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Datenblatt image
ID 14273

BIOS MEGAFAUNA


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Jahrgang: 2011

Verlag: Sierra Madre Games [->]
Autor: Phil Eklund
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f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Evolution im Zeitraffer: Reptilien und Säugetiere kämpfen um die Vorherrschaft auf der Erde in Phil Eklunds Bios: Megafauna, dem Nachfolger von American Megafauna. Die Spieler kontrollieren darin jeweils vier verschiedene Spezies und entwickeln deren Genome weiter, um freie ökologische Nischen zu besetzen und die unabwendbaren Naturkatastrophen zu überleben.

Regeln

Es beginnt der Spieler, dessen Spezies die wenigsten Zähne aufweist. Er kann wahlweise ein neues Gen (aus der Auslage) erwerben und einer seiner Spezies zuordnen, die Größe verändern oder sich innerhalb der spezifischen Bewegungsreichweite auf dem Kontinent ausbreiten. Oder aber er sorgt für kulturellen Fortschritt. Ob Ackerbau, Jagd oder Werkzeuge, vieles ist möglich.

Durch die Ausbreitung können neue ökologische Zonen besetzt werden. Der (variierende) Treibhauseffekt bestimmt, wie viele Land- und Seezonen es gibt. Jede Zone bietet Platz für einen Pflanzenfresser, einen Fleischfresser sowie einen Nuss-/Wurzelfresser. Die Figuren repräsentieren dabei nur das Vorhandensein der Spezies, die im selben Habitat beheimatet sind und somit koexistieren. Eine Verdrängung setzt erst ein, wenn durch die Expansion benachbarter Spezies eine Überbevölkerung in einer der drei Nischen entsteht. Bei Pflanzenfressern überlebt die Spezies, die an ihre Umgebung besser angepasst ist –ähnlich ließe sich zwar auch bei den Fleischfressen argumentieren, jedoch zählen hier „andere Werte“: Größe, Geschwindigkeit, Nachtsicht, Panzerung und dergleichen. Am Ende einer Runde werden Siegpunkte verteilt, in Abhängigkeit der Populationsgrößen.

Sobald die erste Naturkatastrophe aufgedeckt wird, entsteht der Atlantische Ozean, der den Urkontinent teilt. Die Kreidezeit endet mit der zweiten Katastrophe, der die Neuzeit folgt. Das Spiel endet, sobald dann ein Kartendeck aufgebraucht ist oder sich die Erde aufgrund der Klimaveränderungen in einen Eisklotz oder eine gigantische Wüste verwandelt hat. Zu den gesammelten Punkten werden dann noch Boni für Gene und überlebende Exemplare addiert.

Meinung

Was auf den ersten Blick einfach erscheint (Gene kaufen, ausbreiten, Mehrheitenwertung), ist in Wahrheit eine sehr komplexe Angelegenheit. Denn wie effizient eine Spezies tatsächlich wird, hängt von ihrer Entwicklung ab –und der Fähigkeit, die bevorstehenden klimatischen Veränderungen und Naturkatastrophen zu überstehen. Hohe Spezialisierungen sorgen für klare Vorteile in friedlichen Phasen, erhöhen aber auch das Risiko ausgelöscht zu werden. Der Detailreichtum, den Bios: Megafauna mit all seinen genetischen Möglich- und Abhängigkeiten bietet, ist beeindruckend.

Gleichzeitig stellt die sehr sprachabhängige und zugleich unattraktive Darstellung eine sehr große Hürde dar: So ziemlich jedes Merkmal ist nur durch einen Anfangsbuchstaben gekennzeichnet. Natürlich auch nur in englischer Sprache –und eine deutsche Übersetzung ist kaum zu erwarten. Doch auch die schlecht strukturierte Anleitung sorgt dafür, dass eine erste Partie kaum noch am selben Abend des Auspackens gespielt werden kann. Stattdessen ist eine intensive Vorbereitung nötig, unter anderem auch zum Besorgen der im Internet verfügbaren Regelaktualisierungen („Living Rules“).

Fazit

Bios: Megafauna ist eher eine Simulation als ein Spiel. Eine Gelegenheit für Liebhaber komplexer Entwicklungspiele mit Ausdauer und Begeisterung für das Thema, bei diesem monumentalen Wettstreit zwischen Sauriern und Säugern lustige Tierarten entstehen zu lassen. Fliegende „Frösche“ (oder wie auch immer man amphibische Echsen nennen mag) oder Delfine mit Gewehren, vieles ist möglich. Leider ist es meist schwer Mitspieler zu finden, schon aufgrund der Sprachhürde. Aber für solche Fälle gibt es die Solitärvariante…


2012-08-28, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
27.08.2012
Es dauert etwas, bis man sich an die sperrigen Buchstaben-Kennzeichnungen gewöhnt hat.

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