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ID 10649

DOOM - DAS BRETTSPIEL


cover
Jahrgang: 2004

Verlag: Fantasy Flight Games [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Kevin Wilson
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2-4

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90

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Material: sehr hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 8.2 von 10
punkte

Score gesamt: 66.3% von 100
score
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Rezension

Ziel

Alarm! In der Forschungsabteilung für Dimensions-Tore der Union Aerospace Corporation auf dem Mars hat es einen Zwischenfall gegeben. Grauenvolle Kreaturen haben begonnen, die Station zu überrennen. Es ist Ihre Aufgabe, dieser Invasion Einhalt zu gebieten. Sie und Ihr Marine-Team erhalten Ihre Einsatzbefehle direkt vor Ort. Los, los, los!

Regeln

Die Mars-Station besteht aus einem kleinen Labyrinth von Räumen und Gängen, in denen die Marines auf ihre Widersacher (Zombies, Riesenspinnen, Dämonen und allerlei sonstigen furchterregenden Kreaturen) treffen. Ein Spieler kontrolliert dabei die Invasoren, die anderen steuern ihre Marine-Einheiten. In den Gängen gibt es reichlich Hindernisse (Trümmer), manche davon sind nicht gerade gesundheitsfördernd –für beide Seiten. Teleporter und Versorgungsschächte erweitern das Transportspektrum. Sicherheitsschotts zwischen den einzelnen Stationsbereichen werden mit großen Papp-Aufstellern markiert.

Reihum wird ein Zug ausgeführt. Marines haben zwei Aktionen: Doppelte Fortbewegung, doppelter Angriff, Fortbewegung und Angriff oder Fortbewegung und in Alarmbereitschaft versetzen. In letzterem Fall erhält der Charakter einen Befehlsmarker, der unter bestimmten Umständen eingesetzt werden kann, um besser zu zielen, Bewegungen des Gegners zu unterbrechen, auszuweichen oder zu heilen.

Der Eindringlingsspieler zieht dagegen eine Eindringlingskarte und darf beliebig viele Ereigniskarten sowie eine Nachschubkarte ausspielen. Danach darf er genau eine seiner Figuren fortbewegen und angreifen lassen. Angriffe wiederum erfolgen immer nur in Sichtlinie mit entfernungsgeeigneten Waffen. Je nach Waffengattung, Distanz und Gegner werden verschiedene Würfel geworfen, mit denen der Schaden ermittelt wird –sofern überhaupt. Wird der Rüstungswert erreicht, muss das Opfer einen Lebensmarker abgeben. Wird der Wert gar um ein Mehrfaches überschritten, sind gleich mehrere Marker fällig. Während eliminierte Monster einfach in den Vorrat wandern um später erneut als Nachschub in die Basis gebracht zu werden, werden zerfetzte Soldaten reanimiert und starten von vorne. (So zumindest die Wortwahl für Fans des PC-Spiels. Korrekter wäre eine Formulierung a la „getöteter Soldat wird durch Verstärkung ersetzt, die von Spieler des Gefallenen gesteuert wird“.)

Beim Waffenmanagement müssen gegebenenfalls Streuung (Granaten!) und Munition beachtet werden. Zusätzliche Ausrüstungsregenstände (ahem… also Waffen) liegen herrenlos überall herum und müssen „nur“ eingesammelt werden. Ebenfalls eingesammelt werden können spezielle Schlüsselspielsteine, mit denen Hochsicherheitsschotte geöffnet werden können. Was zur erfolgreichen Ausführung mancher Mission nötig ist. Fünf Grundmissionen werden in einem separaten Kampagnenheft beschrieben, weitere können sich die Spiel(leit)er natürlich jederzeit ausdenken.

Meinung

Mit einer reichhaltigen Waffenauswahl können die Monster niedergemäht werden: Pistolen, Maschinenpistolen, Kettensägen, Schrotflinten, Granaten, Maschinengewehre, Raketenwerfer, Plasmagewehre, BFG-Energiewaffen oder einfach nur mit der Faust. Charakterindividuelle Fähigkeiten gibt es bei den Marines praktisch nicht, ein jeder wird durch seine Ausrüstung definiert. Und durch die Menge Blut, die er bereits verloren hat. Statt einer Charakterentwicklung spielt bei Doom die Zusammenarbeit zwischen den Spielern eine große Rolle. Denn ohne eine gut abgestimmte Taktik ist den gefährlicheren Gegnern praktisch nicht beizukommen. Diese sind so riesig, dass sie gleich vier Felder im Dungeon für sich beanspruchen –und eine entsprechende Menge Schaden vertragen, bevor sie endlich zerplatzen. Da hilft nur ein gemeinsames, konzentriertes Vorgehen der Marines. Einschließlich Ausnutzung sämtlicher Möglichkeiten, von Wachsamkeit bis zur Ersten Hilfe.

Die fünf beiliegenden Szenarien sind sich relativ ähnlich und variieren nur mit der Gegnerzahl und der Verwendung des Spielmaterials. Mal muss ein Transporter benutzt werden, mal ein bestimmter Schlüssel um in einen Raum zu gelangen. Immer wieder werden die Spieler mit einer Überzahlsituation konfrontiert, die sie nicht im Kampf für sich entscheiden können. Dann heißt es Auftrag ausführen und nichts wie weg! Sollten nicht alle Mitspieler solche Notwendigkeiten einsehen, empfiehlt es sich, und den Marines einen Kommandanten zu benennen, der im Zweifelsfall entscheidet.

An coolen Monstern mangelt es jedenfalls nicht. Die vielen großen Kunststoff-Miniaturen sind gut gelungen und die besonderen Fähigkeiten einzelner Kreaturen geben dem Spiel trotz immer gleichem Ablauf genügend Abwechslung. Sollte eine Mission einmal scheitern, empfiehlt es sich übrigens, es gleich noch einmal zu probieren. So lange, bis endlich eine funktionierende Taktik gefunden wurde.

Fazit

Doom – das Brettspiel ist eine konsequente Umsetzung des PC-Egoshooters. Die Grundregeln sind auf das Wesentliche beschränkt und intuitiv. Als moderne StarQuest Variante ist Doom daher ein heißer Tipp für alle Dungeon-Teamspieler, die sich für eine gesunde Mischung aus Science Fiction und Horror begeistern können.


2010-08-16, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
17.07.2010
fr?hliches Monster-Klatschen ;)
9.5fonzerella
16.04.2013

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