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Datenblatt image
ID 12330

DOMINION: DIE INTRIGE


cover
andere Namen: Dominion: Intrigue
Dies ist eine Erweiterung zu: Dominion
Jahrgang: 2009

Verlag: Hans im Glück [->]
Autor: Donald X. Vaccarino
Grafik: Matthias Catrein

 
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2-6

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30

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ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: gering
Interaktion: gering
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 8.8 von 10
punkte

Score gesamt: 84.9% von 100
score
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Rezension

Ziel

Dominion – die Intrige ist wie der Vorgänger Dominion (Spiel des Jahres 2009) ein Kartenspiel, bei dem jeder Spieler sein eigenes Kartendeck im Laufe des Spiels aufbaut. Mit einem für alle gleichen Start-Satz von zehn Karten wird begonnen und reihum gespielt. Ohne Startspieler. Ohne Runden zu zählen und ohne komplizierte Spielerreihenfolge oder Änderung derselben. Solange, bis eine der Siegbedingungen erfüllt ist.

Regeln

Da die Basis-Regeln identisch mit denen von Dominion sind, wird hier nicht weiter darauf eingegangen. Dominion – die Intrige ist sowohl allein spielbar oder mit Dominion kombinierbar und enthält neben 25 neuen Aktionskartentypen 130 Geldkarten, 48 Punktekarten, 30 Flüche sowie eine Müllkarte.

Während die meisten Aktionskarten bekannte Boni auf Aktionen, Karten oder Geld neu kombinieren, verdienen manche dagegen besondere Aufmerksamkeit. Beispielsweise die verschiedenen neuen Möglichkeiten, den eigenen Stapel ein wenig zu säubern. Mit dem Baron kann ein Anwesen gegen 4 Gold abgegeben werden, der Handelsposten entsorgt gleich zwei beliebige Karten für 1 Silber. Der Verwalter kann zwar nur kostenlos zwei Karten entfernen, liefert jedoch +2 Karten oder Gold wenn er dafür nicht gebraucht wird. Ganz anders geht der Späher das Thema an: Er zieht 4 Karten und behält die Punktekarten auf der Hand, sodass die Optimierung erst für den Folgezug Wirkung zeigt und temporär ist. Sollten allerdings auch Punktekarten (s.u.) im Spiel sein, die noch zu anderen Zwecken eingesetzt werden können, lohnt sich der Späher gleich doppelt.

Die Maskerade optimiert wiederum völlig anders. Zunächst werden 2 Karten gezogen, bevor alle Spieler eine an ihren linken Nachbarn abgeben müssen. Natürlich dürfen auch Flüche gezogen und geschoben werden, was von empfindlichen Spielern durchaus als Angriff gewertet werden kann. Reine Angriffskarten sind aber ganz andere, z.B. der Kerkermeister. Dieser lässt den aktiven Spieler freundlicherweise gleich 3 Karten nachziehen, bevor alle zwei ablegen oder einen Fluch auf die Hand nehmen müssen. Der Lakai mag mehr Zufall und lässt alle Spieler 4 neue Karten ziehen. Richtig gemein wird es dagegen beim Saboteur, der alle dazu zwingt, eine mindestens 3 Gold kostende Karte vom eigenen Nachziehstapel entschädigungslos zu entsorgen. Wer nun im Falle eines Angriffs über eine Geheimkammer verfügt, erhält von seinem Stapel zunächst zwei weitere Karten. Es müssen zwar auch zwei wieder abgelegt werden, aber zumindest erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, keine wertvollen Karten zu verlieren. Vielleicht am Übelsten ist der Trickser. Dieser entsorgt die obersten Karten aller Spieler und lässt eine gleichteure aufnehmen. Aus einem Kupfer kann so schnell ein Fluch werden.

Außerdem gibt es jede Menge neue Siegpunkte. Die große Halle liefert zwar nur einen, dafür aber während des Spiels bereits +1 Karte und +1 Aktion. Der Adlige ist am Ende 2 Punkte wert und unterstützt zuvor sogar mit +3 Karten und +2 Aktionen. Ein Harem zählt ebenfalls 2 Punkte, aber alternativ auch +2 Gold. Der Herzog dagegen ist eher konservativ veranlagt und rentiert sich erst am Ende, wenn er 1 Punkt je gesammeltem Herzogtum wert ist.

Neben Burghof, Handlanger, Armenviertel, Wunschbrunnen, Bergwerk, Brücke, Eisenhütte, Anbau, Verschwörer und Tribut sei zu guter Letzt noch der Kupferschmied erwähnt. Dieser erhöht den Wert jedes Kupfers um +1 Gold.

Meinung

„Ein Diener murmelt im Vorbeigehen „Es ist vollbracht.“ Hektisch durchsuchst Du Deine Aufzeichnungen, bevor Du realisierst, was er damit meint: Das Frühstück ist fertig. Ausgezeichnet! Alles verläuft genau nach Plan.“ lautet die Einleitung diesmal. Ein neuer Gag, der wie schon beim Vorgänger Dominion einen guten Start verspricht. Und tatsächlich, auch Die Intrige hält ihr Versprechen! Das Spiel ist genauso gut wie das Spiel des Jahres, genauso aufgebaut und genauso ausgestattet. Die einzigen Unterschiede sind letztlich die Texte der beiliegenden Karten.

Da stellt sich natürlich sofort die Frage: Wer braucht das dann? Nur jemand, dessen Geld- und Punktekarten des Grundspiels schon abgenutzt sind? Doch dieser spontane Gedanke verflüchtigt sich bereits während des ersten Spiels schnell. Denn die Karten sind doch irgendwie anders, zumindest teilweise. Zum einen sind da die vielen Angriffskarten, die für wesentlich mehr Interaktion zwischen den Spielern sorgen und zum anderen jede Menge neue Kombinationsmöglichkeiten –und damit auch Siegstrategien. Und zum anderen die neuen Punktekarten. Statt Gärten zu sammeln könnten es nun Herzogtümer sein, wenn der Herzog im Spiel ist. Harem, Adlige und Halle machen es währenddessen schwierig, den führenden Spieler im Auge zu behalten.

Auch andere Kombos sind reizvoll und spannend. Etwa das Team Wunschbrunnen und Späher: Erst nachschauen was im Stapel liegt, und dann genau das Richtige wünschen. Bringt zwar nicht ganz so viel, ist aber witzig. Auf der anderen Seite hilft als Abwehr gegen den Kerkermeister auch die Maskerade: Einfach einen Fluch nehmen und diesen dann gleich weiterreichen. Ja, das ist fies und ja, es macht Spaß den linken Nachbarn auf diese Weise zu ärgern. Allerdings muss dann auch die Maskerade vorhanden sein und niemand den Lakaien zücken. Vielleicht doch ein Fall für den Späher…?

Fazit

Dominion - Die Intrige ist gleichartig ausgestattet wie Dominion, bietet aber mehr Interaktion und neue Siegstrategien. Deshalb ist die Intrige sogar noch einen Tick besser als das Spiel des Jahres 2009 geworden. Die größte Abwechslung erhält natürlich nur, wer sich beide Spiele zulegt. Wer Dominion mag, kommt an der Intrige definitiv nicht vorbei.


2009-08-24, Carsten Pinnow (cp)



[+] Bildergalerie

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Bewertungen
9.5donvanone
31.08.2009
Durch die gesteigerte Interaktivit?t besser als das Grundspiel
9.5Lascar
27.07.2009
W?rdige (eigenst?ndige und kombinierbare) Erweiterung mit wenigen, aber ausgefeilten neuen Feinheiten.
7.5markus
27.07.2009
10iceteddi
03.05.2010
7niggi
16.08.2009
9.5cp
16.08.2009
Noch einen Tick besser als das Spiel des Jahres 2009
9.5bkalies
10.09.2009
Sehr interessante neue Kombinationsm?glichkeiten
9.5sandokan
18.11.2009
8tezetto
14.12.2009
9.5darkpact
27.12.2009
Wie ich finde die besseren Karten und das rundere Erlebnis als die erste Box. Nat?rlich wunderbar mit den alten Karten kombinierbar.
8.5alguenter.mkraemer
24.02.2010
gleich gut wie das Grundspiel
9Daniel_ms
11.07.2010
Toll! Mal was anderes. Schnell, spannend, noch mal!!!! Ich liebe es. Zusammen mit Seaside eine volle 10!!!!
9heavywolf
05.03.2012
9.5CrazyButCute
06.05.2012
Noch besser als das 1. Spiel
9JoergBoerg
20.02.2013
Sehr gute Erweiterung, das Spiel wird komplexer, interaktiver und gemeiner :-)
9MarkusB
09.05.2013
8.5insaneplatypus
28.07.2013
8.5Lunaplena
23.10.2013
Für mich (nur) die erste Erweiterung zum Grundspiel.
8.5m.mueller19
12.12.2013
Mehr Interaktion als im Grundspiel und richtig fiese, intrigante Karten, toll!!!
8Mario1976
03.05.2014

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