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Datenblatt image
ID 16979

SKULL KING


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Schmidt Spiele [->]
Autor: Brent Beck
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3-6

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30

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 59.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

Yo-Ho-Ho Piraten! Begebt Euch auf große Kaperfahrt und schnappt eueren Mitspielern die Schätze und die Stiche weg. Aber nur so viele, wie am Anfang der Runde angekündigt wurde. Ansonsten setzt es Minuspunkte, und wer jetzt spontan an den Amigo-Klassiker Wizard denkt, der liegt gar nicht mal so falsch.

Regeln

Skull King geht über zehn Durchgänge. In jeder Runde erhalten die Spieler eine Handkarte mehr, außerdem müssen sie immer ansagen, wie viele Stiche sie in diesem Durchgang gewinnen wollen. Insgesamt gibt es vier Kartenfarben mit den Werten 1 bis 13, von denen die Farbe Schwarz immer Trumpf ist. Grundsätzlich besteht Farben-Bekennungszwang. Lediglich Sonderkarten sind von diesem Zwang ausgenommen und dürfen jederzeit gespielt werden. Folgende Sonderkarten sind vorhanden:

  • Escape: hat den Wert 0 und ist immer die niedrigste Karte
  • Mermaid: ist höher als alle Farbkarten, wird aber von Piraten-Karten geschlagen. Dafür ist die Mermaid die einzige Karte, die den Skull King übersticht (was einen Bonus mit sich bringt)
  • Piraten: sind höher als alle Farb-Karten und die Mermaid. Piraten-Karten werden lediglich vom Skull King übertrumpft
  • Scary Mary: kann wahlweise als Piraten-Karte oder Escape-Karte eingesetzt werden
  • Skull King: höchste Karte im Spiel. Kann nur von der Mermaid geschlagen werden


Für das richtige Ansagen seiner Stichanzahl erhält ein Spieler 20 Punkte pro gewonnenen Stich. Bei Abweichungen gibt es zehn Minuspunkte für jeden Stich, der von der Ansage abweicht. Die richtige Ansage von keinem Stich (also Null) bringt zehn Punkte multipliziert mit der aktuellen Rundenzahl (z.B. Runde 3: 10x3=30 Punkte). Das Spiel endet nach der zehnten Runde. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Wizard lässt grüßen, und das nicht zu wenig (grins). Die grundlegenden Mechanismen des beliebten Amigo-Klassikers wurden nahezu 1:1 übernommen, aber trotzdem ist Skull King mehr als ein reiner Wizard-Klon. Das liegt natürlich in erster Linie an den Sonderkarten. Und genau diese sind die Würze des Spiels. Eine hohe Zahl oder eine schwarze Trumpfkarte kann nämlich keinesfalls als sicheren Stich eingeplant werden, da sowohl Mermaid als auch Piraten und Skull King darüberstehen (und jederzeit gespielt werden dürfen). Dieses Prinzip gibt es auch bei Wizard in Form der Zauberer, aber bei Skull King gibt es mehr als vier Sonderkarten. Immerhin sind fünf Piraten-Karten, zwei Meerjungfrauen (Mermaids), eine Scary Mary und ein Skull King im Spiel. Weiterhin sollte immer vor Augen gehalten werden, dass niemals alle Karten ausgeteilt sind. Selbst in der letzten Runde werden bei einer Fünf-Personen-Konstellation „nur“ 50 Karten ausgeteilt, während in diesem Fall 16 Karten unberücksichtigt bleiben. Insofern ist Skull King wesentlich schwieriger planbar als Wizard, was andererseits einen größeren Glücksfaktor impliziert.

Aber Glück hin, Glück her – das Spiel macht einen Heidenspaß und kann jedem Gelegenheitsspieler und jeder Familie nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Dies gilt auch für Vielspieler und Wizard-Fans. Denn Skull King hat durchaus ein eigenes Flair und einen eigenen Charme. Vor allem die Wizard-Freunde sollten aber vor der ersten Partie versuchen, ihre (ggf. vorhandenen) Vorurteile abzulegen. Wenn sie das Spiel einfach genießen und nicht dauernd die Wizard-Vorlage im Hinterkopf haben, dürften auch sie viel Freude und Spaß an Skull King haben. An dieser Stelle muss jedoch angemerkt werden, dass nicht alle Konstellationen zünden. Grundsätzlich gilt: je mehr Spieler, desto besser. Ein Zweier-Duell macht ehrlich gesagt keinen großen Spaß, und selbst eine Dreierkonstellation kann nicht vollends überzeugen. Ab vier Spielern springt der Funke aber so richtig über, und erst dann entfaltet sich der voll Spielspaß von Skull King.

Die Illustration der Karten ist witzig und gelungen und damit Kinder-/Familiengerecht konzipiert. Allerdings wiederholen sich die Motive der Farbkarten. Diesbezüglich hat Wizard also in einem direkten Vergleich ganz klar die Nase vorn, weil dort alle Karten individuell gezeichnet sind und wesentlich mehr Feinheiten beinhalten. Aber zurück zu Skull King. Alles in allem bietet das Spiel für sein Preis-Leistungsverhältnis ausgezeichneten Spielspaß, und demzufolge kann am Ende dieses Meinungsblocks zweifellos eine bedenkenlose Weiterempfehlung ausgesprochen werden.

Fazit

Verbohrte Überzeugte Wizard-Jünger könnten Skull King möglicherweise vorwerfen, dass die Mechanismen frech geklaut wurden und dass das Spiel damit nicht unbedingt originell ist. Wer hingegen „open-minded“ ist und eine gelungene Alternative sucht, wird mit Skull King bestens bedient. Der Verfasser dieser Rezension ist übrigens auch ein Wizard-Fan, aber dennoch hatte er wie auch seine Mitspieler großen Spaß an diesem Piraten-Kartenabenteuer.


2014-06-11, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8niggi
09.03.2014
schöne Abwechslung, wenn Wizard mal pausieren soll
8Fridulin67
28.04.2014
Wer Wizard mag, dem wird auch Skull King sehr gefallen!
7.5*Batti*
02.05.2014
Spiel sich schneller als Wizard, da nur 10 Runden gespielt werden.
8.5heavywolf
17.05.2014
7cp
17.03.2016
schöne Abwechslung zu Wizard

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