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Datenblatt image
ID 10300

CABALE


cover
Jahrgang: 1999

Verlag: Goldsieber [->]
Autor: Roland Siegers
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2-4

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60

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f5
Bewertung angespielt: 0.0 von 10
punkte

Score gesamt: 65.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Durch das Schlagen von gegnerischen Spielsteinen müssen die meisten Punkte erzielt werden.

Regeln

Das sechseckige Holzspielbrett von Cabale umfasst 61 Felder, auf denen ringförmig die Punktzahlen 1, 2, 6, 10 und im Zentrum die 15 eingezeichnet sind. Jedes Spielfeld ist dabei mit weißen Linien, einige der äußeren Felder mit dicken weißen Linien umgeben. Vor Spielbeginn erhält jeder Teilnehmer einen Läuferstein und je nach Mitspielerzahl eine bestimmte Menge an Punktesteinen. Die Blockadehölzer werden gleichmäßig unter den zwei bis vier Teilnehmern aufgeteilt. Jeder sucht sich eines der äußersten Felder des Spielbretts als Startpunkt aus und platziert dort seinen Läuferstein.

Der Startspieler stellt nun den Markierungsstein neben seinen Läuferstein auf das gleiche Spielfeld. Dann zieht er seinen Läuferstein in einer geraden Linie über das Spielfeld und biegt an einem beliebigen Punkt mit diesem ab. Am Ende des Zuges wird nun ein eigener Punktestein auf dem Feld platziert, an dem mit dem Läuferstein abgebogen wurde. Dabei ist es egal, ob der Läuferspielstein ein oder mehrere Felder hinter dem Abknickpunkt steht. Beispiel: Der Startspieler zieht seinen Läuferstein in gerader Linie einmal über das gesamte Spielfeld und biegt auf der anderen Seite des Spielfeldes bei einem Einerfeld ab. An dieser Stelle platziert er nun seinen Punktestein. Nach diesem Zug entspricht die Punktzahl dieses Spielers nun dem Wert, der auf dem Feld unter seinem Punktestein angegeben ist. Nach diesem Prinzip gehen nun alle Spieler der Reihe nach vor.

Der eigene Läufer darf dabei grundsätzlich nur an freien Spielfeldern abbiegen. Außerdem ist es je nach Spieleranzahl unterschiedlich oft erlaubt, Doppelsteine zu setzen. Dies bedeutet, dass ein zweiter Punktestein auf einem bereits eigenen liegenden Punktestein platziert werden darf. Die Punktzahl des Feldes zählt nun doppelt. Bereits gesetzte Punktesteine sind jedoch keineswegs sicher, da sie von gerade gesetzten Punktespielsteinen geschlagen werden können. Setzt beispielsweise Spieler 2 einen seiner Punktesteine genau neben den Stein des Startspielers, kann er nach seinem Zug den bereits liegenden gegnerischen Punktestein überspringen. Dies geht allerdings nur, wenn das Feld hinter dem bereits liegenden gegnerischen Punktestein frei ist. In diesem Fall wird der gegnerische Stein übersprungen und danach vom Spielfeld in den Vorrat des schlagenden Spielers gelegt. Auch Doppelsteine können auf diese Art und Weise übersprungen werden. Die Äußeren Spielfelder sind zum Teil mit dickeren weißen Linien umgeben. Auf eine solche Linie darf ein Spieler am Ende seines Zuges ein Blockadeholz legen. Dieses Holz sorgt dafür, dass keine Läufer und kein Punktestein mehr über die so blockierte Linie gezogen werden dürfen. Einmal gesetzt, dürfen Blockadehölzer nicht mehr bewegt werden.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler seinen letzten Punktestein eingesetzt hat oder der Läufer eines Spielers nicht mehr verwendet werden kann. Es gewinnt der Spieler, der die meisten Punkte erzielt hat. Geschlagene Punktesteine der Gegner zählen einen Punkt, geschlagene Doppelsteine sogar 3 Punkte.

Meinung

Cabale spielt sich je nach Mitspielerzahl in 20 – 40 Minuten. Das Spielmaterial ist komplett aus Holz und damit sehr edel. Außerdem liegt dem Spiel ein Stoffbeutel bei, in dem sich alle Spielsteine gut verstauen lassen. Die Spielregel umfasst anderthalb Seiten, auf denen Cabale kompakt und nachvollziehbar erklärt wird. Die einzelnen Zugmechanismen mit entsprechenden Abbildungen finden sich auf zwei extra beigelegten DIN A4 Seiten.

Cabale ist ein abstraktes Taktikspiel, das mit jeder Besetzung gut funktioniert. Ein Einstieg ins Spiel ist schnell gefunden, wobei aber wie bei den meisten Taktikspielen üblich, der erfahrene Spieler dem Anfänger überlegen ist. Bei mehr als zwei Personen am Spieltisch gleicht sich dieses Gefälle allerdings wieder aus. Dies macht in meinen Augen auch gleichzeitig das Besondere an Cabale aus. Während die meisten Taktikspiele nämlich ausschließlich für zwei Spieler konzipiert sind, kann Cabale auch mit drei oder vier Spielern punkten.

Nach einigen Partien ergeben sich schon die ersten verschiedenen Taktiken, mit denen sich die eigenen Steine schützen lassen. So lohnt es sich oftmals, die eigenen Punktesteine von den Spielfeldrändern aus einzusetzen, um dann aus einer sicheren Defensive in die mittleren Ringe des Spielfeldes vorzudringen, um hohe Punktzahlen zu erreichen. In manchen Spielsituationen muss sich ein Spieler entscheiden, einen gegnerischen Stein zu schlagen, oder stattdessen die eigenen Steine zu schützen. Für den führenden Spieler kann es außerdem empfehlenswert sein, seinen eigenen Läufer so einzuschließen, dass dieser nicht mehr ziehen kann, um so ein schnelles Spielende zu erzwingen.

Cabale gehört schon sehr lange zu meiner Spielesammlung. Mir gefällt es nach wie vor sehr gut, allerdings musste ich auch leidlich erfahren, dass ich wohl einer der wenigen Spieler bin, die dieses Spiel mögen. Häufig vorgestellt, selten gespielt. Ich kann mir bis heute nicht wirklich erklären, worin diese Reaktion der Spieler begründet ist. Ob es nun an der Art meiner Spielpräsentation lag, oder am Spiel selbst, habe ich bisher noch nicht ergründen können. Wurde Cabale dennoch gespielt, konnte es bisher immer überzeugen.

Fazit

Cabale ist ein taktisches Brettspiel für zwei bis vier Spieler, bei dem der Einstieg aufgrund der wenigen einfachen Regeln leicht fällt. Gerade deswegen eignet sich Cabale auch sehr gut als Familienspiel. Aufgrund der relativ kurzen Spieldauer und der flexiblen Spieleranzahl ist es als Spiel für Zwischendurch prädestiniert. Spielefans, die kommunikative oder interaktive Spiele vorziehen, kommen bei Cabale jedoch nicht auf Ihre Kosten.


2010-09-11, Eike Christian Busch (wynton07)



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