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ID 17462

7 WONDERS: DUEL


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Jahrgang: 2015

Verlag: Asmodee [->]
Repos Productions [->]
Autor: Bruno Cathala, Antoine Bauza
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2-2

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.7 von 10
punkte

Score gesamt: 59.3% von 100
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Rezension

Ziel

7 Wonders, Kennerspiel des Jahres 20011, war für 2-7 Spieler aufgelegt. Mit 7 Wonders Duel wird nun ein reines Zwei-Personen-Spiel nachgereicht, bei dem ebenfalls Weltwunder errichtet und eine Zivilisation aufgebaut werden, ein paar grundlegende Mechanismen allerdings verändert wurden.

Regeln

Wie bei 7 Wonders werden drei Zeitalter durchgespielt, in denen Zivilisationskarten für Geld abgeworfen, für Weltwunder verwendet oder kostenpflichtig ausgelegt werden. Die Karten werden hier allerdings nicht reihum weitergegeben, sondern in Reihen ausgelegt, überlappend und abwechselnd offen/verdeckt. Ausgewählt werden darf stets nur eine nicht verdeckte Karte. Weltwunder (Zivilisationssatz Römer, Ägypter.... oder frei wählen) erhält jeder 4 Stück, allerdings dürfen in Summe nur 7 errichtet werden.
 
Kampfstärken werden nicht am Epochenende verglichen, sondern eigentlich überhaupt nicht mehr. Stattdessen wird eine sogenannte "Konflikt-Spielfigur" auf einem Mini-Spielplan so viele Felder Richtung Gegner bewegt, wie Symbole auf der ausgelegten Karte abgebildet sind. Je weiter sie vorrückt, desto Größer der Bonus am Ende. Erreicht sie sogar die gegnerische Hauptstadt, ist die Partie sofort gewonnen.
 
Auch die Fortschrittsplättchen werden anders gehandhabt. Es gibt hier sieben verschiedene Symbole, die jeweils nur maximal zwei mal im Kartensatz auftauchen. Wer ein solches Paar sammelt, kann einen von fünf Zivilisationsfortschritten wählen, der irgendeinen Bonus gewährt (Vorteil, Siegpunkte, ...). Wem es gelingt, sechs verschiedene zu sammeln, erringt sofort einen wissenschaftlichen Sieg.
 
Der zivile Sieg ähnelt dagegen wieder 7 Wonders: Nachdem alle Karten verwendet wurden, werden die zahlreichen Siegpunkte in den verschiedenen Kategorien (Militär, Gebäude, Wissenschaft, Fortschritt, Münzen) auf einem speziellen Notizblock addiert.

Meinung

7 Wonders ließ sich zwar zu zweit spielen, doch werden Kernmechanismen (Drafting, Militär) dabei ab absurdum geführt. Mit diesen beiden Mankos räumt Duel nun auf, da die betroffenen Mechanismen komplett verändert wurden. Die neuen funktionieren nicht nur ausgezeichnet, sie verändern auch das Spielgefühl kaum: Jeder ist weiterhin damit beschäftigt, aufeinander aufbauende und sich ergänzende Karten zu sammeln um seine Weltwunder bauen zu können. Sogar die Siegpunktsumme liegt am Ende in den gewohnten Größenordnungen.
 
Die Auswahl der Karten stellt die Spieler dabei vor ganz neue Herausforderungen. So gibt es Karten, die man unbedingt haben möchte, der Gegner aber nicht -und solche, die beide gerne nehmen würden. Oft lässt die Auswahl genügend Spielraum, um solch eine Wunschkarte nicht freilegen zu müssen, sodass man darauf hoffen kann, dass der Gegner dies tut. An dieser Stelle zeigt sich jedoch, dass ein nicht-ziviler Sieg nur schwer zu erreichen ist. Zum einen sind selten alle Karten mit Fortschrittssymbol im Spiel, zum anderen bedeutet die höhere Varianz auch, dass von jeder Sorte nur ganz wenige dabei sind. Wer sechs verschiedene haben will, muss also bei nahezu jeder Gelegenheit zuschlagen. Dennoch ist damit kein Erfolg garantiert, zumal die Hälfte der Karten zu Beginn ja auch noch verdeckt liegt und sie sich erst sukzessive offenbaren. Da fällt es dem Gegner nicht schwer, mal kurz dazwischenzufunken und die eine oder andere Karte wegzuschnappen.
 
Ähnlich verhält es sich beim Militär. Wer die Hauptstadt am Ende der Skala erreichen will, muss nahezu jede Militärkarte nehmen -und der Gegner muss dies zulassen. Es ist zwar trotzdem vorteilhaft, auf der Leiste weit zu ziehen, doch ist es meist deutlich lukrativer, sich eine wertvolle blaue Karte zu sichern (sofern eine im Angebot ist).

Fazit

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von 7 Wonders und 7 Wonders Duel halten sich die Waage. Das Duel(l) ist für 2 Spieler jedoch die klar bessere Variante: abwechslungsreich, fordernd und bis zum Ende spannend - eines der besten Zweipersonenspiele der letzten Jahre.


2016-02-15, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
10.02.2016
So macht der Weltwunderbau auch zu zweit Spaß!
6.5Mouven
12.12.2017
es macht prinzipiell spaß, aber durch das zufällige auslegen der Karten, was eine Große varianz bringt, kann das spiel durchaus früh entschieden sein.
8.5Kusheltyr
12.03.2019

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