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ID 17110

MEDIEVAL BATTLE


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Sinonis [->]
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2-2

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60

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 0.0 von 10
punkte

Score gesamt: 55.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Medieval Battle ist ein Kampf-Brettspiel für zwei Spieler, die Ritterarmeen kommandieren. Wer besiegt seinen Gegner durch geschicktes Rekrutieren der militärischen Einheiten in Verbindung mit einer möglichst optimalen Positionierung auf dem Spielplan?

Regeln

Zunächst wird das Schlachtfeld aufgebaut, das im weiteren Verlauf als Spielplan fungiert. Anschließend rekrutieren die Spieler ihre Einheiten. Jedem Spieler stehen 20 Rekrutierungspunkte zur Verfügung, die in leichte Kavallerie, schwere Kavallerie, schwere Infanterie und Bogenschützen investiert werden können. Des Weiteren muss jeder Spieler seinen Tross platzieren, welcher keine Rekrutierungspunkte kostet. Nachdem die Kontrahenten ihre Auswahl getroffen haben, positionieren sie ihre Truppen auf dem Schlachtfeld. Beim Aufstellen der Einheiten sind diverse Abstandsregeln einzuhalten. Sobald die Armeen aufgestellt wurden, beginnt die Schlacht.

Während der Schlacht ziehen die beiden Spieler abwechselnd, wobei dem aktiven Spieler verschiedene Aktionen zur Verfügung stehen. Jeder Spieler hat eine gewisse Anzahl an Bewegungspunkten. Beim Verschieben der Einheiten sind Einschränkungen in der Kontrollzone des Gegners zu beachten. Bei der Vorbereitung und Durchführung eines Kampfes gibt es Unterschiede zwischen Nah- und Fernkampfangriff. Der Ausgang eines Kampfes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Begünstigende Faktoren beim Nahkampf sind eine Überzahl an Rittern sowie ein Standortvorteil. Primär wird eine Schlacht jedoch über ausgespielte Kampfkarten gesteuert. Auf diesen Karten sind sämtliche Konstellationen aufgeführt, d.h. alle Siegbedingungen der angreifenden Einheit gegen die verschiedenen möglichen Gegnereinheiten. Weitere Aktionsmöglichkeiten sind ein geordneter Rückzug, Sammeln der Einheiten oder Passen.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler fünf Siegpunkte (auf der Standardkarte) errungen hat. Siegpunkte erhält man durch Eroberung von Schlüsselpositionen auf dem Spielplan oder durch Zerstörung des gegnerischen Trosses. Alternativ endet Medieval Battle, wenn beide Spieler ihre Bewegungspunkte aufgebraucht haben oder direkt hintereinander gepasst haben. In diesen beiden Fällen gewinnt der Spieler, der zu diesem Zeitpunkt mehr Siegpunkte hat.

Meinung

Puh … gar nicht mal so einfach. Um nicht zu sagen: ganz schön schwer! Zumindest in den ersten zwei Partien, in denen man sich erstmal an die Mechanismen des Spiels gewöhnen muss. Der Schlüssel zum Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab und beginnt bereits mit der Rekrutierungsauswahl. Hierbei ist nämlich zu überlegen, in welche Sechseckfelder man die Einheiten stellen will. Denn die Felder zeigen unterschiedliche Landschaftsformationen, die nicht für alle Militäreinheiten gleich gut geeignet sind. Hochland oder Wald sind beispielsweise unvorteilhaft für Kavallerie, die eher in der Ebene angreifen sollte. Andererseits bietet ein Wald Schutz für eine verteidigende Einheit, wenn der Kontrahent einen Fernkampf startet. Lange Rede, kurzer Sinn: Rekrutierung und Positionierung müssen zusammen passen und optimal auf die eigenen Einheiten abgestimmt sein. Sofern dieser Aspekt berücksichtigt wird, hat man gute Chancen auf einen erfolgreichen Schlachtverlauf.

Macht das Ganze auch Spaß? Hmm … kommt ganz drauf an. Medieval Battle ist ein staubtrockenes Taktik- und Strategiespiel ohne jeglichen Glücksfaktor. Wer Spiele wie Schach mag und gleichzeitig ein bekennender Fan von Eroberungs- und Kriegsspielen ist, kommt hier zweifellos voll auf seine Kosten. Wer hingegen diese Art von Spiel generell ablehnt, wird durch Medieval Battle mit Sicherheit nicht zum Umdenken bekehrt. Dafür ist das Spiel einfach zu speziell und konkret auf das beschriebene Klientel ausgerichtet. Ob man zu diesem Spielertypus gehört, kann jeder Leser nur selbst für sich entscheiden.

Optisch könnte Medieval Battle ein bisschen übersichtlicher sein. Die Illustration ist okay und zweckdienlich, aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Sobald die Spieler die Aufmachung verinnerlicht haben, wird es aber besser und das Lesen der Kampfkarten bereitet dann keine größeren Probleme mehr.

Fazit

Medieval Battle ist definitiv ein Spiel, das stark polarisiert. Kampfspiel-Schach-Fans dürften ihre helle Freude daran haben, während andere Spielertypen von diesem Prinzip kaum angesprochen werden.


2015-10-14, Wolfgang Volk (heavywolf)



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