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Datenblatt image
ID 11077

IT'S ALIVE


cover
Jahrgang: 2008

Verlag: Reiver Games [->]
Autor: Yehuda Berlinger
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2-5

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30

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 64.8% von 100
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Rezension

Ziel

Als verrückte Wissenschaftler ist es die Aufgabe der Spieler, als erster eine Kreatur aus gesammelten Körperteilen zu komplettieren bzw. die höchste Punktzahl an Körperteilen zu erreichen.

 

Regeln

Jeder Mitspieler erhält einen Sichtschirm, hinter dem er seinen Operationstisch legt, auf dem acht verschiedene Körperteile arrangiert werden müssen. Diese sind auf 60 quadratische Kärtchen verteilt und mit unterschiedlichen Punktewerten versehen. Von jedem Körperteil gibt es sechs Exemplare im Kartenstapel, hinzukommen wertvolle Särge, die als Joker dienen sowie aufständische Dorfbewohner, die den Wissenschaftlern das Leben manchmal schwer machen (sollen).

Nach Ausgabe von zwölf Spielmünzen an jeden Teilnehmer und dem Mischen der Karten mit Platzierung als verdeckter Stapel in Spieltischmitte beginnt das Spiel. Wer am Zug ist, hat zwei Aktionsmöglichkeiten:

  • eine Karte vom verdeckten Stapel ziehen mit den Optionen Kaufen, Verkaufen oder Versteigern
  • eine Karte von der Ablage (Friedhof) eines Mitspielers kaufen

Kaufen: Nach Aufdecken der Körperteilkarte kann der Spieler die Karte nach Bezahlung der Kosten erwerben und auf seinem OP-Tisch ablegen. Die Kosten entsprechen dabei dem aufgedruckten Punktwert der Karte. Dies stellt in der Regel den teuersten Erwerb einer Karte dar.

Verkaufen: Bei Nichtgefallen der angebotenen Ware oder bei Geldmangel kann die Karte zum halben Punktwert (abgerundet) verkauft werden. In diesem Fall wandert die Karte auf die eigene Ablage (Friedhof).

Versteigern: Die lukrativste Möglichkeit an Körperteile zu kommen, stellt die Versteigerung dar. Der Spieler am Zug beginnt mit dem Gebot (Mindestgebot 1), wobei jeder Spieler nur einmal bieten darf. Den Erlös bekommt der Versteigerer in die eigene Kasse. 

Kaufen einer Karte vom Mitspieler: Es wird die oberste, offen liegende Karte des gewünschten Ablagestapels genommen und der aufgedruckte Betrag in den allgemeinen Vorrat bezahlt.

Ab und an tauchen beim Ziehen der Karten wütende Dorfbewohner auf, die die Zahlung eines Entgeldes fordern. Hat der verrückte Wissenschaftler am Zug nicht genügend Kleingeld, begnügen sich die Aufständischen mit dem, was sie eben bekommen können. Gehen sie jedoch leer aus, ist das punkteträchtigste Körperteil abzulegen.

Erkaufte oder ersteigerte Särge fungieren als Joker und können auf jeden Körperteilplatz des OP-Tisches gelegt werden.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler seine Kreatur vervollständigt hat und "It’s alive!" ruft. Im einfachen Spiel hat dieser Spieler gewonnen, eine weitere Rangfolge gibt es nicht. Im Profispiel werden die Punkte aller Körperteilkarten zusammengezählt, wobei Spielmünzen bis zur halben Kartenpunktzahl addiert werden. Der Spieler, der seine Kreatur komplettiert hat, erhält weitere fünf Punkte.

Meinung

Die Thematik wird nicht jeden Spieler ansprechen, vor allem nicht, wenn in der Spielrunde Sätze fallen wie „Ich habe hier einen Torso anzubieten, wer hat Interesse?“ oder „Ach, ich nehme mal dein Hirn für zwei Münzen, das ist ein Schnäppchen!“. Die Freunde von Frankenstein-Filmen dürften hier einen leichteren Zugang haben. Der OP-Tisch hinter dem Sichtschirm macht dann auch nicht den appetitlichsten Eindruck, ist er doch durch abgetrennte Köpfe, Hände, Füße und dergleichen belegt. Mahlzeit, wie der Franke so sagt.

Wen das alles nicht stört, kann in einem kurzweiligen Spiel trotzdem Vergnügen finden. Das Sammeln der Körperteile geht locker vonstatten, Langeweile kommt nicht auf. Eine Downtime gibt es nicht, da meist die Körperteile versteigert werden und alle Spieler involviert sind. Da Spielgeld und OP-Tisch der Mitspieler hinter einer Sichtblende verborgen sind, kann man sich auch nie sicher sein, wer bei einem Gebot noch die nötigen Reserven hat. Gerade das Versteigern der Karten macht einen Großteil des Spielreizes aus. Ein 7er Herz (Kosten: sieben Münzen, Wert: sieben Punkte) würde beispielsweise bei einem Kauf die eigene Kasse stark belasten, bei einem Verkauf bekäme ich jedoch gerade mal drei Münzen für dieses gute Herz. Also bleibt noch die Versteigerung. Für fünf Münzen wäre es ein Schnäppchen, also biete ich es für diesen Betrag an. Meine Mitspieler können mich dann zwar überbieten, in diesem Falle klingeln die Münzen aber in meinem Beutel. Überbietet mich keiner, hab ich das Herz recht günstig bekommen.

In der richtigen Spielrunde funktioniert das Kartenspiel hervorragend. Freunde skurriler Themen oder Frankenstein-Fans kommen auf ihre Kosten. Nur das Spielmaterial mutet ein wenig amateurhaft an. Die bunten Grafiken auf den kleinen Karten (kleiner als eine halbierte Sammelkarte) entsprechen nicht dem heutigen Layoutstand und müssen als zweckmäßig eingestuft werden. Die entsprechenden schwarz-weißen Zeichnungen der Körperteile auf dem OP-Tisch erinnern an Werke aus dem Schulfach Kunsterziehung. Dem Spielspaß wird hierdurch jedoch kein Bein gestellt, im Gegenteil, zu realistische Darstellung der Körperteile würde dann wohl auch so manchen Gruselfreund vergraulen. Die bunten Sichtblenden dagegen können als gut gelungen und stimmungsvoll eingestuft werden.

Fazit

It’s alive ist ein einfaches und kurz(weilig)es Kartenspiel mit einem gewöhnungsbedürftigen Thema. Zu zweit ist es ebenso spielbar, wie in voller Runde. Als Einstieg in den Spieleabend oder als Absacker wird es seine Dienste leisten, gerade weil es auf hochkomplexe Zusammenhänge oder strategischen Feinschliff verzichtet. Kollege Frankenstein wäre einem Spielchen sicher nicht abgeneigt!

 

 


2010-02-09, Bernd Scholz (MichaelKroeger)



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Bewertungen
7drfunk
09.02.2010
Wir m?gen es gerne.

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