem „Mittelweg“ – schauen, dass man halbwegs Punkte sammelt aber sich trotzdem gut amüsieren. Das ist vielleicht die beste Einstellung!

Fazit

Mein Name ist Hase Elch ist ein nett gemachtes Party-Spiel und als solches auch in Ordnung, wenn es nicht zu ernst genommen wird. Sind im Spielerkreis allerdings Leute dabei, die das Spiel zu ernst nehmen oder solche die „zum Lachen in den Keller gehen“ oder welche, die das Spiel nicht ernst genug nehmen, sollte lieber die Finger davon gelassen werden. Das sind hohe Anforderungen an ein Party-Spiel, aber immerhin ist die Spieldauer mit etwa 30 Minuten überschaubar, sodass ein Spiel „probiert“ werden kann (und wenn es gefällt, dann gibt es kein Ende mehr). Kinder ab 9 können ansonsten gut mitspielen. Die Regeln sind auf jeden Fall noch zu erwähnen – ist kein erfahrener Spieler dabei, muss hier einige Zeit investiert werden – wobei die Regeln weder kompliziert sind, noch das Regelheft schlecht gemacht ist. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten und die kann sich so auf die Schnelle niemand merken.


2012-06-21, Andreas Horn (ahoernchen)



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Bewertungen
5ahoernchen
12.06.2012
Mit der richtigen Spielergruppe ein lustiges Party-Spiel, mit der falschen Spielergruppe einfach nur "tödlich". Für ein "einfaches" Party-Spiel hat das Spiel zu viele Möglichkeiten, was den Einstieg erschwert! 5 Punkte als Gesamturteil - kann individuell deutlich besser oder schlechter sein!

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