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Datenblatt image
ID 17681

AURIMENTIC


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: nikamundus [->]
Autor: Nikolaus R. Friedrich
Grafik: Thalia Brückner

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2-4

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45-90

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

In Aurimentic haben die Spieler "die Macht, Bäume, Rüben, Getreide, Steine, Unkraut und Kristalle auf den Inseln wachsen zu lassen". Durch den Aufbau von Erntegebieten werden Einkommensquellen geschaffen, die jedoch auch eine Kontrolle über die jeweilige Insel erfordern. Hinzu kommt, dass der Einfluss des Wetters auf Gedeih und Verderb nicht unerheblich ist. Dank magischer Möglichkeiten (Regentanz?) lässt sich das Klima jedoch begrenzt steuern.

Regeln

Gespielt wird auf fünf Inseln, die aus bis zu 34 Feldern in vier verschiedenen Landschaftstypen (Sand, Gebirge, Sumpf, Grasland) bestehen. Zu Beginn eines Zuges erhält man Einkommen für alle Erntegebiete auf kontrollierten Inseln. "Erntegebiete" sind vier quadratisch benachbarte und mit demselben Rohstoff bedeckte Felder, "Kontrolle" hat Derjenige mit den meisten Einflusspunkten (Hof: 1, Turm: 3) auf der Insel.
 
Zwei Rohstoffwürfel bestimmen das weitere Einkommen -und lösen manchmal auch ein Unwetter aus. Der Marker auf dem Wettertableau legt fest, auf welchen Landschaftstypen Rohstoffe eingesetzt (angebaut) werden dürfen -und das auch nur benachbart neben ein anderes Feld mit demselben Rohstoff. In die Zange genommene Steine dürfen dabei ausgetauscht werden, um das Wachstum des neuen Rohstoffs zu beschleunigen. Bei manchen Feldern sowie bei manchen Wettersituationen gibt es weitere Boni. Zudem dürfen Rohstoffe nach einem festen Schema auch mit dem Vorrat getauscht werden. Um Gebäude errichten zu dürfen, sind ebenfalls Ressourcen nötig (Steine, Arbeiter, Bäume). 
 
Am Ende eines Zuges kann noch ein freiwilliges Getreideopfer erbracht werden, wenn die Rohstoff-Lagerkapazität von 3 Stück ein Problem darstellt. Es gewinnt der reichste Spieler, sobald jemand alle seine Gebäude errichtet hat, über ein Barvermögen von 50 Auri verfügt oder das letzte freie Feld eines Landschaftstyps besetzt wird. Boni gibt es an dieser Stelle noch für Kristalle auf beherrschten Inseln sowie solche kontrollierten Inseln an sich.

Meinung

Der Einstieg in Auri..Aurimen?...Auriwas?.. Aurimentic fällt trotz insgesamt gut strukturierter Anleitung nicht ganz leicht. Viele Regeln gibt es zwar nicht, doch sind die meisten nicht intuitiv. Allerdings sitzen sie trotzdem bereits nach der ersten Partie, wenngleich sich die Folgen der interaktiven Möglichkeiten nur schwer überblicken lassen. Trotz aller Bemühungen werden die Bonusressourcen gerne übersehen, die einkassiert werden dürfen wenn bestimmte Rohstoffe auf ihre bevorzugten Landschaftstypen gelegt werden. Eine kleine Übersichtstafel für die Spieler wäre vielleicht hilfreich gewesen. Dafür überzeugt das Material umso mehr: Sieben doppelseitig bedruckte, dicke Inseln sorgen für Abwechslung, sämtliche Spielsteine sind aus Holz.

Der Verlauf einer Partie ist jedoch keineswegs so unübersichtlich, wie man angesichts des umfangreichen Materials befürchten könnte. Bis zum Ende müssen sich die Spieler nämlich mit akuten Rohstoffmangeln auseinander setzen. Es dauert schon einige Runden, bis überhaupt das erste Ertragsfeld entsteht, mit dem der auf dieser Insel dominierende Spieler Geld verdienen kann. Damit beginnt dann aber meist der Wettkampf um die Inseln, d.h. es müssen die teuren Ressourcen Stein und Holz gesammelt werden, um Gebäude errichten zu können. Doch Geld allein ist nicht alles, denn große Kristallfelder können am Ende entscheidend sein.

Da die Würfel über das Rohstoffeinkommen entscheiden, sind längerfristige Planungen nicht möglich. Wer Pech hat und nur Unkraut erhält, kann dieses immerhin seinen Kontrahenten zukommen lassen. Überflüssiges Futter (Rüben, Getreide) lassen sich im Zweifelsfall in Arbeiter wandeln, um das Lagerlimit nicht zu überschreiten. Wer in die glückliche Situation gerät, viele Kristalle anbauen zu können, sollte diese Insel schnellstmöglich mit mindestens einem Turm sichern.

Oft genug kommt es vor, dass man einen Rohstoff irgendwie loswerden will, aber keinen brauchbaren Platz findet. Auch dann heisst es oft: umwandeln. Besser ist es da schon, wenn ein Steinchen auf die erlaubte Landschaft nicht mehr benachbart eingesetzt werden kann und somit an anderer Stelle platziert werden darf. Auf diese Weise vermehrt sich auch Unkraut in die entferntesten Ecken und Winkel... und blockiert oder überwuchert gar andere, geplante Felder.

Generell ist es übrigens so, dass die vom Wettergott mittig festgelegten Gegenden (dunkel- und hellgrün) meist als erste vollgepflastert sind -solange die Spieler nicht Extremwetterfetischisten sind. Richtige Unwetter, die ganze Landstriche leerfegen, kommen glücklicherweise nur selten vor -und in manchen Partien überhaupt nicht.

Die Spieldauer liegt bei ca. 20-25 Minuten pro Spieler, zuzüglich einer halben Stunde bei der ersten Partie (plus Erklärung). Das passt und macht Appetit auf mehr.

Fazit

Das Erstlingswerk Aurimentic des Familienunternehmens Friedrich kann als gelungener Einstand in die Vielspieler-Szene betrachtet werden. Der Kampf mit dem unvorhersehbaren Wetter, den Inselmehrheiten und der Rohstoffausbreitung ist nach kurzer Zeit sehr reizvoll und abwechslungsreich. Bei der Wertung können die Spieler trotz knappem Verlauf allerdings weit auseinander liegen.


2016-10-10, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
09.06.2017
reizvolles Gerangel um kleine Inseln, allerdings mit vielen leicht übersehbaren Regeldetails. Spielspaß schwankt je nach Gruppe zwischen 4 und 8 Punkten

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