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ID 11157

KINGSBURG


cover
Jahrgang: 2007

Verlag: Truant Games [->]
Autor: Andrea Chiarvesio, Luca Iennaco
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2-5

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90

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Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 76.1% von 100
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Rezension

Ziel

Das Königreich Kingsburg wird angegriffen! Mächtige Eindringlinge lauern an den Grenzen und warten nur darauf, in das Land einzufallen und das Reich zu plündern. Du wurdest soeben zum Gouverneur einer Grenzprovinz ernannt: Du musst sie verwalten, gegen die Feinde verteidigen und dich am Köngishof und bei der köninglichen Familie einschmeicheln, um Gold, Holz, Stein und Soldaten für die Verteidigung zu erhalten und die Entwicklung deiner Provinz voranzutreiben.

Aber du bist nicht der Einzige, der dies versucht: Die anderen Gouverneure versuchen natürlich auch, die besten Vorräte und Waren für ihre Provinz einzuheimsen. Also musst du sie geschickt austricksen!

Ein Gebäude für den König zu errichten, schmeichelt ihm, aber die Soldaten brauchen neue Kasernen und die Gilde der Kaufleute möchte, dass du einen neuen Marktplatz errichtest. Wirt du die Verteidigung zugunsten der Wirtschaft vernachlässigen? Mehr Soldaten ausbilden oder doch bessere Schutzwälle errichten? Es liegt an dir. Nur ein Gouverneur wird am Ende einen Sitz am Königshof erhalten, und das könntest, solltest - nein, musst du sein!

Regeln

Fünf virtuelle Jahre gibt es zu überstehen, an deren Ende jeweils eine Bedrohung für das Königreich abgewehrt werden muss. Bei diesen Bedrohungen handelt es sich um einfallende Kreaturen, die von Jahr zu Jahr stärker werden. Goblins, Barbaren, Zombies, ja, sogar Drachen können dies sein. Für jede Jahresstufe gibt es fünf mögliche Gegnerkarten, aus denen je eine zufällig ausgewählt und verdeckt bereit gelegt wird.

In den anderen drei Jahreszeiten davor haben die Spieler Gelegenheit, ihre Infrastruktur aufzurüsten und sich auf die bevorstehenden Aggressoren vorzubereiten. Dazu müssen verschiedene Berater des Königs beeinflusst werden, um bestimmte Aktionen durchführen zu dürfen. Zu den Aktionen zählen der Erhalt von Ressourcen (Gold, Stein, Holz), mit denen am Ende dieser Produktionsphase ein Gebäude errichtet werden darf.

Die königlichen Berater sind auf einem großen Spielbrett illustriert und mit Werten von 1 bis 18 versehen. An oberster Stelle steht selbstverständlich der König selbst, gefolgt von seiner Gemahlin. Das Schlußlicht bildet der Narr. Um einen Berater zu beeinflussen, müssen Würfel mit der passenden Summe auf ihm platziert werden. Jeder Spieler besitzt deshalb drei Würfel, die gleichzeitig geworfen werden. Die Spielerreihenfolge wird durch die erreichten Punkte ermittelt - wer am wenigsten erwürfelt hat, darf anfangen. Reihum wird dann immer nur ein Berater ausgewählt, bis irgendwann alle Würfel verteilt sind oder nicht mehr auf dem Brett untergebracht werden können. Jede Person darf nälich nur ein Mal ausgewählt werden.

Nachfolgend werden die Berater "ausgewertet", beginnend beim Narren. Neben Rohstoffen können die Spieler zusätzliche Verteidigungspunkte erhalten oder sich die Angreiferkarte anschauen. Manche Gefolgsleute verteilen +2 Bonusmarker, die bei späteren Würfen eingesetzt werden können, andere liefern Siegpunkte. Je wertvoller die Person, desto größer der Ertrag: Während der Narr nur einen Siegpunkt bringt, beschert einem der König satte vier Rohstoffe.

Die mit den Rohstoffen errichteten Gebäude bringen weitere Boni. Einige stärken die Verteidigungsstärke, teilweise sogar gegnerspezifisch, andere stützen die Wirtschaft. Zum Beispiel durch zusätzliches Gold oder Würfel in den Produktionsphasen. Zudem liefern fast alle sofort Siegpunkte. Die verfügbaren Gebäude werden jedem Spieler in seiner Entwicklungs-Tabelle angezeigt. In fünf verschiedenen Branchen können diese errichtet werden, die alle unterschiedliche Typen repräsentieren. Während sich die kirchliche Linie auf Siegpunkte konzentriert, leisten die Magier wertvolle Verteidigungsarbeit. Die Gilde der Händler -logisch- fördert die Produktionskraft. Insgesamt lassen sich so bis zu vier Häuser je Reihe bauen, die schrittweise immer stärker, aber auch teurer werden.

Da die Invasoren von Jahr zu Jahr stärker werden, ist eine wachsende Verteidigungskapazität aber auch notwendig. Denn kann ein Angriff nicht abgewehrt werden, muss die auf der Karte angegebene Strafe bezahlt werden. Dies können Rohstoffe oder Siegpunkte sein. Oder aber auch der Abriss eines Gebäudes - des wertvollsten.

Nach Ablauf des fünften Jahres ist Schluß, dann zälen nur noch die gesammelten Siegpunkte.

Meinung

Für ein Würfelspiel dauert Kingsburg etwas zu lang. Dieser Eindruck entsteht durch den Grüberfaktor, der beim Platzieren der Würfel auf den Beraterfeldern für die eine oder andere Verzögerung sorgt. Schließlich muß jedes Mal bedacht werden, welche Felder von den Mitspielern noch belegt werden können und welche "sicher" sind. Durch geschicktes Aufteilen können Mitspieler hin und wieder sogar dazu gezwungen werden, einen Teil ihres Wurfes verfallen zu lassen.

Entscheidender für den Verlauf ist jedoch, eine funktionierende Verteidigung zu besitzen und so viel Energie wie möglich in das Wirtschaftswachstum zu pumpen - bevor im letzten Jahr nur noch in siegpunktträchtige Gebäudetypen investiert wird. Dafür ist immer wieder mal ein Blick in die Angreiferkarte nötig.

Kein genauer Blick ist dagegen für die Punkteleiste notwendig, denn diese ist so groß, dass sie auch von Halbblinden gut erkannt werden kann. Was keine Kritik sein soll, denn irgendwie sieht sie gut aus. So wie der Rest des Spiels. Auch die Verzahnung der Mechanismen ist gut gelungen, sodass Kingsburg ein echter Hit wäre, wenn, ja, wenn die Würfelorgie nicht so kopflastig wäre.

Bei der Deutschen Brettspielmeisterschaft 2009 werden die Regeln übrigens durch eine kleine Hilfe modifiziert, die sich in den Testspielen als sehr nützlich bewährt hat und das Zufallsmoment der Gegnerstärke ein wenig dämpft: Jedem Spieler stehen anstelle eines zufällig ausgewürfelten zusätzlichen Verteidigungswertes (Unterstü,tzung durch den König) 0, 1, 1, 2, 3 und 4 Punkte zur Verfügung, von denen unmittelbar vor jedem Kampf ein Wert ausgewählt werden darf, der dann zum Verteidigungswert hinzuzählt. Der übrig bleibende sechste Wert wird am Spielende zu den Siegpunkten addiert.

Fazit

Mit den Turnierregeln ist Kingsburg ein schönes Würfelspiel mit hohem Wiederspielreiz. Ohne ist der Glücksfaktor für die Spieldauer dagegen zu hoch. Inzwischen zu erschwinglichen Preisen erhältlich, ist Kingsburg durchweg empfehlenswert und auch mit nur zwei Spielern sehr gut spielbar.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
26.04.2009
7niggi
26.04.2009
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25.10.2010
Fuer zwischendurch mal OK, besonders negativ finde ich den Gebaeudezettel, da haette man gerne Pappe nehmen duerfen, auch die Wuerfelunterstuetzung beim Kampf finde ich Verbesserungswuerdig, gibt da aber ja auch Variantenideen
9MichaelKroeger
29.01.2010
F?r mich das beste W?rfelspiel auf dem Markt. Hier kann man auch gut spielen und gewinnen, wenn man nicht so tolle Zahlen erw?rfelt. Super.
6.5Dreizack
26.04.2010
sch?nes W?rfelspiel, aber zu lange Spieldauer
7.5markus
27.04.2010
7.5TheBert
07.08.2010
bestes Wuerfelspiel hinter Stone Age....
8.5Lascar
24.10.2010
7RogueTrader
22.12.2011
Eines der wenigen W?rfelspiel das mir gef?llt. Nur Stone Age ist vielleicht eine Spur besser
9.5MarkusB
09.05.2013

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