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Datenblatt image
ID 12257

BONNIE AND CLYDE


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Rio Grande Games [->]
Autor: Mike Fitzgerald
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2-4

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45

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 4.0 von 10
punkte

Score gesamt: 52.8% von 100
score
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Rezension

Ziel

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines FBI-Agenten und versucht das Gangsterpärchen Bonnie Parker und Clyde Barrow zu fassen. Wer zuerst 100 Punkte oder mehr erreicht hat, gewinnt das Spiel.

 

Regeln

Bonnie und Clyde ähnelt sehr dem klassischen Rommé, wobei durch die Ted Hinton-Karten zusätzlich ein kleines taktisches Element vorhanden ist.

Zu Beginn wird der Spielplan ausgelegt, der zehn verschiedene Orte zeigt. Das Fluchtauto kommt auf die erste Etappe „Kaufmann in Texas“. Die beiden Bonnie und Clyde-Karten werden mit acht weiteren Karten zusammengemischt und verdeckt unter die Orte des Spielplans verteilt.
Generell gibt es so genannte Beweiskarten, die immer einen der zehn Orte zeigen, sowie Ted Hinton-Karten, die zusätzliche Aktionen ermöglichen. Abhängig von der Spielerzahl bekommt jeder Mitspieler eine gewisse Anzahl Karten auf die Hand. Die restlichen Karten bilden den verdeckten Nachziehstapel.

Ein Zug besteht aus folgenden Aktionen:

1. Eine Karte ziehen (Pflicht)
2. Karte(n) ausspielen (freiwillig)
3. Eine Handkarte auf den Ablagestapel abwerfen (Pflicht)

Wer drei oder mehr Beweiskarten eines Ortes auf der Hand hat, kann diese Karten auslegen (im Spiel heißt das „Meldung machen“). Dafür darf sich der betreffende Spieler die verdeckte Karte unter dem entsprechenden Ort des Spielplans ansehen und entscheiden, ob er die Karte liegen lässt oder auf die Hand nimmt. Steht auch das Fluchtauto an diesem Ort, dürfen die ausgespielten Karten quer gedreht werden und zählen bei der Wertung doppelt. Wurde zu einem Ort bereits eine Meldung gemacht –egal von wem- ist es auch erlaubt, einzelne Handkarten auszuspielen und diese vor einem selbst abzulegen. Das Fluchtauto wird beim Auslegen von Karten immer ein Feld vor- oder zurückgezogen, wobei es aber den Spielplan nie verlassen darf.

Beim Ausspielen einer Ted Hinton-Karte darf man sich wahlweise zwei Karten vom Nachziehstapel ziehen, eine Karte vom Ablagestapel auf die Hand nehmen oder eine verdeckte Karte unter einem beliebigen Ort ansehen. Am Ende eines Spielzugs muss immer eine Karte abgeworfen werden (wie bei Rommé).

Die Partie endet, wenn ein Spieler seine letzte Handkarte abgeworfen hat oder er die letzte Karte vom Nachziehstapel zieht. Nun erfolgt die Wertung. Jede ausgespielte Karte zählt 2 Punkte. Liegt eine Karte quer, gibt es dafür sogar 4 Punkte. Die Bonnie und Clyde-Karten bringen jeweils 10 Punkte. Sollte kein Spieler die 100-Punkte-Marke erreicht haben, folgt ein weiteres Spiel, bis jemand diese Mindestpunktzahl erreicht hat.

Meinung

Zunächst sollte man sicherheitshalber zwei bis drei Anläufe einplanen, um die etwas verworren geschriebenen Regeln zu verstehen, was möglicherweise an der gewöhnungsbedürftigen Terminologie liegt. Beispielsweise bedeutet der Begriff „anlegen“, dass auch einzelne Ortskarten („Beweiskarten“) vor einem selbst ausgelegt werden können, sofern bereits eine Meldung zu diesem Ort gemacht wurde. Unabhängig davon erweckt Bonnie und Clyde einen leichten Eindruck von „Augenwischerei“, sobald die Regeln erstmal kapiert sind. Denn im Grunde ist das Spiel extrem simpel und alles andere als innovativ. Im Endeffekt sammelt jeder Karten und legt diese irgendwann einmal aus, genau wie bei Rommé. Natürlich kann versucht werden, das Fluchtauto vor einer Meldung an den entsprechenden Ort zu ziehen, aber eine strategische Herausforderung ist das definitiv nicht. Übrigens ist die Story eigentlich Nebensache und bringt keinen zusätzlichen Reiz ins Spiel.

Im Zweierspiel bietet sich das „mauern“ an, d.h. es werden so lange passende Karten gesammelt, bis früher oder später in einem Zug fertig gemacht werden kann. Aber auch das ist von Rommé bestens bekannt. Im Spiel zu dritt oder viert ist es meist besser, die Karten früher auszulegen, um so nicht von einer eventuellen Mauertaktik eines Mitspielers böse überrascht zu werden. Aus taktischer Sicht empfiehlt es sich außerdem, die verdeckten Karten unter dem Spielplan liegen zu lassen. Wichtiger ist das Wissen um die Lage der Bonnie und Clyde-Karten, um bei einer entsprechenden Meldung die Möglichkeit zu haben, diese einzusacken.

Der empfohlene Verkaufspreis in Höhe von ca. 20 (T)EURO ist auf jeden Fall viel zu teuer. Bonnie und Clyde ist prinzipiell ein reines Kartenspiel, und der ausklappbare Spielplan hätte auch durch weitere Karten leicht ersetzt werden können.

Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass Bonnie und Clyde nichts Neues ist und das Preis-Leistungsverhältnis in keiner vernünftigen Relation steht.

Fazit

Sicherlich gibt es schlechtere Kartenspiele als Bonnie und Clyde, aber auch jede Menge bessere. Rommé-Freunde, Gelegenheitsspieler und Familien können sich das Spiel vielleicht im Sonderangebot anschaffen, aber Vielspielern und Strategen dürfte das Ganze doch zu fade sein.


2010-04-12, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6.5xaverius
15.04.2010
Ich mag Romm? - und Bonnie u. Clyde bietet mehr taktische M?glichkeiten
1.5heavywolf
13.03.2010

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