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Datenblatt image
ID 18217

IMAGINARIUM


cover
Jahrgang: 2018

Verlag: Bombyx [->]
Autor: Bruno Cathala, Florian Sirieix
Grafik: Felideus Bubastis

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2-5

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90

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 6.2 von 10
punkte

Score gesamt: 56.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Imaginarium entführt zwei bis fünf Spieler in eine Traumfabrik, wo sie diverse Maschinen reparieren, mit deren Hilfe sie Rohstoffe produzieren um weitere Geräte instand zu setzen. Dadurch können die Protagonisten lukrative Projekte abschließen, deren Punkteausschüttung den Weg zum Spielsieg ebnet.

Regeln

Nachdem der Spielplan in die Mitte platziert und mit allen benötigten Karten bestückt wurde, erhalten die Spieler eine Werkstatt (individuelles Spielertableau), welche die Startreihenfolge bestimmt und die anfänglichen Rohstoffe aufführt. Weiterhin erhalten die Konkurrenten jeweils eine Spielerfigur sowie einen Sichtschirm, hinter dem im weitern Verlauf die Ressourcen gelagert werden.

In der Planungsphase platzieren die Spieler ihre Figuren auf ein freies Feld des Spielplans. Die Position bestimmt die weitere Spielerreihenfolge. Mittels der Figurenplatzierung reservieren sich die Spieler entweder eine Maschine oder sie vermehren ihr Kohlium, das in Imaginarium als Geld dient. Nach der Planung folgt die Durchführung, wo der aktive Spieler alle seine Aktionen abhandelt. Als erstes erhält er sein Einkommen, anschließend bezahlt er seine ggf. reservierte Maschine und legt sie neben seine Werkstatt. Nun stellt er die feststehenden Zeiger seiner Werkstatt auf zwei nebeneinander liegende Aktionen und führte diese Aktionsmöglichkeiten aus. Auf diese Weise kann er weiteres Kohlium bekommen, einen Assistenten einstellen, Maschinen reparieren und an einen freien Slot seiner Werkstatt legen, mit Ressourcen handeln, Maschinen verschrotten (inkl. Rohstoffgenerierung) oder passende Maschinen miteinander koppeln. Gekoppelte Maschinen erhöhen das Einkommen oder erlauben eine Umwandlung beim Erhalt von Rohstoffen. Jede Werkstatt bietet nur Platz für vier Maschinen. Um einen Slot neu belegen zu können, müssen diverse Maschinen entweder zusammengekoppelt oder verschrottet werden.

Am Ende seines Zugs prüft der aktive Spieler, ob er eine oder mehrere Projekte abschließen kann und nimmt sich die entsprechenden Siegpunkte für die Erfüllung. Das Spiel endet mit der Runde, in der ein Spieler 20 Siegpunkte erreicht. Last not least gibt es noch Sondersiegpunkte für die Mehrheiten bei den verschiedenen Ressourcen, und der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Die Optik von Imaginarium ist wahrlich „abgefahren“. Von Brettspielen, die im Steampunk angesiedelt sind, erwartet man ja ungewöhnliche Illustrationen, aber Imaginarium setzt dem Ganzen die Krone auf. Die gesamte Aufmachung der Veröffentlichung könnte einem LSD-Trip entsprungen sein, denn „abgespaceter“ geht es kaum. Und das ist wohlgemerkt positiv gemeint. Mittelalterliche Dörfer, Adelige und Raumschiffe gibt es in Gesellschaftsspielen zuhauf, und daher ist eine skurrile Illustrationslandschaft sicherlich zu begrüßen, denn sie setzt sich ultimativ von anderen Brettspielen ab. Auf die Zähne hätte man zwar verzichten können, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Kommen wir nun zum Spielgefühl und zum Spielspaß von Imaginarium: Beide Faktoren wissen zu gefallen, wobei die Mechanismen im Rahmen des Spielgefühls teilweise bekannt sind (Einkommen liefert Ressourcen mit denen man weitere Maschinen bauen kann um Projekte zu erfüllen). Der Weg zum Erhalt der Rohstoffe ist jedoch durchaus innovativ und genial konzipiert. Denn die Zeiger der Werkstatt sind fixiert und ermöglichen nur zwei Aktionen, die auf dem Aktionsrad nebeneinander liegen. Und die gleiche Kombi darf nicht zweimal hintereinander ausgeführt werden. Also müssen die Spieler gut planen, um eine sinnvolle Aktionsreihenfolge über mehrere Züge durchführen zu können. Und das macht verdammt viel Spaß.

Bei allem Lob müssen aber auch ein paar kritische Töne angeschlagen werden, denn die Wertigkeit der Assistenten ist nicht gerade ausbalanciert. Fakt ist, dass einige Assistenten deutlich mächtiger sind als andere, und wer einen der starken Gehilfen rekrutiert hat, ist gegenüber seinen Mitstreitern deutlich im Vorteil. Vor allem die Assistenten, die zwei zusätzliche Slots freischalten oder eine gänzlich freie Aktionsauswahl ermöglichen, sind ungemein wertvoll. Weiterhin führt der Weg zum Sieg fast immer über die Ressourcenproduktion. Damit ist die strategische Ausrichtung fast schon vorprogrammiert, allerdings ist innerhalb dieses empfehlenswerten Rahmens immer noch genügend Auswahl vorhanden.

Fazit

Alles in allem ist Imaginarium eine gute bis sehr gute Veröffentlichung für Vielspieler geworden. Die Mechanismen sind gut durchdacht, bieten ein gewisses Grübelpotential und sind dennoch leicht zugänglich. Hinzu kommt eine fulminante Optik, die das Spiel zu etwas Besonderem macht.


2018-10-12, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7.5heavywolf
19.08.2018
5cp
18.10.2018
konfus

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