Folge angespielt auf Facebook Folge angespielt auf Twitter Folge angespielt auf YouTube angespielt RSS-Feed

   
Datenblatt image
ID 13403

DIE BURGEN VON BURGUND


cover
Jahrgang: 2011

Verlag: Alea [->]
Autor: Stefan Feld
image
2-4

image
60-180

image
ab 12


Material: einfach
Komplexität: hoch
Kommunikation: gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.1% von 100
score
Hier bestellen:
Spiele-Offensive.de - Deutschlands größtes Sortiment aus Gesellschaftsspielen




Rezension

Ziel

Im Loire-Tal errichten die Spieler als einflussreiche Fürsten Burgen, Städte und Bergwerke. Sie entwickeln die Ländereien und versuchen, durch Warenhandel, Wissensvorsprung und Städtebau Siegpunkte zu erlangen. Jeder Spieler verfügt über ein eigenes Fürstentum-Tableau, das aus 37 kleinen, landschaftsspezifischen Sechseckfeldern besteht und das im Laufe des Spiels langsam ausgebaut wird.

Regeln

Zentrales Element ist der Spielplan, der mehrere Aufgaben erfüllt. Neben der obligatorischen Punkteleiste vermerkt er auch die aktuelle Rundenzahl und die Spielerreihenfolge. Am wichtigsten sind jedoch die sechs Depots, die mit Waren- und Landschaftsplättchen bestückt werden. Jedes Depot besitzt eine Nummer, die eine ganz wesentliche Rolle spielt. Denn ein einzelner Spielzug besteht aus zwei Aktionen, die mit Würfeln gewissermaßen bestimmt werden: Um ein Landschaftsplättchen zu nehmen, muss ein Würfel mit der gleichen Ziffer dafür eingesetzt werden.

Doch damit werden diese noch nicht automatisch in das eigene Fürstentum integriert. Auch hierfür ist eine separate Aktion notwendig, und natürlich haben auch die 37 Fürstenfelder nicht nur verschiedene Farben (grün für Weidenplättchen, gelb für Wissen, beige für Städte etc.), sondern ebenfalls Nummern, die passen müssen.

Durch das Erweitern des Fürstentums werden zahlreiche verschiedene Effekte ausgelöst. So gibt es alleine acht verschiedene Gebäude, die Siegpunkte, Geld oder zusätzliche Plättchen bringen können. Besonders zahlreich sind die Wissensplättchen, mit denen verschiedene Regeln außer Kraft gesetzt, Siegpunkte gesammelt und sonstige Boni erhalten werden können.

Sechs Felder des Fürstentums sind Wasser (blau) –hier können Schiffsplättchen gesetzt werden. Damit erhalten die Spieler dann Waren vom Spielplan, von denen sie drei Sorten sammeln können. Der Verkauf einer kompletten Warensorte ist eine eigenständige Aktion und liefert vor allem Siegpunkte –natürlich bestimmt die Würfelzahl die Warenart. Die vierte und letzte Aktion ist ausnahmsweise mal unabhängig vom Würfelwert und besteht einfach darin, zwei Arbeiterplättchen zu nehmen. Diese können einmalig eingesetzt werden und dienen dazu, Würfelwerte zu modifizieren.

Strukturiert ist Die Burgen von Burgund in fünf Durchgänge a fünf Aktionsrunden. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Meinung

Die große Alea-Box ist gut gefüllt mit zahlreichen Plättchen sowie rund einem Dutzend Fürstentum-Tableaus, die in Anzahl und Verteilung der einzelnen Farbbereiche variieren. Diese Abwechslung ist recht vordergründig, wirkt sich jedoch darauf aus, welche Strategie für den Spieler grundsätzlich lohnenswerter erscheint und mit welchen Plättchen sich mehr Punkte generieren lassen. Noch viel wichtiger ist jedoch, sich der Entwicklung im Spiel anzupassen und das Beste aus den Würfelzahlen zu machen –dabei sind ein paar Arbeiter in Reserve immer sehr hilfreich.

Während des Spiels entwickeln sich jedoch bestimmte Kombinationsmöglichkeiten, die erkannt und genutzt werden müssen. Beispielsweise gibt es ein gelbes Wissensplättchen, das Bonuspunkte für jede Tierart auf den Weiden generiert. Tierart? Ja, manche der grünen Weidenplättchen zeigen zwischen zwei und vier Tiere, manchmal in verschiedenen Arten. Doch viele andere Punktesammlungsmechanismen funktionieren genauso und sorgen dafür, dass die Spieler unterschiedliche Interessen entwickeln –allerdings ist die Plättchenmenge recht knapp kalkuliert, sodass es trotzdem zu einem Wettkampf um einige davon kommt. Und dann wird die Spielerreihenfolge plötzlich wichtig, weshalb Schiffe gebaut und Waren gesammelt werden. Waren sind nette Punktelieferanten, aber auch die Bonuspunkte für erste abgeschlossene Gebiete in den sechs Farben sind nicht zu verachten.

Zu Beginn ist es etwas schwierig sich hineinzufinden, da die Fülle an Handlungsmöglichkeiten und ausliegenden Plättchen etwas unüberschaubar ist. Als sehr hilfreich erweist sich bei den ersten Partien die auf den Fürstentümern abgebildeten Übersichten der Effekte sämtlicher Plättchen –mit Ausnahme der gelben, die jedoch in den meisten Fällen leicht verständlich sind und außerdem auf den letzten beiden Seiten der Anleitung nachgelesen werden können. Eine Konsequenz daraus ist, dass die angegebene Spieldauer nicht annähernd erreicht werden kann –stattdessen sollte mit etwa 30 bis 45 Minuten pro Spieler kalkuliert werden. Große Wartezeiten treten dabei zwar nicht auf, da alle Spieler meist mit der Planung ihres Zuges beschäftigt sind, insgesamt fühlt sich die Spieldauer jedoch etwas zu lang an.

Ein bisschen unglücklich ist auch die Wahl der Farben. Das Gelb ist nämlich nur auf den Tableaus der Spieler ein Gelb und ansonsten ein Hellgrün. Genauergesagt weisen die Plättchen einen hellgrünen, dicken Rand auf. Die Plättchen gibt es also in hellgrün, mittelgrün und dunkelgrün –was nebeneinander noch gut unterscheidbar ist, insbesondere bei den Symbolen der Wissensplättchen jedoch zu zahlreichen Verwirrungen führt. Bei schlechtem Licht sollte auf eine Partie Burgund daher verzichtet werden. Und ganz nebenbei: Bei so vielen Pappplättchen wären auch ein paar Ziptüten sehr hilfreich gewesen.

Fazit

Die Burgen von Burgund ist ein typisches Vielspielerspiel, das komplex, aber nicht kompliziert ist. Es geht nicht darum, mit einer bestimmten Strategie das Spiel zu beginnen –stattdessen muss diese währenddessen entwickelt werden. Plättchen erwerben, Kombinationsmöglichkeiten erkennen und diese sinnvoll nutzen –das ist alles. Die Farbgestaltung hätte ein wenig sorgfältiger ausfallen dürfen, ansonsten sind die Schwächen verzeihbar. Wer Spiele vom Kaliber eines Notre Dame oder Macao mag, liegt hier jedenfalls goldrichtig.


2011-03-01, Carsten Pinnow (cp)



[+] Bildergalerie

LudoPic LudoPic LudoPic


Bewertungen
7cp
01.06.2011
Die Farbwahl war ungl?cklich. Ansonsten eines der besseren Alea-Spiele
6.5niggi
23.02.2011
9StefanBrück
22.03.2011
W?hrend alea Holzmaterial benutzt, wo es Sinn ergibt (z.B. ?ber 300 (!) St?ck in Macao), werden sie auch weiterhin ausgestaltete Pl?ttchen aus Pappe herstellen (wie auch alle anderen Verlage ;o)
9.5siegsdorfa
23.03.2011
Es gibt zu diesem Spiel nur einen einzigen Kommentar, spielt es selbst einmal, ihr werdet begeistert sein. versprochen.
9lgbjohndoe
19.04.2011
9.5espressina
03.06.2011
ein neues Lieblingsspiel
3RogueTrader
03.07.2012
Zäh, langatmig,...wann ist es vorbei? Viel Hype um nichts...
9MarkusB
11.05.2013
8.5flulalu
30.06.2013
top
6.5Dreizack
03.07.2013
gutes Spiel, aber leider mit Augenkrebsgarantie...
9.5insaneplatypus
28.07.2013
9.5cantstop74@web.de
23.08.2013

Bewertung abgeben

Um dieses Spiel bewerten zu können, musst Du eingeloggt sein. Für Deine Bewertung erhäst Du Playback-Punkte.
 
Diese Seite wurde insgesamt 14607 mal aufgerufen. Mehr Rezensionen auf unseren Partnerseiten:
partnerpartner partner
    












     

TwfkaL - The website formerly known as Ludoversum