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Datenblatt image
ID 10444

DARJEELING


cover
Jahrgang: 2007

Verlag: abacusspiele [->]
Autor: Günter Burkhardt
Grafik: Christof Tisch

 
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2-5

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60

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ab 12


Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: gering
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 6.3 von 10
punkte

Score gesamt: 63.2% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die besten Teesorten, idealerweise frisch geerntet, lassen sich am leichtesten verkaufen und bringen den höchsten Gewinn. Deshalb machen sich die Spieler als Teesammler auf, um den Teeliebhabern der Welt mit ihrem Lieblingsgetränk beliefern zu können.

Regeln

Ca. 50 Teefelder, die verschiedene Teesorten zeigen können, werden ausgelegt. Zwischen den Feldern befinden sich drei Städte, die mit der frischen Ware beliefert werden möchten. Die Spieler starten am Feldrand mit einem Teesammler, den sie über die Felder bewegen. Die Fortbewegung um nur ein Feld sowie eine Drehung um 90 Grad sind kostenlos, für das Überspringen voraus liegender Felder und Städte, sowie für eine 180-Grad-Drehung, muss dagegen bezahlt werden. Der Spieler nimmt sich das Plättchen des Feldes, auf das er seinen Sammler zieht und legt ein neues auf sein Ursprungsfeld.

Diese Plättchen zeigen Kistenfragmente in verschiedenen Farben (=Teesorten), die gesammelt und zusammengepuzzelt werden müssen. Anstelle einer Bewegung dürfen die gesammelten Kisten einer Sorte auch verkauft werden. Steht der Teesammler direkt neben einer Stadt, werden alle Kisten verladen. Andernfalls muss die Menge um Eins reduziert werden.

Die verkauften Kisten landen auf einem im Hafen befindlichen Schiff, das sofort die vorherigen Transportkähne um eine Stufe verschiebt. Bonuspunkte gibt es für Nachfrage und Anzahl der verladenen Frachtkisten: Durch den Verkauf wird zunächst die Nachfrage beeinflusst: Am „Nachfragebarometer“ befinden sich je Teesorte zwei Nachfrage-Steine. Der Unterste der verkauften Sorte wird nun an den Anfang gesetzt. Die Anzahl dabei überholter Steine ergibt die Zahl der Nachfrage-Siegpunkte. Werden mehr als drei Kisten auf den Markt geworfen, erhält der Spieler einen weiteren zusätzlichen Punkt je Kiste als Bonus.

Waren verschifft zu haben generiert wiederum Siegpunkte. Für die Frachtkisten auf den Schiffen gibt es am Zugbeginn Punkte gemäß einer daneben befindlichen Multiplikator-Leiste. Wer zudem ein Plättchen mit 3 halben Kisten verkaufen konnte, darf sich als Belohnung eine Marke für eine Sonderaktion nehmen. Damit lassen sich Transportverluste reduzieren und der Nachfrage-Bonus verdoppeln. Das Spiel endet, sobald mindestens ein Spieler 100 oder mehr Siegpunkte erreicht hat.

Meinung

Der etwas überdimensionierte Karton mit seinem Abbild einer vermutlich indischen Teesammlerin und das doch eher dröge Thema konnten keinen Testspieler zu einem begeisterten „au ja, lass uns das spielen!“ hinreißen. Doch da die Regeln noch überschaubar sind und viele Plättchen beiliegen, gab es auch nie nennenswerten Widerstand. Hinterher waren sich stets alle einig: Darjeeling ist nicht nur für Freunde des gepflegten britischen Nachmittagstees hochinteressant! Plättchen legen ist eben gut, seit Carcassonne wissen wir das. 

In diesem Fall ist nicht nur das Legen der Plättchen gut, auch das Sammeln möglichst zueinander passender Kisten macht Spaß. Dabei müssen viele Dinge gleichzeitig im Auge behalten werden: Zunächst einmal die Zugoptimierung. Welche Wege lohnen sich, wo passen die Plättchen zusammen, und wo sollte auch mal ein Feld übersprungen werden? Dann die Menge: Vier Kisten einer Farbe (Sorte) sollten es schon sein, denn der Verlust des Verkaufsbonusses schmerzt. Nach oben ist dagegen keine Grenze gesetzt, denn jeder Verkauf bedeutet auch einen Zug Ernteausfall. Andererseits sollte der Nachfrage-Bonus maximiert werden und kein Mitspieler unmittelbar vorher auf die Idee kommen, die gleiche Ware zu verkaufen. 

Und da das alles noch nicht reicht, zwickt es auch am Hafen. Denn erst für verkaufte Waren gibt es Siegpunkte. Und je länger mit dem eigenen Verkauf gewartet wird, desto mehr erhalten die Mitspieler. Und so hangeln sich alle von einem Dilemma zum nächsten, ständig unter dem (Ein-)Druck, am besten mehrere Dinge gleichzeitig machen zu wollen. Und da das Wirken der Mitspieler eben auch einen erheblichen Einfluss auf die eigenen Geschäfte hat, muss eben auch jeder ihrer Züge scharf beobachtet und analysiert werden. Keine ruhige Minute auf dem Teeacker!

Fazit

Darjeeling fordert die Optimierung von Laufwegen über einen Teeacker und die Gewinnmaximierung durch ein ausgeklügeltes Marktpreis- und Siegpunktesystem. Es gibt praktisch keine Leerlaufzeiten in diesem gut gestalteten und kurzweiligen Spiel für Strategen und Familien. Zu Hochform läuft das Teesammeln auf, wenn der Druck am Markt besonders groß ist –wenn drei oder besser noch vier Spieler teilnehmen.


2009-09-05, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5cp
26.04.2009
6.5niggi
26.04.2009
6kathrin
26.04.2009
6.5donvanone
06.07.2009
Sehr interessanter Punktemechanismus, aber insgesamt nicht ganz stimmig
6UliWolter
11.05.2014

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