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Datenblatt image
ID 10128

ARKTIA


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Jahrgang: 2008

Verlag: Murmel [->]
Autor: Stefan Kögl
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2-4

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15-45

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f5
Bewertung angespielt: 0.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.4% von 100
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Rezension

Ziel

"Arktia" spielt nicht in der Arktis, sondern auf dem arktischen Eismond Arktia. Die Spieler errichten Muglus (eine Art mobile Iglus), bewegen diese und versuchen dabei, die Muglus der Mitspieler zu separieren.

Regeln

Jeder Spieler verfügt über ein identisches Set an Modulen, die für die zu errichtende Forschungsstation benötigt werden. Formal wird zwischen drei verschiedenen Typen unterschieden, die jedoch über keine speziellen Features verfügen. Bei diesen drei Typen handelt es sich um große Ringe ("Torus"), mittelgroße Scheiben ("Diskus") und kleine Steine ("Globus"). Durch die Bewegung eines Moduls auf ein bereits besetztes Feld verschmelzen die Module zu einer neuen Einheit. Dabei gilt das Stein-Schere-Papier-Prinzip: Ring umschließt Stein, Stein setzt sich auf Scheibe, Scheibe setzt sich auf Ring. Einen solchen fusionierten Block darf nur noch der kontrollierende Spieler bewegen - also derjenige, dem das oben liegende Modul gehört.

Ein Spielzug besteht nun darin, entweder ein neues Modul einzusetzen oder ein vorhandenes zu bewegen. Das Einsetzen muss auf einem freien Feld erfolgen, das sich neben einem bereits besetzten befindet. Eine Bewegung ist unbeschränkt in ihrer Weite und erfolgt geradlinig. Auch Hindernisse gibt es nicht. (Wahrscheinlich springen die Muglus über die Oberfläche...)

Werden durch einen Zug die Module eines Spielers auseinandergerissen und bilden keine zusammenhängende Fläche mehr, werden diese vom Spielplan entfernt. Jeder Einzelne zählt einen Punkt. (Züge, die das Entfernen eigener Muglus zur Folge hätten, sind jedoch nicht erlaubt.) Ebenfalls einen Punkt gibt es für das Abschmelzen eines Feldes am Ende des Zuges. Dies ist jedoch erst dann der Fall, wenn der Spieler bereits alle seine Module ins Spiel gebracht hat.

Sobald sich kein Spieler mehr bewegen kann, endet das Spiel. Zu den bereits gesammelten Punkten wird noch jeweils ein weiterer pro kontrolliertem Eisfeld addiert.

Meinung

Das Cover suggeriert ein thematisches Spiel mit detaillierten Plastik-Miniaturen, die sich vielleicht sogar ineinander stecken lassen. Das ist "Arktia" jedoch nicht. "Arktia" ist ein rein abstraktes Spiel, bei dem das Thema sehr aufgesetzt wirkt. Die gute Ausstattung, insbesondere die farbenfrohe Holz-Muglus, machen diese eventuelle falsche Erwartungshaltung jedoch schnell wieder wett.

Inwieweit "Arktia" planbar ist, hängt stark von der Spielerzahl ab. In voller Besetzung bei gleich starken Spielern eher ein Glücksspiel, lassen sich zu zweit packende Duelle in der Qualität der Gipf-Reihe inszenieren. Dabei kommt es dann vor allem darauf an, möglichst viele gegnerische Muglus zu binden und somit die Handlungsoptionen des anderen Spielers einzuschränken. Natürlich zählen am Ende nur die Punkte, sodass das häufige Entfernen von Steinen (durch Auseinandereissen) sowie das frühzeitige Abtauen Pflicht sind. Indem der Gegner in seiner Bewegung eingeschränkt wird, lassen sich jedoch hinreichend viele gewinnbringenden Situationen erzwingen. Ein vorausschauendes Planen ist daher wünschenswert - allerdings nicht über mehrere Züge wie beim Schach, denn durch das Einsetzen neuer Muglus verändert sich die Lage zu schnell.

Fazit

"Arktia" ist ein sehr abstraktes Spiel für zwei oder drei Personen, das wenig Regeln mit hoher Spieltiefe verbindet. Die vorbildliche Materialqualität festigt den insgesamt guten Eindruck.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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