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Magazin
30, 50, 100, passe - Jubiläenrausch in Nürnberg

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30.01.20141

Hans im Glück feiert seinen 30. Geburtstag,  Die drei ??? werden bereits 50, und Mensch ärgere Dich nicht sogar 100 - bei so vielen Jubiläen wird einem ganz schwindelig. Da ist es dann auch beruhigend, wenn verlagsseitig mit den Feierlichkeiten nicht allzu sehr übertrieben wird. Richtig groß werden dürfte dann wohl erst Piatniks 200. Jubeltag, doch das hat noch zehn Jahre Zeit,

Bei Schmidt gibt es jedenfalls neben einigen mehr oder minder belanglosen und optisch nahezu unveränderten MÄDN-Retro-Ausgaben auch eine etwas andere Variante des beliebten Laufspiels. Es trägt den Namen Mauerhüpfer, was ja auch irgendwie prima zum 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer passt. Schmidt Spiele sitzt übrigens wo? Genau: in Berlin. In typisch großstädtisch-preußischem Größenwahn hat man dort auch nebenbei entschieden, mal eben so eine kleine Kartenspiel-Serie zu starten. Und das gleich mit sechs (!) Titeln, die allesamt sehr ansprechend aussehen und ein breites Spektrum von Spielern ansprechen - von Kniffel- bis Wizard-Fans.

Abseits der runden Geburtstage wird die digitale Unterstützung ("Mehrwert") von Brettspielen immer mehr zum Thema. Bei Ravensburger wird zum Herbst sogar eine ganze neue Produktreihe erscheinen, die unter dem Titel "smart PLAY" laufen. Die Idee dahinter: Auf einer ca. 1 Meter hohen Kunststoff-Halterung wird ein Smartphone (mit Android oder iOS) abgelegt, das das Spielgeschehen mit seiner Kamera beobachtet und prinzipiell mit den unbegrenzten Möglichkeiten einer App interagiert. Technisch funktioniert dies bereits hervorragend, auch wenn die Spielflächen aufgrund des begrenzten Blickwinkels recht klein ausfallen und zumindest eine Stromversorgung für das Telefon ratsam erscheint. Zum Start sollen drei Spiele erscheinen, darunter eine Neuauflage von Reiner Knizias King Arthur sowie das interessante Quizspiel Yes or kNOw von Inka und Markus Brand. [Ja, liebe SAZ, wir nennen auch gerne Autoren - sofern uns deren Namen denn einfallen. :)]

Unter all den vielen Lizenzthemen interessierte uns ganz klar eine am meisten: Star Wars. Alle Neuheiten aufzuzählen, wäre... hm, überschaubar? Zumindest im Spielebereich jedenfalls gibt es nur noch zwei interessante Produktlinien, die beide beim Heidelberger Spieleverlag angesiedelt sind: Da wäre zum einen das neue Rollenspielsystem, das langsam (aber sicher) sozusagen ins Rollen kommt, und zum anderen wären da die neuen Miniaturen - die großen Minis. Genauer gesagt: Die Tantive IV und der Rebellen-Transporter (für Insider: Gallofree Yards GR-75 Medium Transport) - siehe Fotos weiter unten.

Die Black Stories (moses) gibt es demnächst auch bei Pegasus. Dort heißen sie zwar MindMaze, aber das Spielprinzip ist wohl dasselbe. Dieselbe Schei*e wie beim Kackel Dackel hat sich Goliath übrigens auch für ein fliegendes Ungetüm ausgedacht: eine Silbermöwe mit ordentlichem Dünnpfiff. Da ist wohl jeglicher weitere Kommentar überflüssig. (Herrje, schon wieder so ein fäkales Wortspiel...)

Deutlich ernsthafter geht es bei Carrera zu. Carrera? Ja, das sind die Auto-Rennbahn-Experten, denen es vor rund zehn Jahren fast so erging wie Märklin. Doch wir reden hier nicht über eine neue Carrera-Bahn (oder gar einen Porsche Carrera, das hat hiermit nämlich überhaupt nichts mehr zu tun!), sondern über die ersten drei Gesellschaftsspiele dieses Herstellers! Und wie es sich für diesen gehört, handelt es sich um Autorennen. Eins für Erwachsene (Spieldauer: ca. 2 Stunden), eins für Kinder und ein schnelles Kartenspiel. Dass es sich hierbei nicht um billige Lizenz-Spiele ohne Substanz handelt, sondern tatsächlich um ernstzunehmende Neuheiten, davon konnten wir uns selbst überzeugen. An der Gestaltung der Spiele wirkten übrigens keine Unbekannten mit: Klemens Franz, Hanno Girke und Andreas Resch.

Zum Abschluss des ersten Messetages noch eine Sondermeldung: Wir wissen, weshalb Jurymitglied Udo Bartsch seinen Journalistenkollegen "Huhni" nicht zur Messe mitgebracht hat! Das arme Tier hat einfach Angst um sein Leben und wollte nicht in irgendwelchen holländischen Treibhauszuchtfarmen enden. Dort scheinen grausame Geflügel-Foltermethoden an der Tagesordnung zu sein, wie die Aufnahmen aus Halle 12 beweisen. (Und nein, es handelt sich dabei nicht um das Suppenhuhn von Gottlieb Wendehals!)

Nachtrag: Es gibt ja noch sooo viel mehr Jubiläen: Abacus Spiele feiert 25jähriges Bestehen, ebenso lange ist Michael Schacht als Autor tätig. 6 nimmt bringt es dagegen nur auf 20 Jahre, was aber immerhin mit einer Sonderausgabe gewürdigt wurde. Und auch im Händlerbereich gab es etwas zu feiern: 110 Jahre Vedes. (Dort fließt vermutlich alle fünf Jahre der kalte Schaumwein in Strömen...) Unsere zahlreichen Fotos der Neuheiten werden in den nächsten Tagen bei den entsprechenden Spielen hochgeladen.

 


das nächste alea-Spiel

Tantive IV

Tantive IV

Rebel Transport

Rebel Transport

MindMaze

smart PLAY

smart PLAY

smart PLAY

fliegendes Mistvieh aus Holland

das fliegende Mistvieh beim düngen des WM-Rasens

Hühnerfolterwerkstatt

das Gesicht von Huhnis Verwandtem spricht Bände...

Darth-Vader-Schreibtisch-Lampe

Und das denken Kosmos-Redakteure über Rezensenten...

Hadaco

individualisierbare Würfel

Angriff der Riesen-Hühner bei Zoch

schräger Vogel bei Pick Nick (Schmidt)

Istanbul (Rüdiger Dorn, Pegasus)

Raab und kein Ende...

30.01.2014, Carsten Pinnow (cp)

Kommentare
0Thygra
30.01.2014,22:34

Das Prinzip der Krimi-Rätsel (wie Black Stories) ist genauso traditionell wie Mau Mau (aka Uno), Werwölfe (aka Mafia), Mensch-ärgere-dich-nicht (Pachisi) und viele andere Spiele. Im Prinzip sind all diese Spiele Kopien, und bei traditionellen Spielen ist daran absolut nichts Verwerfliches.

0anonym
30.01.2014,20:43

Als ob die Black Stories eine eigene Idee wäre, die von MindMaze kopiert wurde. Entsprechende Rätsel wurden ja schon lange vorher an Lagerfeuern auf Jugendfreizeiten und sonst wo gelöst. Entsprecchende Rätsel findet man hundertfach im Internet - kostenlos. Durch den Verweis auf Black Stories wird ja suggeriert, dass dort die Idee geboren wurde.


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