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Datenblatt image
ID 13451

BARGAIN HUNTER


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Valley Games [->]
Autor: Uwe Rosenberg
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3-4

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45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 6.2 von 10
punkte

Score gesamt: 56.5% von 100
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Rezension

Ziel

Bargain Hunter sind Schnäppchenjäger, und als solche sammeln die Spieler fleißig Schnäppchen und auch allerlei Ramsch. Doch nur wer am Ende die meisten Schnäppchenkarten und gleichzeitig den wenigsten Plunder eingesackt hat, gewinnt. Gut, dass es da die Möglichkeit gibt, potentiell nutzlosen Krempel in begehrte Schnäppchen umzuwandeln.

Regeln

Bargain Hunter ist ein Stichspiel, das abhängig von der Spieleranzahl über vier bzw. sechs Runden verläuft. Pro Runde bekommt jeder Spieler acht Handkarten ausgeteilt. Die Spielkarten weisen alle einen Zahlenwert, eine farbliche Markierung, und außerdem die Illustration eines potentiellen Schnäppchens (wie z. B. Waschmaschine, Photoapparat, Bügeleisen usw.) auf. Vor der allerersten Runde muss noch jeder Spieler sein erstes Schnäppchen festlegen. Dazu wird eine Karte aus der Hand offen ausgelegt. Alle im weiteren Spielverlauf gesammelten Schnäppchen werden dann auf diesen so genannten „Schnäppchenstapel“ gelegt.

Der Spieler links vom Geber beginnt und legt eine beliebige seiner Handkarten aus. Danach geben alle anderen im Uhrzeigersinn dem Stich jeweils eine Karte zu. Bis auf wenige Ausnahmen gelten die allseits bekannten Stichregeln. Das heißt, die angespielte Farbe muss bedient werden. Falls ein Spieler keine passende Karte auf der Hand hat, spielt er eine Karte einer anderen Farbe oder ein „unwiderstehliches Angebot“ (höchste Karte im Spiel) aus. Ist kein Bedienen möglich, so muss der betroffene Spieler sofort ansagen, ob seine gespielte Karte nun die Trumpffarbe werden soll oder nicht. Wer die höchste Karte gespielt hat, gewinnt den aktuellen Stich. In einem Stich mit Trumpffarbe ist dies die höchste Trumpfkarte. Der Gewinner des letzten Stichs sucht sich nun aus diesem alle Karten heraus, die als Motiv sein aktuelles Schnäppchen zeigen. Diese Karten legt er auf seinen „Schnäppchenstapel“, alle anderen kommen auf seinen „Ramschstapel“. Dann beginnt er die nächste Runde, indem er eine seiner noch verbliebenen Handkarten ausspielt. Eine eventuell festgelegte Trumpffarbe aus dem vorherigen Stich gilt jedoch für den folgenden Stich nicht mehr, sondern kann unter Umständen wieder neu definiert werden. Auf diese Weise werden nun alle weiteren ausstehenden Stiche der laufenden Runde durchgespielt.

Nach dem Abschluss der Schnäppchenjagd folgt nun der Frühjahrsputz. Jeder Spieler sortiert dabei die Karten seines Ramschstapels nach Artikelsorten. Eine dieser Sorten darf dann in Schnäppchen umgewandelt werden. Das bedeutet, es dürfen alle Karten dieses Artikels aus dem Ramschstapel entfernt und auf den Schnäppchenstapel gelegt werden. Eine bestimmte Anzahl von Karten dieser Sorte muss allerdings erst entsorgt werden, bevor der Rest als Schnäppchen abgelegt werden darf. Auf diese Weise wird auch gleichzeitig für die nächste Runde das neue eigene Schnäppchen festgelegt, da immer die oberste Karte des Schnäppchenstapels anzeigt, was für Artikel gesammelt werden müssen.

Nachdem die vorgegebene Anzahl an Spielrunden erreicht ist, darf jeder Spieler noch zweimal Frühjahrsputz machen, also zwei Ramschsorten in Schnäppchen umwandeln. Jede Karte im Schnäppchenstapel zählt dann einen Pluspunkt, wohingegen jede Ramschkarte als ein Minuspunkt zu Buche schlägt. Der Spieler mit den meisten Punkten hat als gewieftester Schnäppchenjäger die Partie gewonnen.

Meinung

Im Vergleich zu anderen Stichspielen ist bei Bargain Hunter nicht in erster Linie die Anzahl der Stiche das wichtigste. Natürlich kann eine Partie ohne eigene Stiche nicht gewonnen werden, aber da am Ende nur die Karten auf dem Schnäppchenstapel Punkte einbringen, muss das Augenmerk hier auch verstärkt darauf gerichtet werden, nicht zuviel Ramschkarten abzubekommen. Ein Spieler mit den meisten Stichen kann ohne weiteres zum Schluss der Gelackmeierte sein, wenn er haufenweise Trödel angesammelt und somit dick Minuspunkte eingefahren hat. Eine vorausschauende Spiel- und Denkweise ist bei Bargain Hunter also unerlässlich, damit am Ende der ganze „gestochene“ Krempel auch Punkte einbringt.

Solche Fein- bzw. Besonderheiten sorgen dafür, dass sich Bargain Hunter aus der mittlerweile ziemlich breiten Masse an Stichspielen hervorhebt. Eine weitere kleine Feinheit, nämlich das Wechseln der Trumpffarbe, ist bereits aus Spielen wie Sticht oder nicht oder auch Stichmeister bekannt. Jedoch wechselt dort der Trumpf  pro Runde und nicht pro einzelnem Stich, wie es bei Bargain Hunter der Fall ist. Bei letztgenanntem ist dies deshalb eine recht interessante Spielkomponente, weil der Spieler, der als erster nicht bedienen kann, die Trumpffarbe festlegen kann. Enthält der aktuelle Stich also viele Schnäppchen für den betreffenden Spieler, wird er natürlich seine Karte zum Trumpf machen. Im Gegensatz dazu verzichtet man natürlich lieber auf einen Stich, wenn dieser zuviel Ramsch einbringen würde. Wer Farbe zugeben muss, hat diese Wahl natürlich nicht, aber es gibt noch andere Optionen, um an möglichst viele Schnäppchen zu kommen, wie zum Beispiel durch den Frühjahrsputz.

In den meisten Fällen ist es am besten, wenn sich ein Spieler nicht nur auf sein aktuelles Schnäppchen konzentriert, sondern zugleich vorausschauend auch noch auf eine andere Artikelsorte. Je mehr gleiche Karten nämlich auf dem Ramschstapel landen, desto mehr von diesen lassen sich beim Frühjahrsputz dann in Schnäppchen umwandeln. Wer dagegen zuviel unterschiedliche Artikel sammelt, der hat später haufenweise einzelne Karten, die er nicht mehr loswird und die dann entsprechend als Minuspunkte zum Tragen kommen. Wenn möglich sollte sich natürlich auch keiner zu sehr auf eine Artikelsorte konzentrieren, die schon ein Gegenspieler als eigenes Schnäppchen ausliegen hat, da solche Karten im Normalfall noch schwerer zu bekommen sind.

Sehr sinnvoll ist es zudem, sich ungefähr zu merken, welche Artikelsorten die gegnerischen Schnäppchenjäger schon gesammelt haben. Durch dieses Wissen lässt sich nämlich auf eine Artikelsorte schließen, von der ein Gegner üblicherweise wenig bis gar keine Karten im Ramschstapel hat. Wird einem Mitspieler nun ein Stich zugeschanzt, der genau diesen Kartentyp enthält, lassen sich diesem saftig Minuspunkte aufbrummen.

Fazit

Mit Bargain Hunter lässt sich herausfinden, wer beim nächsten Stichspielabend oder im Familienkreis den Titel „bester Stichspiel-Schnäppchenjäger“ wirklich verdient hat. Denn nur wer Stiche mit vielen Schnäppchen- und gleichzeitig wenig Ramschkarten macht, kann am Ende gewinnen. Doch selbst wenn die Spieler mal wieder viel zu viel Plunder angesammelt haben, der Frühjahrsputz kann immer noch Abhilfe schaffen.


2010-12-21, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
6.5markus
09.11.2010
Gutes Stichspiel
6arkadia
13.11.2010

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