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Datenblatt image
ID 13309

DAS BLAUE AMULETT


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Jahrgang: 2010

Verlag: Noris Spiele [->]
Autor: Michael Rüttinger, Johann Rüttinger
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2-4

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 4.8 von 10
punkte

Score gesamt: 53.7% von 100
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Rezension

Ziel

Jeder Spieler versucht, mit seinem Königssohn das Schloss des Lichts zu erreichen. Doch der Weg ist mit Gefahren und Schwierigkeiten gepflastert. Wer wird als Erster am Ziel ankommen?

Regeln

Alle Spieler bekommen einen Königssohn und sechs Wege-Karten in ihrer Farbe, die offen nebeneinander abgelegt werden. Die ersten drei Plätze des Spielplans werden mit den Dunklen Mächten (Zwerg, Hexe, Zauberer) besetzt, und die Schicksalskarten werden neben dem Spielbrett verdeckt bereitgelegt.

Der Weg vom Start-Schloss zum Ziel-Schloss ist ein Doppelweg. Die Felder der rechten Spur führen zum Ziel, die Felder der linken Spur zurück. Besondere Plätze unterbrechen diesen Doppelweg; dort können im Spielverlauf die Dunklen Mächte platziert werden. Landet eine Spielfigur auf einem Feld mit Pfeilsymbol, so darf sich der Spieler eine Schicksalskarte vom Stapel nehmen. Allerdings dürfen grundsätzlich maximal drei Karten auf der Hand gehalten werden.

Der aktive Spieler wählt eine Wege-Karte und zieht entsprechend viele Felder vor. Landet er auf einem Feld, auf dem bereits ein Mitspieler steht, so bringt er diesen aus der Bahn, d. h. er „schubst“ ihn auf die linke Spur, die zurück führt. Besondere Plätze dienen als Hindernisse, sofern eine Dunkle Macht darauf steht. Um diese Dunkle Macht zu besiegen, muss der Spieler eine passende Schicksalskarte spielen oder das Blaue Amulett tragen, das er ebenfalls über Schicksalskarten erhalten kann.

Bei drei Besonderen Plätzen (Ruine, Quelle, Feuer) sind außerdem Aufgaben zu bewältigen, für die man wiederum passende Schicksalskarten benötigt. Das Blaue Amulett ist hier gegenstandslos. Nachdem der aktive Spieler seine Figur gemäß Wege-Karte gezogen und möglicherweise eine Dunkle Macht oder Aufgabe gemeistert hat, darf er als letzte Aktion alle drei Dunklen Mächte umsetzen, um so seinen Mitspielern Steine in den Weg zu legen.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler das Schloss des Lichts in einem direkten Zug betritt. Dieser Spieler hat dann gewonnen.

Meinung

Das Blaue Amulett erschien im Original bereits 1986 im Rahmen der Magier-Trilogie. Und ehrlich gesagt merkt man dem Spiel das auch an, denn sowohl der Spielmechanismus als auch das Design wirken relativ nostalgisch. Aber egal, das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Zumindest hinsichtlich der Optik hebt sich Das Blaue Amulett von modernen Veröffentlichungen ab, und wenn ein Spiel „aus dem Rahmen fällt“, dann ist das erstmal positiv anzusehen. Schließlich wollen die Spiele-Fans nicht immer denselben Stil vorgesetzt bekommen.

Ein Problem ist allerdings das Spielprinzip, welches nicht gänzlich zu überzeugen weiß. Die Grundidee ist nicht mal schlecht, aber in der Praxis offenbart Das Blaue Amulett doch einige Schwächen. Diese basieren in erster Linie auf dem sehr hohen Glücksfaktor in Form der gezogenen Schicksalskarten. Hat ein Spieler (glücklicherweise) eine passende Karte auf der Hand, so zieht er den Mitspielern ohne geeignete Karten relativ schnell davon. Noch extremer wird es, wenn ein Spieler frühzeitig das Amulett bekommt und längere Zeit behält. In diesem Fall ist er gegen die Dunklen Mächte immun und kann beruhigt vor sich hinspielen und dabei seinerseits die Mitspieler blockieren. Diesen massiven Vorteil können die benachteiligten Spieler in der Regel kaum noch wettmachen. Richtiggehend unfair wird es, wenn ein Spieler beide Zauberer-Karten auf der Hand hält. Sofern die Mitspieler nicht gerade das blaue Amulett tragen, ist eine Blockade durch den Zauberer unüberwindlich und führt zwangsweise zu einem einseitigen Match.
Wie gesagt, die Spielidee ist eigentlich okay, aber die Beschränkung auf drei Handkarten kann zu einem exorbitanten Ungleichgewicht der Mächte führen. Als Alternative können sich die Spieler auf ein höheres Handkartenlimit einigen, aber auch dann greift die geschilderte Problematik, wenn ein einziger Spieler beide Zauberer-Karten besitzt.

Andererseits kann eine Partie auch ausgewogen und spannend verlaufen, wenn sich das Glück beim Kartenziehen in etwa die Waage hält. Dementsprechend verlaufen alle Spiele unterschiedlich, was auch nicht schlecht ist. Da die Regeln nicht besonders komplex sind und die Spielanleitung hervorragend geschrieben ist, eignet sich Das Blaue Amulett primär als Kinder- und Familienspiel für zwei bis vier Personen.

Fazit

Alles in allem ist Das Blaue Amulett ein ordentliches, aber nicht überragendes Familienspiel. Für Strategen und Taktiker ist der Glücksfaktor definitiv zu hoch. Wer hingegen nichts gegen eine gehörige Portion Fortune hat, kann das Spiel durchaus einmal ausprobieren.


2010-12-29, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
4cp
01.12.2010
g?nstiges Familienspiel
4.5Laoghaire
07.10.2012
Nettes kurzweiliges Spiel ohne hohen Anspruch
6MarkusB
09.05.2013

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