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Datenblatt image
ID 10292

BURGENLAND


cover
Jahrgang: 2008

Verlag: Schmidt Spiele [->]
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2-2

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20-30

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 6.3 von 10
punkte

Score gesamt: 62.8% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die beiden Spieler versuchen durch den Bau bzw. die Erweiterung ihrer drei Burgen möglichst viele Punkte zu erhalten. Hierzu werden Burgplättchen erwürfelt und an die eigenen Burgbaustellen angelegt. Wer zuerst 30 Punkte erreicht hat, gewinnt das Spiel.

Regeln

Jeder Spieler startet mit jeweils einem Mauerplättchen seiner roten, blauen und gelben Burg. Zwischen den Spielern und ihren Burgbaustellen, wird das kleine Spielbrett gelegt, auf dem ein Pöppel, in Form einer kleinen hölzernen Krone, seine Runden zieht, angetrieben durch einen Würfel. Neben dem Spielbrett werden die Mauerteile der Burg, sortiert nach Farben und Punktwerten, als Vorrat bereit gelegt.

Wer an der Reihe ist, würfelt und zieht dabei den Pöppel um die entsprechenden Felder auf der Kreisbahn entlang. Drei Farbbereiche gibt es auf diesem Kreis, einen für jede Burg, jeder Bereich unterteilt in 8 Segmente. Jedes Segment ist dabei einem der vier verschiedenen Burgplättchen zugeordnet. Nach dem Würfelwurf wird der Pöppel auf einem farbigen Feld stehen, was dem Spieler erlaubt, das zugehörige Burgteil aus dem Vorrat zu nehmen. Dieses Burgplättchen ist dann farbtreu an die bereits gelegten Teile der eigenen Burg anzufügen. Das ist nicht aufregend und hat auch keine taktische Tiefe, doch beginnen nach diesem ersten Würfelwurf des Spielers die eigentlichen Entscheidungen.

Generell darf der Spieler beliebig oft würfeln, jedoch nur innerhalb einer Farbe werten. Überschreitet der Pöppel die Farbgrenze, nachdem bereits die vorangegangene Farbe gewertet wurde, d.h. ein Burgplättchen genommen wurde, muss der Spieler das punktstärkste Plättchen an einem eigenen Burgende der korrespondierenden Farbe entfernen.

Die Burgteile mit den geringsten Punktekosten sind die Mauerteile für einen Punkt. Die entsprechenden Segmente liegen am Anfang des Farbbereichs, vier an der Zahl. Gegen Ende des Farbbereichs befinden sich jeweils einmal das Segment kleiner Turm (2 Punkte), Haus (3 Punkte) und großer Turm (5 Punkte). Das Sonderfeld mit der goldenen Krone, auf dem eine Wertung der Burg des Farbbereichs ausgelöst wird, komplettiert die Segmente des Farbbereichs.

Statt des Nehmens eines Burgplättchens hat der Spieler auch die Möglichkeit, Zusatzwürfel zu erhalten. Dabei richtet sich die Anzahl der Zusatzwürfel nach dem Punktewert des Burgplättchens, welches der Spieler hätte nehmen dürfen (also zwischen eins und fünf). Diese Zusatzwürfel können bei Bedarf beim Würfelwurf mit eingesetzt werden, wobei immer nur ein Würfel gewertet wird. Zusatzwürfel erhöhen also die Chance, eine gewünschte Augenzahl zu erhalten. Nach dem Einsatz der Zusatzwürfel müssen sie abgegeben werden. Sind keine Zusatzwürfel mehr im Vorrat, da sie beim Mitspieler liegen, werden sie von diesem bei Bedarf genommen.

Kommt der Pöppel auf einem Wertungsfeld (goldene Krone) zum Stehen, wird eine Burgwertung ausgelöst. Beide Spieler zählen die Punkte ihrer Burgplättchen der Burg des entsprechenden Farbbereichs und rücken ihren Spielstein auf der Punkteskala nach vorne.

Wer zuerst die 30 Punkte Marke erreicht hat, gewinnt das Spiel.

Meinung

Wer sich auf das Zweipersonenspiel Burgenland einlässt, darf generell Würfelspielen mit ihrem Zufallsfaktor nicht abgeneigt sein. In erster Linie bestimmt die Beliebigkeit des Würfelwurfs, wohin die Reise geht. Im Gegenzug dafür lässt sich das Spiel herrlich aus dem Bauch heraus spielen, ohne sich in die Qual einer tiefgründigen Taktik- oder Strategiesuche begeben zu müssen.

Raum für gewisse Entscheidungen bleiben trotzdem erhalten, ob es nun darum geht, nochmals zu würfeln (wobei man ja im gleichen Farbbereich bleiben muss, um nicht ein Burgplättchen einzubüßen) oder ob man auf das Plättchen verzichten sollte, um sich entsprechend Zusatzwürfel zu nehmen. Diese leisten dann gute Dienste (weil sie die Chancen verbessern), wenn mal der Pöppel sehr nahe an der Farbbereichsgrenze steht und der Spieler unbedingt den großen Turm (letztes Feld des Farbbereichs) mit fünf Punkten hätte oder er das Feld mit der goldenen Krone für ein Burgwertung treffen oder verfehlen möchte.

Interaktion unter den beiden Mitspielern gibt es nur, wenn Zusatzwürfel beim Gegner genommen werden oder sich ein Burgplättchen nicht mehr im Vorrat befindet und es somit dem Spieler möglich wird, das Plättchen beim Mitspieler zu stehlen. Hierdurch kann dessen Burg regelrecht zerrissen werden, was besonders bei einer Burgwertung jener Farbe tragisch ist, da nur das punktestärkste Teil seiner Burg Siegpunkte beschert. In unseren Spielrunden trat dieses Ereignis jedoch sehr spärlich auf.

Fazit

Burgenland aus der Reihe easyplay für 2 von Schmidt ist ein nettes und leichtes Spiel, das sowohl Kinder wie Erwachsene ohne großen Spielaufbau und Vorbereitung spielen können. Die Altersangabe auf der Spielschachtel 8+ geht in Ordnung. Tüftler, Querdenker und Strategen sollten jedoch zu anderen Spielen greifen, sofern sie sich gefordert fühlen möchten.

 


2010-03-27, Bernd Scholz (MichaelKroeger)



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Bewertungen
4kathrin
26.04.2009
7Susanne1
17.03.2011
Wir spielen es immer mal wieder gerne. EIn W?rfelspiel der etwas anderen Art mit ein paar kleinen Gemeinheiten und angenehmer Dauer.
8MarkusB
08.05.2013

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