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Datenblatt image
ID 18309

FUTUROPIA


cover
Jahrgang: 2018

Verlag: 2F-Spiele [->]
Autor: Friedemann Friese
Grafik: Harald Lieske

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1-4

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90

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Heute basteln wir uns unsere Welt, wie sie uns gefällt: Alle sind satt, alle sind glücklich und alle spielen Monopoly niemand muss mehr arbeiten. Und weil bekanntlich der Weg das Ziel ist, geht es auch gar nicht darum es überhaupt zu erreichen, sondern nur wann -nämlich als Erster. Das Konzept von Futuropia ist dabei simpel: Maschinen erzeugen Nahrung für Menschen, Menschen warten Maschinen, Maschinen erzeugen Strom für Menschen und Roboter, Roboter ersetzen Menschen an den Maschinen.

Regeln

Jedem Utopisten stehen fünf Aktionsplättchen zur Verfügung, die abwechselnd eingesetzt werden:

  • - 1-3 Roboter nehmen
  • 1 Nahrungsgenerator aus Markt kaufen
  • 1-5 neue Menschen kaufen "einladen" und entsprechenden Wohnraum kaufen
  • Geld nehmen ("Subventionen")
  • 1 Energiegenerator aus Markt kaufen

Benutzte Aktionsplättchen werden verdeckt und können gegen Zahlung einer beliebigen Ressource (Geld/Energie/Nahrung) je nicht genutztem Plättchen reaktiviert werden. Der Markt unterscheidet nicht nur zwischen Nahrungs- und Energiegeneratoren, sondern innerhalb dieser zwei Typen auch zwischen einfachen und fortgeschrittenen Geräten. Beide Typen verwenden dabei denselben Preismodifikator, der nach einem simplen Prinzip funktioniert: Je mehr einfache Komponenten erworben werden, desto teurer werden sie und desto günstiger werden bessere -und anders herum.

Reichen die Subventionen zur Finanzierung nicht aus, können zusätzliche Kredite außer der Reihe aufgenommen werden. Sie haben natürlich Zinszahlungen zur Folge, sorgen aber auch für erheblichen Punkteabzug, wenn sie nicht bis zum Spielende zurückgezahlt werden. Dieses wird eingeläutet, sobald eine Kommune auf mindestens 25 Menschen angewachsen oder ein Generatorenstapel aufgebraucht ist. Bei der Wertung zählen vor allem Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen (sondern durch Roboter ersetzt wurden), aber auch Wohnräume, Überschussproduktionen der Generatoren sowie nicht genutzte Aktionen.

Nach einer ersten Basispartie kann das "Ausbauspiel" mit acht Sonderräumen in Angriff genommen werden: Camper, Kreditbüro, Spielhalle, Werkstatt, Planungsbüro, Nahrungs-Energie-Wandler, Gewächshaus, und Solarfarm warten auf ihren Einsatz. Für "Experten" gibt es neun zusätzliche Regelvarianten, von denen zwei ausgelost werden (sollen).

Meinung

Utopien sind per Definition realitätsfern -eine Eigenschaft, über deren Bedeutung man sich im Klaren sein sollte, schließlich werden hier sämtliche Investitionen ausschließlich durch Subventionen bezahlt. Dennoch gefällt die Idee -auch als langfristiges Ziel einer progressiven, friedfertigen und intellektuellen Gesellschaft-, was Futuropia einige Sympathien beschert. Da lässt sich dann auch darüber hinweg sehen, dass hier eigentlich gar nicht so viel passiert. Wir erwerben möglichst günstig irgendwelche Plättchen, die miteinander agieren, und zwischendurch besorgen wir uns immer wieder frisches Kapital.

Wichtig ist, die Abhängigkeiten zwischen Menschen und Maschinen zu optimieren, und hierbei sind die "sofortigen Testläufe" sehr hilfreich. "Testlauf" bedeutet nämlich nichts anderes als: Jedes Mal, wenn ein neuer Generator, Roboter oder Mensch angeschafft wird, wird anschließend eine Produktions-/Verbrauchsrechnung gemacht. Auf diese Weise werden nicht nur Güter produziert und verbraucht, sondern quasi gleich nebenbei auch eine Art Inventur durchgeführt, sodass man jederzeit auf dem Laufenden ist. (Hilfreich wäre es allerdings gewesen, wenn für Produktion und Verbrauch eines Gutes -z.B. Strom- nicht dasselbe Symbol verwendet worden wäre.)

Die Basisregeln bieten insgesamt wenig Abwechslung, zumal sich Aktionsreihenfolgen meist schnell zu Automatismen verfestigen. Lediglich die schwankenden Preise wirken sich darauf aus, was wiederum von Spielerzahl, -typen und -reihenfolge abhängt. Mit den Fortgeschrittenenregeln und den neuen Räumen wird es dann etwas interessanter, weshalb sie spätestens ab der zweiten Partie verwendet werden sollten. Die "Experten"varianten bringen hingegen nur geringfügige Änderungen mit sich, die eher langfristig den Spielreiz aufrecht erhalten sollen.

Fazit

Sich selbst versorgende Wohnanlagen: eine traumhafte Vorstellung, aber selbst für Futuropia ein herausforderndes Ziel immer wiederkehrender Aufrüstschritte. Mehr ist es nicht, mehr will dieses Spiel auch gar nicht sein. Das Thema ist frisch und trägt über die Spielzeit, selbst wenn es hier wenig zu entdecken, aber viel zu optimieren gibt. Futuropia wird daher eine ganze Zeit lang Spaß bereiten.


2019-03-22, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
28.02.2019
F-antastisches Thema, aber keine aussergewöhnlichen Mechanismen

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