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ID 13557

GESCHENKE FüR DEN RADSCHA


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Jahrgang: 2010

Verlag: [->]
Autor: Florian Isensee
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2-4

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30-45

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f5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 57.0% von 100
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Rezension

Ziel

Auf der Suche nach einer Wunderlampe und einem fliegenden Teppich durchqueren zwei bis vier wagemutige Abenteurer die Wüste. Dabei begegnen sie unter anderem Fakiren und Beduinen die ihnen helfen, aber Vorsicht: jeder Weg verschwindet nach Benutzung im nächsten Sandsturm.

Regeln

Zunächst werden die neun Spielplanteile zu einem 3x3 Raster ausgelegt, welches fortan das Spielfeld bildet. Jeder Spieler erhält 20 Spielsteine seiner Farbe. Reihum dürfen die Spieler nun immer ein bis vier Steine einsetzen. Dabei ist zu beachten, dass die Spielsteine nur waagerecht oder senkrecht in einer Linie gelegt werden dürfen. In späteren Einsetzzügen kann abgebogen werden, aber auch dann wieder nur kerzengerade in einer Linie. Bei weniger als vier Spielern werden trotzdem die verbleibenden neutralen Spielsteine gesetzt, so dass nach der Vorbereitung 80 Steine auf dem Spielfeld liegen.

Der aktive Spieler darf sich in seinem Zug nur in gerader Linie fortbewegen. Die erste Bewegung ist gratis, weitere Bewegungen kosten Spielsteine der eigenen Farbe. Es dürfen nur Wege mit ausliegenden Steinen beschritten werden. Diese begangenen Steine werden beim Laufen eingesammelt (egal, welche Farbe sie haben). Dafür werden am Ende des Zugs/der Bewegung entsprechend viele Steine der eigenen Farbe vom allgemeinen Vorrat eingesetzt. Auf dem Spielfeld gibt es auch diverse Aktionsfelder, die bei Erreichen benutzt werden können. Beispielsweise können dort Fakire und Beduinen gegen Abgabe von unterschiedlichen Steinen angeworben werden, die dann bis zum Ende des Spiels diverse Vorteile bringen. In der Gilde der Teppichhändler und der Höhle der Räuber kann ein fliegender Teppich bzw. eine Wunderlampe gekauft werden. Die Kosten betragen vier verschiedenfarbige Spielsteine (oder zwei verschiedene Steine, wenn man vorher einen Fakir engagiert hat).

Sobald ein Spieler einen Teppich und eine Lampe erstanden hat, muss er die beiden Gegenstände zurück zum Palast des Radschas bringen. Wenn ein Spieler den Palast mit beiden Geschenken erreicht, endet das Spiel und der Spieler hat gewonnen.

Meinung

Auf den ersten Blick macht das Spiel den Eindruck eines Prototyps. Eine genietete Pappschachtel mit einer lapprigen Papierbanderole drum rum kann doch unmöglich das fertige Produkt sein, oder? Doch, ist es. Bei allem Verständnis für die finanziellen Einschränkungen eines Kleinstverlags – so etwas kann man dem Endkunden eigentlich nicht anbieten. Der Inhalt sieht nicht wesentlich besser aus. Bei den Bonusutensilien (Fakir, Beduine, Teppich etc.) handelt es sich um billig illustrierte Pappplättchen, und die Spielfiguren sorgen spontan für lautes Gelächter. Diese sind zwar glücklicherweise aus Holz, aber die Farbe ist nur auf den Kantenseiten angebracht. Vorder- und Rückseite sind unbehandelt, also farbneutrales Holz, das wirkt, als wäre es wie Käsescheibchen abgeschnitten worden. Nichts für ungut, aber das ist ehrlich gesagt einfach nur peinlich. Die hölzernen Spielsteine der einzelnen Farben hingegen sind komplett lackiert und weisen sogar unterschiedliche Formen auf. Alles in allem schreckt die Optik bzw. Aufmachung des Spiels extrem ab, aber wie sieht es mit dem Spielspaß aus?

Überraschung, Überraschung … Geschenke für den Radscha ist ein gelungenes Taktikspiel für Gelegenheitsspieler und Familien geworden. Das Spiel ist nicht besonders komplex, trotzdem bietet es genügend Tiefe, um Familien Gefallen anzugewinnen. Strenggenommen handelt es sich im weitesten Sinne um ein Rennspiel, das ansatzweise mit Hase und Igel verglichen werden kann. Durch die Aktionsfelder kommen allerdings einige Optionen dazu, die das Spiel relativ interessant machen.

Das A und O des Spiels ist das Legen der Spielsteine. Es lohnt sich definitiv, auf der Strecke sowohl fremde als auch eigene Spielsteine einzusammeln. Denn für die Geschenke benötigt man schließlich alle Farben, und für die anfängliche Fortbewegung sind eigene Spielsteine erforderlich. Auf dem Rückweg hingegen werden die Spielsteine gefordert, die anzahlmäßig am wenigsten auf dem Spielfeld vertreten sind. Ein vorausschauender Spieler bezieht dies in seine Überlegungen ein und sammelt auf dem Hinweg entsprechend viele Steine (sofern planbar und möglich). Geschenke für den Radscha funktioniert in jeder Besetzung, wobei das Spiel zu viert weitaus mehr Spaß macht als zu zweit.

Fazit

Wer ein ordentliches und seltenes Taktikspiel für die ganze Familie sucht, sollte sich von der fürchterlichen Verpackung nicht abschrecken lassen und Geschenke für den Radscha ruhig mal eine Chance geben. Da das Spiel mittlerweile ausverkauft ist, wird es allerdings nur noch schwer aufzutreiben sein.


2015-04-06, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7.5alguenter.mkraemer
26.03.2011
Spiel mit ausgekl?geltem Zugmechanismus, das dabei familientauglich bleibt. Liebevolle Gestaltung des Materials!
5.5heavywolf
10.03.2015
fürchterliche Aufmachung/Verpackung, aber dennoch ein recht gelungenes Spiel für die ganze Familie

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