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Datenblatt image
ID 14298

CITY TYCOON


cover
Jahrgang: 2011

Verlag: Pegasus [->]
REBEL Centrum Gier [->]
Autor: Hubert Batos, Łukasz S. Kowal
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2-6

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 59.0% von 100
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Rezension

Ziel

Schaffe, schaffe, Häusle baue … nur dass es sich bei City Tycoon nicht nur um einfache Häuser handelt, sondern um den Ausbau einer ganzen Stadt. Wer baut strategisch am besten und wird am Ende als Sieger hervorgehen?

Regeln

Zu Beginn werden die vier Startplättchen in quadratischer Anordnung ausgelegt und bilden die Stadt. Zu ihnen gehören unter anderem auch ein Wasser- und ein Kernkraftwerk, auf denen so viele Ressourcensteine gelegt werden wie Spieler teilnehmen. Gespielt wird in vier Runden, für die es jeweils einen separaten Plättchenstapel mit Gebäuden gibt. Jeder Spieler nimmt sich sechs Plättchen, wählt eines davon aus und gibt den Rest an den linken Nachbarn weiter. Nachdem jeder sechs Plättchen auf der Hand hat, haben die Spieler reihum eine von drei Handlungsaktionen zur Auswahl.

Die erste Option ist das Bauen von Gebäuden. Hierfür zahlt der Spieler die Kosten für das Plättchen, legt es an die Stadt an und markiert es mit einem Besitzmarker. Je nach Gebäudeart müssen ggf. dann noch See- oder Waldplättchen angelegt werden, wobei die Seen neutral sind. Im Gegensatz dazu gehen die Wälder in den Besitz des aktiven Spielers über.

Die zweite Möglichkeit ist die Errichtung eines Kraftwerks, wofür der Spieler ein Gebäudeplättchen von seiner Hand ablegen und den Preis für das oberste Kraftwerk bezahlen muss. Dieses wird nun mit einem eigenen Marker belegt und bringt sofort und in jeder weiteren Runde Ressourcensteine gemäß des Aufdrucks ein.

Die dritte und letzte Möglichkeit ist die Beschaffung von Geld (fünf Münzen), für die ein Plättchen aus der Hand abgegeben werden muss.

Nun folgt die Versorgungsphase. Beginnend beim Startspieler wählt jeder der Reihe nach ein eigenes Gebäude aus, welches er versorgen möchte. Versorgungsart (Ressourcen) und Ertrag (Geld und/oder Siegpunkte) sind auf den Plättchen vorgegeben. Doch um ein Gebäude zu versorgen, müssen die entsprechenden Ressourcen von einem eigenen Kraftwerk entnommen oder von einem neutralen Stadt-Kraftwerk gekauft werden. Weiterhin müssen die Ressourcen zum Gebäude transportiert werden. Der Weg über eigene Gebäude (oder eigene Waldplättchen) ist kostenlos, doch für die Überquerung fremder Plättchen fallen Kosten für den jeweiligen Besitzer an. Die Versorgungsphase geht so lange, bis kein Spieler mehr ein eigenes Gebäude versorgen kann oder will. Danach startet die nächste Runde nach dem gleichen Prinzip. Wer nach der vierten Runde die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt das Spiel.

Meinung

City Tycoon beinhaltet viele verschiedene Mechanismen und Grundideen von anderen Spielen, ohne diese aber plump zu kopieren. Stattdessen wurden bekannte Inspirationen zu einem originellen und eigenständigen Spiel umgesetzt, das in erster Linie Vielspieler ansprechen wird. Natürlich erinnert das Anlegen von Stadtplättchen ein bisschen an Alhambra, die Versorgungsthematik könnte von Funkenschlag inspiriert sein und beim Weitergeben der Plättchen in der ersten Phase lässt 7 Wonders grüßen. Ach ja … und hinsichtlich der Transportproblematik werden leichte Assoziationen zu Aufbruch der Händler geweckt. Aber all das ist letztendlich egal – schließlich kommt es auf das Ergebnis an, und dieses kann sich durchaus sehen lassen.

Die Regeln sind für ein Strategiespiel gar nicht mal so schwer oder ausufernd, aber bedeutet dies gleichzeitig nur seichte Unterhaltung oder gedankenloses Drauflosspielen? Nein, definitiv nicht! City Tycoon ist zweifellos anspruchsvoll und fordert die kleinen grauen Zellen in nicht unerheblichem Maße. Das Hauptproblem des Spiels ist – wie im wirklichen Leben – das liebe Geld. Als Spieler möchte man am liebsten fast alle Gebäude bauen, aber diese müssen erst einmal finanziert werden, was alles andere als einfach ist. Andererseits darf man nie vergessen, dass es im Endeffekt um Siegpunkte geht, daher sollten diese auch mitgenommen werden, wenn es denn möglich ist. Absolut empfehlenswert ist die Errichtung von zwei bis drei Gebäuden, deren Versorgung auch Diamanten abwirft. Denn diese bringen vor allem bei den Gebäuden der vierten Runde jede Menge Siegpunkte.

Im Zweierspiel ist die Transportproblematik zur Versorgung der eigenen Gebäude weniger ausgeprägt als mit mehreren Spielern. Vor allem im Vierer- oder Fünferspiel darf dieser Faktor aber nicht vernachlässigt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, von eigenen Kraftwerken abgeschnitten zu werden. Und sollte dieser Fall eintreten, wird es teuer, denn die Nutzung fremder Plättchen beim Transport kostet wertvolles Geld, das eigentlich für den Ausbau weiterer Gebäude dringend benötigt wird. Alles in allem stehen die Spieler also permanent vor schwierigen Entscheidungen, wie sie ihre Kohle vermehren und sinnvoll einsetzen sollen.

Fazit

Mit City Tycoon ist dem polnischen Verlag Rebel ein guter Wurf gelungen. Wer anspruchsvollere Lege- und Optimierungsspiele mag, kann hier sicherlich zugreifen. Seit Anfang 2013 ist auch die deutsche Version von Pegasus Spiele erhältlich.


2013-04-08, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8cp
31.03.2013
Die graphische Überarbeitung (und damit die lange Wartezeit) der Pegasus-Ausgabe hat sich gelohnt. City Tycoon ist jetzt nicht nur spannend, sondern sieht auch noch ansprechend aus.
7-NeXuS-
16.10.2013
Ein solides und kurzweiliges Legespiel mit einfacher Ressourcenmanagement-Funktion.

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