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Datenblatt image
ID 17128

MANILA


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Zoch [->]
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3-5

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60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 59.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Wenn ein „älteres“ Spiel wiederveröffentlicht wird, dann muss das seinen Grund haben. Und dieser Grund ist eigentlich immer ein zeitloser Erfolg, was auch auf Manila zutrifft. In diesem Zockerspiel setzen die Spieler auf ankommende Schiffe oder Piratentum oder Versicherungen oder oder oder …

Regeln

Zunächst erhalten die Spieler ihr Startkapital in Höhe von 30 Pesos sowie zwei zufällig gezogene Anteilsscheine (Aktien) und drei bis vier Komplizen der eigenen Farbe. Nachdem das Spielmaterial bereitgelegt wurde, startet die aktuelle Runde mit der Versteigerung der Hafenmeister-Rolle. Der Höchstbietende erhält dieses Amt und darf nun einen Anteilsschein kaufen, wenn er dies möchte. Weiterhin wählt er die zu verschiffenden Warensorten aus und verteilt diese auf die drei Schiffe, deren Startposition er ebenfalls festlegt.

Jetzt setzen die Spieler (beginnend mit dem Hafenmeister) reihum einen Komplizen ein. Wählt ein Spieler die Versicherung, so erhält er zehn Pesos. Alle anderen Einsetzmöglichkeiten kosten Geld. So kann ein Spieler seinen Komplizen auf ein Frachtschiff einsetzen oder auf Hafen- und Werftfelder oder auf Piratenfelder oder auf Lotsenfelder. Anschließend wird gewürfelt. Das Würfelergebnis bestimmt, wie weit die Schiffe weitergezogen werden. Anschließend wird der nächste Komplize eingesetzt und ein zweites Mal gewürfelt. Nach dem Einsetzen des letzten Komplizen können die Lotsen (sofern deren Felder vorher besetzt wurden) die Schiffe um ein bis zwei Bewegungspunkte nach vorn oder hinten versetzen, und danach wird zum dritten und letzten Mal die Bewegung der Schiffe ausgewürfelt.

Nur die Schiffe, die über Feld 13 gezogen haben, kommen im Hafen an und bringen ihren Passagieren (Komplizen) Einkünfte. Ein Schiff, das exakt auf Feld 13 zum Stillstand kommt, wird von den Piraten geentert und der Spieler auf dem Piratenfeld kassiert die Beute. Bei mehreren Piraten wird das Schiffsgut aufgeteilt. Schiffe unterhalb von Feld 13 saufen ab und kommen in die Werft. Auf Hafen- und Werftfeldern konnten die Spieler darauf wetten, wie viel Schiffe den Hafen erreichen bzw. untergehen. Bei einem richtigen Tipp erhalten sie ihren Wettgewinn, gegebenenfalls sogar vom Spieler, der eine Versicherung abgeschlossen hat. Zum Abschluss einer Runde wird nun noch der Warenwert auf der Schwarzmarktleiste erhöht. Das Spiel endet, sobald irgendeine Ware auf dem Schwarzmarkt den Wert von 30 Pesos erreicht. Jetzt zählen die Spieler ihr Bargeld und addieren dazu den Wert ihrer Anteilsscheine. Der Spieler mit dem größten Vermögen hat dann gewonnen.

Meinung

Auch wenn die Erstauflage schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat – dem Spielspaß tut dies keinen Abbruch. In erster Linie eignet sich Manila für Familien und Gelegenheitsspieler, aber auch die Vielspieler haben viel Spaß und mögen dieses Zockerspiel, das natürlich einen relativ hohen Glücksfaktor hat. Dieser Faktor stört aber überhaupt nicht, sondern gehört vielmehr zum Spielgefühl zwingend dazu.

Als Spieler hat man trotz einfacher Regeln vielfältige Möglichkeiten, die fast schon an ein Casino-Feeling heranreichen. Vor allem das Piratenfeld ist hochspektulativ, aber natürlich wirft diese Option auch einen hohen Gewinn ab, wenn denn ein Schiff tatsächlich auf Feld 13 zum Stehen kommt. Relativ riskant ist auch die Rolle der Versicherung, zumal man im schlimmsten Fall die Pesos an die Mitspieler auszahlen muss, die das Geld dann grinsend entgegennehmen. Auf der hundertprozentig sicheren Seite ist bei Manila sowieso niemand. Selbst ein Schiff in bester Startposition auf Feld 5 kann nicht garantieren, den Hafen zu erreichen. Schließlich hängt alles von den Würfeln ab. Möchte ein Spieler in einer Runde explizit auf eine Warenladung setzen, dann sollte er sich natürlich möglichst die Rolle des Hafenmeisters sichern und gegebenenfalls sogar noch das Feld des Großen Lotsen besetzen. Sofern die Mitspieler nicht blind und blöd unaufmerksam sind, riechen sie frühzeitig den Braten und platzieren ebenfalls einen Komplizen in den entsprechenden Kahn. Schmarotzerei kann sich lohnen ;-)

Spielspaß wird bei Manila ganz groß geschrieben. Bei den Würfelsequenzen fiebern die Spieler richtiggehend mit, und ein Zocker, der auf ein Schiff gesetzt hat, kommt sich vor wie beim Pferderennen. Entsprechend hoch ist die Schadenfreude, wenn ein Würfelergebnis dem Gegner einen fetten Strich durch die Rechnung macht. Aber wie heißt es so schön: Schadenfreude ist die schönste Freude (grins).

Auch hinsichtlich der Aufmachung und des Materials gibt es wenig zu kritisieren. Die Illustration ist hübsch und familienspielgerecht konzipiert, die Geldmünzen sehen klasse aus und die Spielanleitung lässt keine Fragen offen. Schade nur, dass die schönen Holzschiffchen der Originalausgabe billigen Pappimitaten weichen mussten. 

Fazit

Selten war eine Neuauflage so berechtigt wie im Fall von Manila. Das Spiel punktet bei allen Spielertypen und verbreitet viel Spaß. Alles in allem ist Manila eine (Wieder)veröffentlichung, die bedenkenlos weiterempfohlen werden kann.


2014-12-08, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8.5heavywolf
28.11.2014
7cp
06.12.2014
auch weiterhin ein schönes Spiel

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