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Datenblatt image
ID 13847

COPPERTWADDLE


cover
Jahrgang: 2000

Verlag: Surprised Stare Games [->]
Autor: Tony Boydell
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2-2

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45

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 5.2 von 10
punkte

Score gesamt: 54.3% von 100
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Rezension

Ziel

Zwei Spieler treten als Fürsten gegeneinander an und versuchen, schnellstmöglich eine Machtstruktur aufzubauen. Eine solche besteht aus Adligen und einfachen Gefolgsleuten (Bauern). Wer sein Reich bzw. seine Auslage zuerst vervollständigt hat, gewinnt das Duell.

Regeln

Zuerst werden alle Karten gut durchgemischt und zusammen als Stapel bereitgelegt. Danach zieht jeder der beiden Spieler vier Karten auf die Hand. Im Kartenstapel befinden sich unter anderem Standeskarten, welche jeweils vom Typ Adel oder Bauer sind, und außerdem einen Stärkewert (von null bis neun) aufweisen. Manche dieser Karten verfügen auch über spezielle Fähigkeiten. Neben den Standeskarten gibt es noch die Bekanntmachungen (wirken sich positiv oder negativ auf Standeskarten aus) und die Gunstkarten. Diese beeinflussen die Wirkung der anderen beiden Kartengattungen.

Der aktive Spieler ist jeweils der „Wächter“ und sein Kontrahent der „Herausforderer“. Jeder Spielzug besteht aus fünf Phasen. Zunächst dreht der Wächter alle seine verdeckt ausliegenden Standeskarten wieder auf die offene Seite, und zieht dann eine Karte vom Stapel. Jetzt hat der Herausforderer die Möglichkeit, Gunst oder auch spezielle Fähigkeiten seiner Standeskarten zu verwenden, bevor der aktive Spieler seinen Zug durchführt.

Phase drei entspricht dem eigentlichen Zug des aktiven Spielers, da dieser nun eine Standeskarte von der Hand in seine Auslage legen kann. Adlige dürfen dabei nur in die obere Reihe seines Reiches und Bauern nur in die untere gelegt werden. Die eigene Machtstruktur besteht also aus zwei Reihen zu jeweils vier Karten, wobei diese immer von links nach rechts aufgebaut werden müssen. Falls im Spielverlauf ein leerer Platz in der eigenen Auslage entsteht, muss dieser immer erst wieder aufgefüllt werden. Neben einer Standeskarte kann der aktive Spieler auch Bekanntmachungs- und Gunstkarten ausspielen oder die speziellen Fähigkeiten von eigenen –im Reich ausliegenden- Standeskarten einsetzen. Nach Einsatz einer solchen Fähigkeit muss die entsprechende Karte jedoch umgedreht werden.

Nach Abschluss dieser Aktionen kann der Wächter versuchen, eine Standeskarte seines Herausforderers zu verschleppen. Eine gegnerische Karte kann jedoch nur geraubt werden, wenn diese offen im Reich des Gegners ausliegt. Außerdem muss die angegriffene Standeskarte den gleichen Rang haben, wie die angreifende Karte, und die Gesamtstärke des Angreifers muss höher sein als die des Verteidigers. Am Ende des eigenen Zuges muss der aktive Spieler sein Handkartenlimit kontrollieren. Falls er über mehr als vier Karten verfügt, muss er überzählige abwerfen.

Sobald einer der beiden Fürsten alle acht Plätze seines Reiches mit aufgedeckten Karten belegt hat, gewinnt dieser das Spiel. Alternativ endet eine Partie auch dann, wenn der Nachziehstapel komplett aufgebraucht ist. In solch einem Fall gibt es keinen Sieger.

Meinung

Rein optisch betrachtet ist Coppertwaddle durchaus ansehnlich und vermittelt auf den ersten Blick ein mittelalterliches Flair. Die Texte der Karten und auch die Spielregel liegen jedoch nur in englischer Sprache vor. Im Internet ist zwar eine deutsche Regelübersetzung zu finden, da aber Coppertwaddle von den Fähigkeiten bzw. den Texten der Karten lebt, ist es unumgänglich, dass die Spieler der englischen Sprache mächtig sind.

Ohnehin braucht es einige Partien, um die verschiedenen Kartentypen und ihre Auswirkungen bzw. deren Zusammenspiel kennen zu lernen. Mit Gunstkarten kann beispielsweise die Stärke von Karten verringert, das Abwerfen von Karten erzwungen oder auch eine Spezialfähigkeit blockiert werden. Von den Standeskarten haben viele keine besonderen Eigenschaften, sondern nur einen Stärkewert. Unter anderem erlauben es jedoch einige Exemplare, die Stärke von anderen Karten zu erhöhen, was vor allem für einen Raubzug oder die Verteidigung sehr interessant ist. In dieser Hinsicht spielen vor allem die so genannten Bauern-Windkarten auch eine wichtige Rolle, da diese nicht geraubt werden können. Somit stellen diese „Spezial-Bauern“ standhafte Pfeiler im eigenen Reich dar, und ermöglichen zudem noch das Blockieren von starken Karten des Gegners.

Beim Auslegen der Karten, also während das eigene Reich aufgebaut wird, muss immer gut auf die Spezialfähigkeiten und Werte der eigenen, aber auch der gegnerischen Bauern und Adligen geachtet werden. Denn bei einem Angriff oder einer Verteidigung liefern unter Umständen angrenzende Karten Unterstützung. Nur wer seine Machtstruktur von Grund auf solide und gut durchdacht aufbaut, kann sich also vor gegnerischen Raubzügen schützen und gleichzeitig auch erfolgreiche Angriffe durchführen. Natürlich ist jeder der beiden Fürsten auch von seinen gezogenen Handkarten abhängig. Werden in entscheidenden Situationen immer wieder die falschen Karten nachgezogen, dann sieht es für das eigene Reich ziemlich düster aus. Hinzu kommt auch das relativ niedrig angesiedelte Handkartenlimit von Coppertwaddle, welches bei vier liegt.

Wenn die beiden Kontrahenten die Spannung etwas steigern möchten, so können sie zum Beispiel auch drei Partien hintereinander spielen. Nach jedem Spiel werden dabei die Punkte des Siegers aufgeschrieben, wobei sich die jeweilige Punktzahl aus der Gesamtstärke des eigenen Reiches ergibt. Am Ende der drei Partien erhalten die Spieler für jeden Sieg und jedes Unentschieden einen Siegpunkt. Zudem bekommt der Spieler, der in den drei Partien den höchsten Punktestand erzielen konnte, noch einen Bonuspunkt. Wer dann insgesamt die höchste Gesamtpunktzahl vorweisen kann, ist der finale Sieger.

Fazit

Coppertwaddle ist zwar kein herausragendes Zwei-Personenspiel, bei Leibe aber auch kein schlechtes Exemplar dieser Spielgattung. Denn sind die verschiedenen Karten und ihre Fähigkeiten erst einmal verinnerlicht, so entwickeln sich zum Teil sehr spannende, von Taktik geprägte Partien. Außerdem kann ein kleines Coppertwaddle-Turnier den Reiz dieses kleinen Kartenspiels durchaus noch etwas höher schrauben.


2010-12-03, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
6markus
25.11.2010
kein schlechtes Zweierspiel
5.5arkadia
27.11.2010
nicht so mein Ding
4Susanne1
18.03.2011

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