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ID 12357

DER REIMENDE SPRECHDACHS


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: HUCH! [->]
Autor: Robert Stoop, Thomas Camenzind
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2-6

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10

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ab 5


Material: mittelmässig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: gering
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 53.4% von 100
score
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Rezension

Ziel

Memory mit Spielpaaren, die nicht identisch sind, sondern sich ergänzen oder eben einfach nur zusammen passen, ist nicht neu. Neu ist aber die Idee, sich reimende Begriffspaare zu verwenden und daraus eine kleine Spielsammlung zu machen...

Regeln

Insgesamt befinden sich 36 Kartenpaare in der kompakten Box, also 72 Plättchen. Je nach Anspruch und Alter der Mitspieler lassen sich beliebige Mengen davon verwenden. Zur einfachen Unterscheidung befinden sich auf allen Karten kleine Raupen mit Farbklecksen - damit läßt sich der Kartensatz bequem in drei 24er Haufen aufteilen. Außerdem können damit im Zweifelsfall die zueinander gehörigen Paare eindeutig identifiziert werden, denn jedes Paar hat "seine" eigene Raupe.

Im Regelheft werden fünf verschiedene Spielideen beschrieben, die entweder mindestens zwei oder drei Spieler voraussetzen. Im Einzelnen sind dies: "Zaubersprüche", "Schnellreimer", "Reimgedächtnis", "Rätsel" und "Wer hat es?".

Bei Zaubersprüche wird ein Kartensatz offen in der Mitte verteilt. Reihum muss dann ein Zauberspruch zu einem sich reimenden Pärchen aufgesagt werden. Zum Beispiel "Laber, laber, blöde böse Schlange, ab sofort bist Du 'ne Zange!". Dieses Paar landet dann verdeckt beim reimenden Spieler. Das geht so lange, bis alle Paare gefunden sind. Danach geht es ans "Zaubern": Erneut wird reihum ein Plättchen gewählt, und dieses Mal natürlich auch aufgedeckt. Allerdings muss jetzt der linke Nachbar ran - und den dazugehörigen Zauberspruch aufsagen! Als einfachere Variante (z.B. bei jüngeren Mitspielern) kann auch auf den Spruch verzichtet werden - der zweite, noch verdeckte Begriff muss aber in jedem Fall benannt werden!

Viel einfacher dagegen ist Schnellreimer, auch hier liegen alle Kärtchen offen aus. Einer der Spieler wählt eines davon aus. Wer zuerst das dazugehörige zweite Plättchen findet, darf das Paar an sich nehmen und die nächste Vorgabe machen.

Reimgedächtnis ist nichts anderes als "Memory". Nur dass eben ein Paar nicht das selbe Bild zeigt, sondern zwei sich reimende Begriffe.

Eher eine Partyspiel-Variante ist Rätsel. Die Paare werden verdeckt bereitgestellt und müssen ähnlich wie bei "Tabu" den Mitspielern erklärt werden, ohne dabei die beiden abgebildeten Begriffe zu nennen. Wer sie errät, erhält die Karten. Muss aber nicht zwangsweise auch als Nächster erklären, denn diese Pflicht wird im Uhrzeigersinn weitergegeben.

Das letzte Spiel, Wer hat es?, erinnert eher an "Quartett": Die Kärtchen werden gleichmäßig unter den Spielern verteilt; wer Paare zugeteilt bekommt, kann diese gleich zur Seite legen. Reihum darf nach einem passenden Plättchen zu einem eigenen Begriff gefragt werden, z.B. "Hat jemand etwas, das sich auf 'Schrank' reimt?'. Solange sich niemand meldet, darf nach einem anderen Begriff gefragt werden. Erst wenn ein Paar gefunden wurde (oder alle Karten ausprobiert wurden), kommt der nächste Spieler an die Reihe. Identifizierte Paare kommen aus dem Spiel.

Bei den ersten vier Varianten gewinnt am Ende der Spieler, der die meisten Paare sammeln konnte. Das Quartett gewinnt, wer zuerst alle seine Karten losgeworden ist.

Meinung

Viele Kärtchen machen noch kein gutes Spiel. Viele Ideen dagegen schon. Auch wenn diese so unterschiedlich sind, wie im vorliegenden Fall!

Zaubersprüche ist bereits in der entschärften Version für die jüngsten Mitspieler keine einfache Kost, bei Erwachsenen kann die Verwendung alberner Sprüche sogar zu sehr lustigen Runden führen. Wer sich kreativ betätigen möchte, kann auch die vorgegebenen Begriffe und Reime ausser Acht lassen und eigene Umschreibungen formulieren. Beispielsweise mit "Blumenstrauß" und "Reh": "Zack, zack, zack, Du Waldtier-Mutter, ich mache Dich zu Goldfischfutter!". Wenn (kleine) Kinder mit dabei sind, sollte von solchen Eskapaden allerdings besser die Finger gelassen werden.

Der Schnellreimer eignet sich gut zum Training im Familienkreis. Bei reinen Kindergruppen besteht dagegen die Gefahr, dass die schnelleren Kinder ihren Mitspielern stets zuvorkommen. Das kann schnell zu Frust führen. Für Erwachsene ist dagegen das Reimgedächtnis die größere Herausforderung. Nicht, dass Memory an sich nicht schon schwer genug wäre...

Reine Erwachsenenrunden werden wahrscheinlich bevorzugt zu Rätsel greifen, obwohl diese Aufgabe für Kinder mindestens genauso spannend ist. Ein bewährtes Partyspiel-Konzept, das mit der Bild-Sprach-Verknüpfung völlig neue Herausforderungen stellt, und trotzdem nicht so schwierig ist. Denn glücklicherweise müssen Begriffe wie "Rezession" oder "Ölpreis" nicht erläutert werden.

Wer hat es? taugt dagegen bestenfalls in Runden mit kleinen Kindern, die erst noch lernen müssen, was ein "Reim" eigentlich ist. Ansonsten gewinnt nämlich immer derjenige, der zu Beginn die meisten Paare zugeteilt bekommen hat.

Fazit

Bei allen Varianten steht das Training der deutschen Sprache im Vordergrund: Erkennen und Unterscheiden von Lauten. Was reimt sich? Was passt zueinander? Dementsprechend ist auch die Altersangabe angemessen, da jüngere Spieler meist in ihrer Sprachentwicklung noch nicht weit genug fortgeschritten sind.

Die kindgerechte Aufmachung des umfangreichen Materials und die auch für Erwachsene anspruchsvollen Aufgaben machen den "reimenden Sprechdachs" zu einer sehr empfehlenswerten und lehrreichen Ergänzung eines jeden Familienhaushaltes.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
5cp
26.04.2009
5niggi
26.04.2009

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