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Datenblatt image
ID 18179

LUXOR


cover
Jahrgang: 2018

Verlag: Queen Games [->]
Autor: Rüdiger Dorn
Grafik: Dennis Lohausen

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2-4

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45

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Auf der Suche nach der Grabkammer des Pharao stoßen die Forscherteams immer tiefer ins Innere der Pyramide vor. Auf ihrem Weg sammeln sie Schätze ein, entdecken geheime Tunnel und gewinnen weitere Teammitglieder hinzu. Welches Team wird wohl die wertvollsten Objekte ans Tageslicht bringen?

Regeln

Wie ein Schneckenhaus windet sich der Weg der Forscher über das Spielbrett, der schließlich in der Grabkammer in der Mitte endet. Zur Fortbewegung ihrer Figuren werden reihum Karten ausgespielt. Von den jeweils fünf Handkarten darf dafür aber nur zwischen den beiden äußeren gewählt werden, die nachzuziehende wird anschließend in die Mitte einsortiert. Auf dem Zielfeld der gewählten Figur befindet sich wiederum ein Plättchen, das eine bestimmte Aktion auslöst, beziehungsweise auslösen kann. Um Schatzplättchen einsammeln zu dürfen, muss sich nämlich die angegebene Anzahl eigener Forscher auf dem Feld befinden. Für jedes komplette Set aus drei verschiedenen Schätzen (Es gibt aber auch nur drei Typen: Vasen, Statuen, Schmuck) gibt es am Ende Extrapunkte -zusätzlich zum nominalen, aufgedruckten Wert der Schätze selbst.

An manchen Stellen befinden sich unter den Schätzen Kobra-, Falken- oder Löwensymbole. Diese sorgen dafür, dass nach Entfernen des Schatzes ein entsprechendes lilafarbenes Tempelplättchen gezogen und dort abgelegt wird. Die Strecke ändert sich also geringfügig. Auf diese Weise kommen Schmuck-Joker, Skarabäen (fixe Punktezahl, die im Gegensatz zu den Schätzen aber bis zum Spielende geheim gehalten wird) und Tunnel-Abkürzungen ins Spiel. Gelbe Horusplättchen ermöglichen dagegen das Nachziehen besonderer Bewegungskarten (beispielsweise mit flexiblen Schrittweiten oder für multiple Figuren) und das Einsammeln von Anubis-Schlüsseln. Einen solchen Schlüssel benötigt man nämlich, wenn eine Figur die Schatzkammer betreten soll. Die ersten beiden Entdecker dieser Kammer werden nicht nur mit Extrapunkten (Sarkophage) belohnt, sie beenden auch das Spiel (am Rundenende). Und dann bekommen alle Forscher noch einmal Punkte, abhängig vom erreichten Feld.

Meinung

Wo ist nur die Mumie? Wie, keine da? Ein Spiel in einer ägyptischen Grabstätte, und es gibt keine Mumie? Gut, fairerweise gibt es auch keine Pharaonen, Kamele, böse Fallen oder schwarzafrikanische Sklaven. Nur eben ein staubiges, altes Gewölbe, in dem irgendein uralter Kram herumliegt, der aus welchen Gründen auch immer sehr wertvoll ist und von den Eroberern Grabräubern Forschern hastig eingesackt werden muss. Abgesehen davon ist das äußere Erscheinungsbild jedoch sehr stimmig: klare, attraktive Illustrationen, dicke Plättchen, Holzfiguren, eine gute Anleitung... der Ersteindruck stimmt somit trotzdem.

Der Spielverlauf stellt sich dann als weniger trivial heraus, als man zunächst den Eindruck hat. Grundsätzlich erinnert der Zugmechanismus zwar stark an Cartagena, wird hier aber durch die unterschiedlichen Bewegungsweiten und (wenigen!) Abkürzungen (Tunnel) stark variiert. Die zusätzlichen Sonderkarten sind natürlich mächtiger als die Start-Standard-Karten und werden gerne eingesammelt. Allerdings haben sie den Nachteil, dass man praktisch einen Zug verliert, in dem man auch einen Schatz oder Skarabäus hätte nehmen können. In den meisten Fällen lohnen sich die Karten daher nicht, sondern sind nur Blendwerk -oder bestenfalls ein kleiner Trost, falls keine andere Bewegung zum Ziel führt. Einfach nur eine Figur auf ein Feld zu setzen ohne überhaupt etwas zu bekommen, ist schließlich noch schlimmer. Desweiteren sollte auch berücksichtigt werden, dass alle gespielten Karten über den gemeinsamen Ablagestapel recht schnell wieder eingemischt werden. Die Sonderkarten werden somit früher oder später "kostenlos" automatisch gezogen. (Die Karte, einen Schatz mit 1 Meeple weniger heben zu dürfen, ist allerdings nicht schlecht!)

Glücklicherweise ist die Auswahl sinnvoller Aktionen recht übersichtlich, sodass es üblicherweise sehr zügig voran geht. Der von Michael Schachts Blindes Huhn bekannte Kartenauswahl-Mechanismus ermöglicht nur manchmal eine Vorausplanung um eine Runde und stellt vor die Wahl von nur zwei Karten. Bei bis zu fünf Forscherfiguren gibt es durchaus mehrere überlegenswerte Aktionsmöglichkeiten. Besonders interessant ist dabei das Aufdecken der Tempelplättchen, sodass die Spieler lange im Unklaren gelassen werden, an welchen Stellen Skarabäen, Tunnel und Joker auftauchen. Es bleibt somit bis zum Ende der Partie spannend -wodurch ein hoher Wiederspielreiz gewährleistet wird.

Fazit

Luxor kombiniert einen leichten Einstieg mit teilweise kniffligen Entscheidungen und einer hohen Variabilität. Dafür sorgen insbesondere die während der Partie neu platzierten Tempelplättchen. Selten hat das Sammeln von Punkteplättchen so viel Spaß gemacht wie hier; Luxor kann daher allen Familien ans Herz gelegt werden.


2018-04-20, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
04.04.2018
schönes und abwechslungsreiches Familienspiel

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